Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen

Unterrichtssprache

Deutsch, Englisch

Abschlüsse

Master of Arts

Studienbeginn

Wintersemester

Anmeldung bis

Bewerbungstermine entnehmen Sie bitte der Übersicht unter Termine und Fristen.

Studienvoraussetzungen

Zugangsvoraussetzung ist eine bestandene und mit dem ECTS-Grad C (Deutsche Note 3,0) oder besser bewertete Bachelor-Prüfung oder ein vergleichbarer Studienabschluss der an dem Studiengang „Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen“ beteiligten Disziplinen sowie der Fächer Politikwissenschaft, Europäische Studien, Ethnologie und vergleichende Kulturwissenschaft.
Pro Studienjahr werden 25 Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen.

Regelstudienzeit

4 Semester

Adresse

IMIS
Prof. Dr. Michael Bommes
Neuer Graben 19/21
49069 Osnabrück

Tel: +49 541 969 4916
Fax: + 49 541 969 4380
E-Mail: mbommes@uos.de

Kurzbeschreibung des Faches

Das Master-Studienprogramm IMIB ist ein interdisziplinärer Studiengang unter Beteiligung der Disziplinen Soziologie, Geschichtswissenschaft, Sprachwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Geographie, Psychologie, Rechtswissenschaft und Religionswissenschaft. Der Studiengang wendet sich an Studierende aus den genannten Disziplinen mit ausgeprägten Interessen an Problemstellungen in den Bereichen internationale Migration und interkulturelle Beziehungen. In den Lehrveranstaltungen werden Grundlagen einer interdisziplinär ausgerichteten Forschung zu internationaler Migration und interkulturellen Beziehungen vermittelt. Der insgesamt zweijährige Studiengang umschließt ein in anderthalb Jahren zu absolvierendes Lehrprogramm sowie die Abfassung einer Masterarbeit, verbunden mit einem Praktikum in einem relevanten Berufsfeld in den letzten sechs Monaten.

Fachspezifika in Osnabrück

Das IMIS hat von Beginn an seine Strukturentwicklung, seine wissenschaftliche Schwerpunktbildung sowie seine Ausbildungsbemühungen an dieser Problemkonstellation ausgerichtet. Hier setzt die Konzeption des vorliegenden Masterprogramms an und kann im Bereich der Lehre von den Erfahrungen profitieren, die das IMIS im Rahmen der interdisziplinären Durchführung des Graduiertenkollegs „Migration im Modernen Europa“ bereits gesammelt hat. Die an dem vorgeschlagenen Studiengang beteiligten Fächer waren alle bis auf die Religionswissenschaft auch an der Durchführung des Graduiertenkollegs beteiligt, die dort gesammelten Erfahrungen konnten konstruktiv in die Planungen für den Studiengang einbezogen werden. Zugleich hat das Institut mit der erfolgreichen Beantragung und Einrichtung der Stiftungsprofessur für „Soziologie/Methodologie interkultureller und interdisziplinärer Migrationsforschung“, die von der Volkswagen-Stiftung finanziert wird, die personellen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen, den Studiengang  einrichten und organisatorisch tragen zu können. Es wird entsprechend die organisatorische Leitung und Betreuung des Studiengangs gewährleisten. Der Studiengang ist innovativ und findet in dem hier konzipierten interdisziplinären Zuschnitt kein Äquivalent an anderen deutschen Universitäten. Das Studienprogramm ist an international bereits etablierten Mustern orientiert und auf eine entsprechende internationale Kooperation ausgerichtet.

Studieninhalte

Die Studierenden werden im ersten Modul in verschiedene disziplinäre Zugänge zu den Wissens- und Forschungsfeldern des Studiengangs eingeführt. Sie durchlaufen anschließend drei interdisziplinäre Module zu den Kernproblembereichen „Migration und Sozialstruktur“, „Migration und interethnische Konflikte“ und „Migration und Interkulturalität“. Die Ausbildung legt dabei ihren Schwerpunkt auf die Vermittlung von an interdisziplinären und interkulturellen Problemstellungen geschulten Kompetenzen in zweierlei Hinsicht: zur wissenschaftlichen und zur an praktischen Fragestellungen orientierten Durchdringung von Problemzusammenhängen im Bereich Migration, Integration und interkulturelle Beziehungen. Auf der Grundlage dieser Ausbildung sieht das fünfte Modul eine disziplinär und problemorientierte Respezialisierung vor, die zugleich die disziplinäre Master-Abschlussarbeit vorbereiten soll. Der Abfassung der Master-Arbeit, die im Rahmen des regelmäßigen Forschungskolloquiums am IMIS intensiv betreut wird, ist die Absolvierung eines Praktikums vorgeschaltet. Hier sollen die Master-Studierenden Einblick in und Erfahrungen mit Problemstellungen gewinnen, wie sie sich in praktischen Zusammenhängen und potentiellen Berufsfeldern in politischen Verwaltungen, Rechtsorganisationen, Unternehmen, Organisationen des Erziehungs- und Gesundheitssystems, Wohlfahrtsverbänden, Entwicklungsorganisationen und NGOs national und international stellen.

Kooperationen

Es ist vorgesehen, den Studiengang in Kooperation mit den Universitäten Oxford (Großbritannien), Rotterdam (Niederlande), Malmö (Schweden), Trento (Italien) und Coimbra (Portugal) durchzuführen und die Studiengänge in der Weise aufeinander abzustimmen, dass die Studierenden ein Auslandssemester in einem der jeweiligen Partnerstudiengänge absolvieren können. Die beteiligten Institute sind bereits in verschiedenen anderen Forschungszusammenhängen gemeinsam tätig. Dies betrifft insbesondere die Zugehörigkeit zu einem von der EU kürzlich für 5 Jahre genehmigten „Network of Excellence“ im Bereich internationale Migration und interethnische/ interkulturelle Beziehungen sowie die Kooperation in laufenden (5. Rahmenprogramm) bzw. beantragten (6. Rahmenprogramm) Forschungsprojekten im Rahmen der EU.

Berufsfelder

Der avisierte Master-Studiengang zielt auf eine wissenschaftliche Ausbildung, die berufliche Anschlussmöglichkeiten sowohl in wissenschaftlichen als auch in außerwissenschaftlichen Bereichen eröffnen soll. Im wissenschaftlichen Bereich wird auf der Grundlage einer fundierten interdisziplinären Ausbildung ermöglicht, aufbauend auf dem erworbenen Abschluss eine Promotion in einem disziplinären oder interdisziplinären Forschungsfeld im Bereich Migration und interkulturelle Beziehungen anzustreben.
Relevant als Berufsfelder sind daneben 

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass Absolventen des Studiengangs auch international bewerbungsfähig sind und nicht zuletzt Betätigungsfelder im Bereich der EU angesichts ihrer wachsenden Bedeutung und zunehmenden Kompetenzen in Fragen von Migration und Integration finden werden.

weiterführende Links

Downloads

Ein Studienverlaufsplan ist unter http://www.imis.uni-osnabrueck.de/ zum download bereitgestellt. Prüfungsordnung Studienordnung

letzte Änderung: 03-Dez-2004
geändert durch:
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