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Gärtner

Fachrichtung Zierpflanzenbau
Die Universität Osnabrück bildet im Botanischen Garten Auszubildende für den Beruf der Gärtnerin / des Gärtners, Fachrichtung Zierpflanzenbau aus.

Der Botanische Garten Osnabrück liegt am Westerberg und hat eine Größe von ca. 6 ha. Die acht Anzuchtgewächshäuser enthalten unterschiedliche Pflanzensammlungen. Sie sind für die Öffentlichkeit nur mit einer Führung begehbar. Außerdem gibt es ein Tropenhaus, das für die Öffentlichkeit frei zugänglich ist. Der Botanische Garten verfügt über eine große Artenvielfalt von Pflanzen und ist Mitglied der Ausbildungsinitiative TAG -Top Ausbildung Gartenbau.

Ausbildungsinhalte:

  • Pflanzenkenntnisse und deren Ansprüche
  • Zierpflanzen für unterschiedliche Verwendungsbereiche vermehren und kultivieren
  • Beratungs- und Verkaufsgespräche führen
  • Handhabung und Instandhaltung von Maschinen, Geräten und Betriebseinrichtungen
  • Umweltschutz und rationelle Energie- und Materialverwendung
  • Verantwortungsbewusster Pflanzenschutz mit chemischen Pflanzenschutzmitteln und biologischen Maßnahmen

Die Ausbildung findet vorwiegend in den Gewächshäusern statt. Beschäftigt sind zwei Auszubildende in jeweils unterschiedlichen Ausbildungsjahren.
Schwerpunkte der berufspraktischen Ausbildung sind gärtnerische Grundtätigkeiten wie z.B. die Pflanzenkultur und Pflanzenpflege.

Bei der Pflanzenkultur führen die Auszubildenden die jeweils wirtschaftlichste Vermehrungsmethode der Pflanzenart durch und wählen die Bestandteile und Zusammensetzung der erforderlichen Kultursubstrate aus. Sie planen und führen die weiteren erforderlichen Kulturschritte unter Beachtung der pflanzenspezifischen Ansprüche und Entwicklungszeiten je nach betrieblicher Möglichkeit und Jahreszeit durch. Sie nutzen und überwachen u.a. die klimasteuernde Technik der Gewächshäuser, um gute Wachstumsbedingungen zu erreichen.

Bei der Pflanzenpflege düngen sie u.a. je nach Pflanzenart und Entwicklungsstand mit der erforderlichen Düngemethode, der richtigen Düngerzusammensetzung und Düngerkonzentration, um die Nährstoffversorgung zu sichern. Ferner führen sie Pflanzenschutzmaßnahmen beim Überschreiten von Schadschwellen unter Beachtung der pflanzenschutzrechtlichen Bestimmungen durch. Hierbei bestimmen sie den Schädling und dessen vorhandene Antagonisten, die erforderliche biologische oder chemische Bekämpfungsmethode unter Schonung der Nützlinge, sowie Häufigkeit und Zeitpunkt der Maßnahme.

Im Sommer wird häufiger im Freien gearbeitet, da z.B. die Kübelpflanzen von Mai bis Oktober draußen zu versorgen sind. Die Vermehrung tropischer und subtropischer Pflanzen spielt eine entscheidende Rolle. Es werden gärtnerische Tätigkeiten an Pflanzen verschiedenster Klimabereiche ( z.B. von Kakteen aus Wüstenregionen bis zu tropischen Orchideen ) durchgeführt. Auf engstem Raum  findet sich eine sehr große Pflanzenvielfalt. Das selbstständige Arbeiten wird angestrebt. Die Auszubildenden bekommen im Laufe der Ausbildung eigene Pflanzenbereiche übertragen. Dazu gehört z.B. die Planung, Kultur und Pflege von Sommerblumen.

Im 1. Ausbildungsjahr findet jeweils an zwei Wochentagen Berufschulunterricht statt, im 2. und 3. Ausbildungsjahr an einem Wochentag. Da zu der Gärtnerausbildung auch der Umgang mit Kunden und die Produktion von Pflanzen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gehört, müssen die Auszubildenden in jedem Ausbildungsjahr ein dreimonatiges Praktikum in einem Erwerbsbetrieb absolvieren. Hinzu kommt die überbetriebliche Ausbildung in Form von Lehrgängen (ca. 3 bis 4 Lehrgänge). Diese dauern in der Regel eine Woche und finden im Raum Bad Zwischenahn statt.

Die Auszubildenden führen ein Berichtsheft. Hier sind z.B. selbst durchgeführte Tätigkeiten, der Wetterverlauf und Berufsschulzeiten festzuhalten. Das Berichtsheft enthält zudem ein Herbarium.

Voraussetzungen:
Mindestens ein Hauptschulabschluss. Freude am Umgang mit Pflanzen und eine gute Beobachtungsgabe für die Lebensvorgänge in der Natur, verbunden mit handwerklichem Geschick. Da die berufspraktische Ausbildung sowohl im Gewächshaus wie im Freien stattfindet, ist eine Klimafestigkeit sowohl gegen tropische Hitze im Gewächshaus und auch gegen Nässe und Kälte im Freiland erforderlich; ferner Kontaktfreudigkeit gegenüber Kunden bzw. Besuchern.

Ausbildungsdauer:
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen (Abitur, BGJ Agrar) ist es möglich, die Ausbildung  auf  2 Jahre zu verkürzen.

Prüfungen:
Nach ca. der Hälfte der Ausbildungszeit findet zur Ermittlung des Kenntnisstandes eine Zwischenprüfung statt. Die Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung zum Gärtner / zur Gärtnerin. Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil.

Derzeitige Ausbildungsvergütung
1 Ausbildungsjahr:                                      635,24 Euro
2 Ausbildungsjahr                                       685,47 Euro
3 Ausbildungsjahr                                       731,55 Euro

Weiterbildungsmöglichkeiten:

Gärtnermeister/in:
Die Meisterprüfung kann nach bestandener Abschlussprüfung und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung abgelegt werden. Als Vorbereitung ist der Besuch einer einjährigen Fachschule (Meisterschule)  empfehlenswert. 

Staatlich geprüfte/r Techniker/in:
Voraussetzung sind mindestens 2 Jahre Berufserfahrung nach einer abgeschlossenen Gärtnerausbildung. Die Prüfung kann nach dem Besuch einer zweijährigen Fachschule
 Technikerschule ) abgelegt werden.

Studium
z.B. in den Studiengängen Gartenbau, Landschaftsarchitektur / Landespflege oder Landschaftsökologie / Umweltschutz  (Voraussetzung: Fachhochschulreife bzw.           Abitur).

Ansprechpartner
Ulrich Rösemann
Botanischer Garten
Tel.:+49 541 969 2704
E-Mail: Ulrich Rösemann@Biologie.Uni-Osanbrueck.de

Franz Hawighorst
Botanischer Garten
Tel.: +49 541 969 2709
E-Mail: Franz.Hawighorst@Biologie.Uni-Osnabrueck.de

letzte Änderung: 15-Mrz-2007
geändert durch: K. Schnieder
verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle

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