
Kunst und Kultur
Medienkunst wird in Osnabrück groß geschrieben. So findet hier seit zwei Jahrzehnten das»European Media Art Festival« (EMAF) statt, eines der größten Medienkunstereignisse in Europa. Hervorgegangen aus einer studentischen Initiative des Faches Medien der Universität Osnabrück präsentiert das EMAF ein umfangreiches Programm experimenteller Filme und Videos, Performances und Arbeiten im öffentlichen Raum. International renommierte Künstler wie Bill Viola, Nam June Paik, Peter Weibel und Peter Greenaway stellten bereits ihre Werke aus.
Wer sich für mehr für Bildende Kunst interessiert, findet in Osnabrück mit der Kunsthalle Dominikanerkirche eine erste Adresse.

In jedem Fall einen Besuch wert ist auch das 1998 eröffnete Felix-Nussbaum-Haus, das die weltweit größte Sammlung von Gemälden des 1904 in Osnabrück geborenen und 1944 in Ausschwitz ermordeten Malers beherbergt. Internationale Aufmerksamkeit errang es durch seine von dem Amerikaner Daniel Libeskind entworfene außergewöhnliche Architektur.
Ein anderer herausragender gebürtiger Osnabrücker ist Erich-Maria Remarque. Mit seinem 1929 veröffentlichten Anti-Kriegs-Roman »Im Westen nichts Neues« erlangte er Weltruhm. Ihm zu Ehren vergibt die Stadt in jedem Jahr den Remarque-Friedenspreis. Die Forschungen zu Remarque, die an der Universität seit langem betrieben werden, führten 1996 zur Eröffnung des Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrums, einer gemeinsamen Einrichtung von Stadt und Universität.