
Prof. Dr. Nina Dethloff
Prof. Dr. Nina Dethloff, 1958 in Hamburg geboren, studierte Rechtswissenschaften in Hamburg, Genf und Freiburg und erwarb 1983 an der Georgetown University in Washington, D.C., einen Master of Laws. 1986-87 war sie als Beraterin bei der Federal Trade Commission in Washington, D.C., tätig und wurde als Attorney at Law in New York zugelassen. Sie legte in Freiburg ihr Erstes und Zweites Staatsexamen ab, nachdem sie die Wahlstation in einer Anwaltskanzlei in Buenos Aires verbracht hatte. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für ausländisches und internationales Privatrecht der Universität Freiburg, wo sie im Jahr 2000 habilitiert wurde. Seit Sommersemester 2001 ist sie Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten des vergleichenden und internationalen Familienrechts. Seit 2003 ist Dethloff in Bonn Direktorin des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Familienrecht. Sie ist Mitglied des Vorstands der Zivilrechtslehrervereinigung, des Executive Council der International Society of Family Law, der Commission on European Family Law sowie des Family Law Committee der International Law Association. Die international angesehene Wissenschaftlerin ist als Gutachterin für in- und ausländische Forschungsorganisationen tätig, unter anderem für das nationale Forschungsprogramm "Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel" des Schweizerischen Nationalfonds sowie den österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Als Sachverständige hat sie an zahlreichen Anhörungen des Rechtausschusses des Bundestages mitgewirkt. Von 2006 bis 2008 war sie Ad-hoc-Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seit 2008 berät sie die EU-Kommission als Mitglied der Expertengruppe für Güterkollisionsrecht. »Um die Position von Hochschulen im globalen Wettbewerb zu stärken, müssen internationale Forschungsnetzwerke und Kooperationen in der Lehre ausgebaut werden. Nur wenn im Übrigen Frauen in stärkerem Maße in der Wissenschaft beteiligt werden, wird das in der Forschung liegende Innovationspotenzial voll genutzt. Hierfür möchte ich mich einsetzen und hoffe, mit meinen internationalen Erfahrungen einen Beitrag zu leisten«.