
Energie - Strom
Seit 1990 erfasst die Universität Osnabrück kontinuierlich ihren Stromverbrauch. Dadurch ist es möglich, die Entwicklung des Energieverbrauchs zu verfolgen. Aktuelles Energie-Tipps Energie – öfter mal abschalten Weitere Hinweise und Informationen zum Energiesparen finden Sie an der Universität Osnabrück in Form von Plakaten und Informationsmaterialien. Für spezielle Fragen steht die Umweltkoordinatorin zur Verfügung. Aktuelle Daten zur Sonnenstromerzeugung unter www.dez6.uos.de/pvanlage/src/web/pvan.php Technische Daten: Umbau der Beleuchtung im Hörsaal der Physik
Die Universität schneidet hinsichtlich des Stromverbrauchs im Vergleich mit dem Durchschnittsverbrauch der Liegenschaften des Landes Niedersachsen bemerkenswert gut ab (vgl. Jahresbericht Energie- und Gebäudemanagement des Landes Niedersachsen 2001) . Vor allem, wenn man bedenkt, dass in Osnabrück energieintensive naturwissenschaftliche Studiengänge und Forschungseinrichtungen angesiedelt sind, die einen erheblich höheren Stromverbrauch als herkömmliche Verwaltungsgebäude haben. Auch der Einsatz erneuerbarer Energien wird kontinuierlich an der Hochschule gefördert.
Dieser klimaschonende Umgang mit Energie ist unter anderem dem Einsatz modernster Technik sowie dem ambitionierten Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernates für Gebäudemanagement zu verdanken.
Die beste Technik nützt oft nichts, wenn die Hochschulangehörigen nicht motiviert werden, selbst auf Einsparpotenziale zu achten. Deshalb wird an der Universität Osnabrück besonderer Wert auf die Mitarbeitermotivation gelegt.
PC aus bei Nichtgebrauch länger als 1 Stunde
Monitor aus bei Nichtgebrauch länger als 15 Minuten
Drucker nur bei Bedarf einschalten
Licht aus beim Verlassen des Büros
Photovoltaikanlage - 460 Quadratmeter auf der ehemaligen Reithalle am Westerberg
Ende 2004 ging die Photovoltaikanlage (PV) auf dem Dach der umgebauten Reithalle am Westerberg ans Netz. Die Anlage besteht aus einem innovativen PV-System zur Energiegewinnung. Es ist die größte Anlage auf einem historischen Gebäude in der Region Osnabrück. Die Module wurden direkt auf einer traditionellen Dachstuhl-Unterkonstruktion befestigt. Das Grundprinzip des Systems besteht darin, Solarzellen auf Stahlblech zu laminieren. So entsteht ein intelligentes Bauelement mit integrierter Solarstromerzeugung.
Photovoltaikanlage auf dem Dach der Physik
Die PV-Anlage wurde im Januar 1999 in Betrieb genommen. Vorausgegangen war eine studentische Initiative, die ein beträchtliches Startkapital sammelte. Mit der zusätzlichen Unterstützung der Osnabrücker Stadtwerke, des Fachbereiches Physik und des Dezernates für Gebäudemanagement wurde die 2,16 KW-Anlage auf dem Dach der Physik installiert. Im Februar 2002 ist sie um zusätzliche 6 Panels erweitert und in die Attika des Gebäudes integriert worden. Die Anlage besteht aus 24 Panels à 120 Watt. Daraus ergibt sich in der Spitze eine Leistung von 2,88 KW.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Die Wärme wird über ein gasbetriebenes BHKW sowie über eine gas/ölbetriebene Spitzenlastkesselanlage erzeugt. Der Öleinsatz ist minimal und nur für den Fall vorgesehen, dass der Gaslieferant große Gasverbraucher bei extremen Minustemperaturen abschalten muss. Durch die weitgehende Nutzung der Motorabwärme erzielt die BHKW-Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von 87 Prozent. Davon entfallen 55 Prozent auf die thermische Energie (Wärme) und 32 Prozent auf die elektrische Energie (Strom). Zur Erhöhung der Effizienz der Anlage wurde im Jahre 2002 einer von zwei Spitzenlastkesseln durch einen Brennwertkessel ersetzt. Dadurch kann die in den Abgasen enthaltene Wärme zurückgewonnen und genutzt werden.
Das BHKW erzeugt 25 bis 30 Prozent der am Westerberg für die Fachhochschule und Universität Osnabrück benötigten elektrischen Energie.
Gebäudeleittechnik (GLT)
Der Vorläufer der GLT, die Zentrale Leittechnik (ZLT), etablierte sich an der Universität Osnabrück bereits in den 80er Jahren. Mittlerweile liegt die Deckungsrate der DDC-Technik (Direct-Digital-Control) der betriebstechnischen Anlagen bei etwa 80 Prozent. Dank des Einsatzes dieser modernen Technik und des Engagements des Dezernates für Gebäudemanagement können die gebäudetechnischen Anlagen der Universität Osnabrück möglichst bedarfsgerecht betrieben und gesteuert werden. Hier werden Eckdaten für optimierte Start- und Stop-Programme der Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen eingepflegt.
Neue Beleuchtung im Gebäude 15/EW
Gebäude 15 ist ein mittelinstalliertes Gebäude mit 3.990 m² Hauptnutzfläche (HNF), dessen Beleuchtung zu großen Teilen in den Jahren 2001 und 2002 erneuert wurde. Dadurch wurde die Lichtqualität verbessert und die Anschlussleistung um ca. 60 Prozent reduziert. Insgesamt bringt die Erneuerung der Anlage jährlich eine Ersparnis von über 50.000 kWh.
Austausch energieintensiver Geräte
Durch den Austausch alter energieintensiver Heizungs- und Kältekreispumpen, Druckluftkompressoren und Luftbefeuchter in den Jahren 2000 bis 2003 konnte in erheblichem Maße Energie gespart werden. Eine Rohrnetzberechnung ermöglichte das Lokalisieren und Austauschen überdimensionierter Pumpen, auch die Druckluftkompressoren wurden dem tatsächlichen Bedarf angepasst. Ultraschallbefeuchter ersetzten die elektrisch betriebenen Dampfluftbefeuchter.
Insgesamt können dadurch über 345.000 kWh jährlich gespart werden.
Die vorhandenen Leuchten wurden im Jahre 2000 umgebaut und dabei die alte Regelungstechnik komplett entfernt. Die alten Vorschaltgeräte wurden durch elektronische, regelbare Vorschaltgeräte ersetzt. Dadurch wurde die Ausleuchtung verbessert, die Steuerung optimiert sowie die Anschlussleistung um ca. 64 Prozent reduziert.
Neue Beleuchtungsanlage im Sportzentrum
Im gesamten Sportzentrum wurden 1999 Leuchten mit herkömmlicher Technik durch moderne Leuchten ersetzt. Sie haben einen besseren Wirkungsgrad und elektronische Vorschaltgeräte. Die neuen Leuchten sparen Energie und verzichten auf den Einsatz von umweltschädlichen PCB-haltigen Kondensatoren. Die Gesamtzahl der Leuchten konnten durch den besseren Wirkungsgrad der neuen Leuchten verringert werden. Außerdem wurde die Anschlussleistung um 60 Prozent reduziert und eine bessere Lichtqualität mit weniger Energieeinsatz erzielt.
Neue Beleuchtungsanlage im Gebäude 31/AVZ
Gebäude 31 ist ein mittelinstalliertes Gebäude mit 9.230 m² Hauptnutzfläche (HNF).
Bei diesem Projekt wurden 1999 alle freistrahlenden Lichtleisten gegen Leuchten ausgetauscht, die für Bildschirme arbeitsplatzgerecht sind. Ebenso wurde die Beleuchtungsstärke angepasst und in Teilbereichen eine außenlichtabhängige Regelung eingebaut. Des Weiteren wurden die innenliegenden Toiletten mit einer Hell-Dunkel-Steuerung über Bewegungsmelder ausgerüstet. Der Stromverbrauch wurde so um 500.000 kWh pro Jahr reduziert und die Lichtqualität verbessert. Zeitgleich wurde eine große Anzeigetafel installiert, welche die Nutzer und Besucher des Gebäudes (AVZ) über den laufenden Stromverbrauch am Teilstandort Westerberg informiert.
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