
FAQ: Hochschuldidaktische Qualifizierung als Tutor/Tutorin
Das Tutorenprogramm setzt sich zusammen aus einem Grundlagenmodul sowie zwei Vertiefungsmodulen. Um das Zertifikat "hochschuldidaktische Qualifizierung als Tutor/in" zu erhalten, müssen alle drei Module mit einem Umfang von insgesamt 51 Arbeitseinheiten (1 Arbeitseinheit entspricht 45 Minuten) absolviert werden. Zudem wird ein individuelles Lernportfolio (9AE) angefertigt.
Das Tutorenzertifikat umfasst damit 60 AE.
Ziel des Grundlagenmoduls ist eine Einführung der Studierenden in die hochschuldidaktische Tätigkeit als Tutor/in an der Hochschule. Die Studierenden sollen vor allem didaktische Planungskompetenzen und methodische Grundfertigkeiten erwerben, und sich mit Fragen des Lehrens und Lernens auseinandersetzen.
2.1 2-tägiger Workshop: Die hochschuldidaktische Tätigkeit als Tutor
Erwerb didaktischer Planungskompetenzen und methodischer Grundfertigkeiten: Zentrale Themenfelder sind:
Durchführung:
Workload: 16 AE (8 AE pro Workshoptag)
2.2 Reflexionstreffen
Das Reflexionstreffen dient der Reflexion von:
Durchführung:
Workload: 4 AE
Worklaod Grundlagenmodul insgesamt ( inklusive schriftlicher Reflexion des Transfers) : 25 AE
Kollegiale Hospitation in Form von Peer-Tandems
Die kollegiale Hospitation wir in Form von Peer- Tandems durchgeführt. Die kollegiale Hospitation umfasst die didaktische Planung einer Tutoriumssitzung, die wechselseitige Hospitation und Rückmeldung sowie einen anschließenden Reflexionsbericht, welcher Teil des Portfolios ist.
Die kollegiale Hospitation beinhaltet:
Durchführung:
Workload Vertiefungsmodul I (inklusive schriftlicher Reflexion): 16 AE
Hospitationen in Tutorien sind Tutoriumsbesuche, bei denen in der Regel ein Tutor/ eine Tutorin eine Tutoriumssitzung eines weiteren Tutors/ einer weiteren Tutorin besucht und beobachtet. Die Beobachtung wird mithilfe von Leitfragen durchgeführt. Nach der Veranstaltung setzt sich das Hospitationsteam für ein erstes Feedback zusammen. In dieser Besprechung gibt die Besucherin/der Besucher dem/der Hospitierten Feedback zum Tutorium.
Ablauf
1. Bildung der Hospitationsteams mit Terminabsprache: Wann werde ich hospitiert und wann hospitiere ich?
2. Information der Teilnehemer/innen des Tutoriums über die Hospitation (den Studierenden wird erklärt, dass der Hospitation das Ziel der Optimierung der eigenen Lehrtätigkeit als Tutor im Rahmen des Tutorenzertifikats zu Grunde liegt).
3. Planung der Sitzung: Erstellung eines didaktischen Planungsrasters für die Sitzung sowie schriftliche Erläuterung der Lehr-/Lernziele, der Arbeitsformen und der Auswahl der Medien (siehe "Vorbereitung der Kollegialen Hospitation" als .pdf oder .doc und "Planungsraster: Beispiel" als .pdf oder .doc)
4. Vorbesprechung mit der/dem Hospitationspartner/in (mehrere Tage vor Durchführung der Hospitation): Aushändigung und Erläuterung der Vorbereitungsmaterialien und Besprechung der Rahmenbedingungen
Die Informationen aus diesem Vorbereitungsgespräch werden notiert und bei der Auswertung der Hospitation berücksichtigt.
5. Durchführung
Die Beobachtung umfasst folgende Leitfragen
Verschiedene Feedbackbögen können zur Dokumentation verwendet werden (Feedbackbogen Variante 1 und Feedbackbogen Variante 2).
6. Nachgespräch/Feedback
Selbstbild abfragen, das heißt, den Tutor fragen, wie er das Tutorium selbst erlebt hat.
Fremdbild liefern, das heißt Rückmeldung geben anhand der Beobachtungsnotizen, Stärken betonen, Übereinstimmungen mit Selbstbild bestätigen und unterschiedliche Wahrnehmungen erläutern- mit Beispielen erklären.
Feedbackregeln beachten:
Feedbackgeber/in:
Feedbacknehmer/in:
(siehe: Bogen zum Nachgespräch der kollegialen Hospiation .doc oder .pdf)
Im Rahmen des Portfolios werden die Erfahrungen aus der Kollegialen Hospitation reflektiert (Anlage C). Die Aufzeichnungen zur Vorbereitung der Kollegialen Hospitation und das didaktische Planungsraster werden im Anhang des Portfolios abgebildet. Die Aufzeichnungen zur Vorbereitung und das didaktische Planungsraster müssen nicht vorab an die Leiterin des Tutorenprogramms geschickt werden.
Das Vertiefungsmodul II dient der Ausdifferenzierung spezieller Themenfelder und einer vertieften inhaltlichen Auseinandersetzung mit Aufgaben von Tutor/innen.
Neben speziellen Veranstaltungen des Tutorenprogramms können hier auch Veranstaltungen in einschlägigen Themengebieten angerechnet werden, die nicht explizit vom Tutorenprogramm angeboten werden.
Angebote aus dem Vertiefungsmodul II finden Sie hier.
Durchführung
Workload Vertiefungsmodul II (inklusive schriftlicher Reflexion): 10 AE
Lernergebnisse, Erkenntnisse und Reflexionen werden in Form eines Portfolios schriftlich festgehalten. Ziel ist die Schaffung einer individualisierten und nachhaltigen Lerngelegenheit.
Inhalt:
Reflexion des Transfers der Inhalte der einzelnen Module in das eigene Tutorium (siehe Anlagen A-D) Gesamtreflexion des persönlichen Lern- und Entwicklungsprozesses (Anlage E) Anhang (wichtig):
- Vorbereitung der kollegialen Hospitation
- Didaktisches Planungsraster der kollegialen Hospitation
- Teilnahmebescheinigung über den Workshop im Vertiefungsmodul II
- Eigenes Geburtsdatum (notwendig, um das Zertifikat zu erstellen)
Durchführung:
Workload Portfolio: 9 AE
Für die Ausstellung des Tutorenzertifikats müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:
1. Teilnahme am Grundlagenworkshop und Reflexionstreffen sowie schriftliche Reflexion (Anlage A+ Anlage B) : 25 AE
2. Durchführung einer kollegialen Hospitation und schriftliche Reflexion (Anlage C): 12 AE
3. Teilnahme an einem zusätzlichen Workshop zur inhaltlichen Vertiefung und schriftliche Reflexion (Anlage D): 10 AE
4. Vorbereitung und Durchführung eines Tutoriums
5. Verfassen des Portfolios (bestehend aus den Reflexionen der einzelnen Module [Anlagen A-D], der Reflexion des eigenen Lern- und Entwicklungsprozesses [Anlage E] sowie dem Anhang und Angabe des Geburtsdatums)
6. Schriftliche Evaluation des Tutoriums:
Evaluationsbogen für Tutorien [FETUT] erhältlich bei der Leitung des Tutorenprogramms [die Sprechzeiten werden noch bekannt gegeben]
Dieser Fragebogen soll verwendet werden, sofern nicht bereits durch den verantwortlichen Dozenten der Veranstaltung ein anderer Fragebogen aus der Kategorie der offiziellen Lehrevaluation zur Verfügung gestellt wird.
Folgender Punkt ist optional (nur dann sinnvoll, wenn evtl. brauchbare Materialien vorhanden sind):
7. Einstellung eines didaktischen Ablaufplans sowie zugehöriger Materialien zu einer Sitzung, die von Ihnen als Tutor/in geleitet wurde, in die Stud.IP-Veranstaltung „Materialbörse für Tutorinnen und Tutoren“.
Der Ablaufplan für die Sitzung und die zugehörigen Materialien werden zukünftig als EIN Dokument eingestellt, z. B. unter dem Titel „Didaktischer Ablaufplan und Materialien zum Thema Literaturrecherche im Fach Biologie“. Achten Sie darauf, dass das Dokument sinnvoll in die Struktur der Veranstaltung integriert wird. Eine Sitzung zu einem Tutorium im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens legen Sie unter „Materialien für Tutorien zu Wissenschaftlichem Arbeiten“ ab. Es erfolgt damit keine Trennung der Planungsraster und der zugehörigen Materialien mehr. Dieses Vorgehen verbessert die Nutzbarkeit und Zuordnung der Planungsraster zu den Materialien. (siehe Abbildung)
Allgemeines
Um das Zertifikat "hochschuldidaktische Qualifizierung als Tutor/in" zu erhalten, müssen alle drei Module absolviert werden. Es ist jedoch auch möglich, sich zum Erwerb einer Grundlagenqualifikation als Tutor/in ausschließlich zur Teilnahme am Modul I (bzw. Modul I+II) zu entscheiden. Es wird jeweils nach Abschluss eines Moduls ein entsprechender Nachweis ausgestellt. Nach Abschluss aller drei Module erhält die Tutorin/ der Tutor das Gesamtzertifikat "hochschuldidaktische Qualifizierung als Tutor/in". Nach erfolgreicher Teilnahme an einzelnen Workshops werden entsprechende Teilnahmebescheinigungen ausgestellt.
Das Zertifikat sollte, muss aber nicht, im Laufe eines Semesters absolviert werden. Sofern sich die Tätigkeit als Tutorin oder Tutor über mehrere Semester erstreckt, kann sich die Teilnahme an den verschiedenen Modulen ebenfalls über mehrere Semester erstrecken.
Anrechnung
Das Zertifikat entspricht einem Umfang von 2 ECTS-Punkten (60 Arbeitseinheiten: 1 AE= 45 Minuten) und kann für den Bereich "fächerübergreifende Schlüsselkompetenzen" im 2-Fächer-Bachelor angerechnet werden.
Anlage A: Reflexion Grundlagenworkshop
Im Folgenden bitten wir Sie, die relevanten Ergebnisse des Grundlagenworkshops noch einmal schriftlich zu reflektieren. Als Richtlinie schlagen wir ca.1- 1,5 Seiten vor.
Sie könne sich dabei an den folgenden Leitfragen orientieren:
Anlage B: Leitfaden Reflexion der Umsetzung
Im Folgenden bitten wir Sie, Ihre bisherige Tätigkeit als Tutor/in schriftlich zu reflektieren. Als Richtlinie schlagen wir ca. 1-1,5 Seiten vor.
Sie können sich dabei an den folgenden Leitfragen orientieren:
Anlage C: Leitfaden Reflexion der kollegialen Hospitation
Im Folgenden bitten wir Sie, die Ergebnisse der kollegialen Hospitation schriftlich zu reflektieren. Als Richtlinie schlagen wir ca. 1- 1,5 Seiten vor.
Sie können sich dabei an den folgenden Leitfragen orientieren:
Anlage D: Leitfaden Reflexion des Vertiefungsmoduls
Im Folgenden bitten wir Sie, die Inhalte des Vertiefungsmoduls in Bezug auf die Bedeutung für Ihre Tätigkeit als Tutor/in schriftlich zu reflektieren. Als Richtlinie schlagen wir ca. 1 Seite vor.
Sie können sich dabei an folgende Leitfragen orientieren:
Anlage E: Leitfaden Reflexion des eigenen Lern- und Entwicklungsprozesses
Im Folgenden bitten wir Sie, Ihren Lern- und Entwicklungsprozess als Tutor/in schriftlich zu reflektieren. Als Richtlinie schlagen wir ca. 1- 1,5 Seiten vor.
Sie können sich an den folgenden Leitfragen orientieren: