
Lehrveranstaltungsformen
Vorlesung Proseminar Seminar Übung Kolloquium
In einer Vorlesung hält der Lehrende einen Vortrag zu einem fest umrissenen Thema, wobei zum Teil die Gelegenheit zur Diskussion und zu Rückfragen gegeben wird. Vorlesungen können auch in Fortsetzung über mehrere Semester gehalten werden.
Ein Proseminar wendet sich vor allem an Studienanfänger. Es bietet - zumeist anhand eines ausgewählten Problems - eine Einführung in die jeweiligen Wissenschaftsbereiche und in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens.
Ein Seminar ist grundsätzlich eine auf den Dialog (zumeist in kleinem Kreis) aufgebaute Veranstaltung. In jeder Sitzung wird ein spezielles Problem des Seminarthemas bearbeitet. Das setzt die inhaltliche Mitarbeit der Studierenden in Form von Referaten oder Diskussionen voraus. Eine entsprechende Verpflichtung besteht allerdings bei den Gasthörern nicht. In vielen Fällen ist die vorherige Teilnahme an einem Proseminar sinnvoll oder sogar erforderlich.
Eine Übung gibt die Möglichkeit zum Lösen praktischer Aufgaben, die sich an dem Inhalt der entsprechenden Vorlesung orientieren.
Mit dem Begriff Kolloquium werden zwei unterschiedliche Veranstaltungen bezeichnet. Zum einen ist damit eine Veranstaltung gemeint, die das Gespräch zwischen Lehrenden und Studierenden über ein wissenschaftliches Thema beinhaltet, wobei zumeist Studentinnen und Studenten höherer Semester angesprochen werden. Zum anderen ist das Kolloquium eine mündliche Prüfung über ein vereinbartes Thema, in der ein Schein für die geforderten Studien- und Prüfungsleistungen erworben werden kann.