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Pressemeldung
Nr. 59 / 2009
09. February 2009 : Autonome Futtersuche: Vom Nagetier zum Roboter - Uni Osnabrück: Neues Forschungsprojekt am Institut für Kognitionswissenschaft
Die Arbeitsgruppe Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück ist Teil des länderübergreifenden EU-Projekts »Synthetic Forager«, in dem verschiedene Arbeitsgruppen aus den Niederlanden, Israel, Spanien, Frankreich und Österreich gemeinsam an einem Forschungsprojekt arbeiten. Die Wissenschaftler haben es sich zum Ziel gesetzt, exploratives Futtersuchverhalten am Beispiel von Nagetieren zu erforschen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche neuronalen und kognitiven Mechanismen hinter diesem Verhalten stehen und auf künstlichen Agenten implementiert werden.
Die Arbeitsgruppe Neurobiopsychologie der Universität Osnabrück ist Teil des länderübergreifenden EU-Projekts »Synthetic Forager«, in dem verschiedene Arbeitsgruppen aus den Niederlanden, Israel, Spanien, Frankreich und Österreich gemeinsam an einem Forschungsprojekt arbeiten. Die Wissenschaftler haben es sich zum Ziel gesetzt, exploratives Futtersuchverhalten am Beispiel von Nagetieren zu erforschen. Dabei soll insbesondere untersucht werden, welche neuronalen und kognitiven Mechanismen hinter diesem Verhalten stehen und auf künstlichen Agenten implementiert werden.
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter König am Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität Osnabrück beschäftigt sich dabei vor allem mit der Frage, wie künstliche und biologische Systeme lernen, ihre Umgebung wahrzunehmen. »Dabei folgen wir der These, dass die Wahrnehmung eines Lebewesens davon abhängig ist, wie es mit seiner Umwelt interagieren kann«, erläutert Robert Märtin von der Arbeitsgruppe Neurobiopsychologie. Die Aufgabe des gesamten Konsortiums umfasst Probleme von der Steuerung einzelner Schritte, Reaktionen auf unvorhergesehende Ereignisse bis zur Planung einer ganzen Handlungssequenz. Die EU stellt für die Forschungen der Osnabrücker Wissenschaftler rund 400.000 Euro bereit.
Die Forschungsergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen sollen dann auf einen mobilen und selbstlernenden Roboter übertragen werden. Dieser soll in der Lage sein, ebenso wie ein Nagetier eine natürliche Umgebung selbstständig zu erkunden und Nahrungsquellen zu finden. »Auch über das Projekt hinaus gibt es zahlreiche Anwendungsbereiche für solche Roboter, zum Beispiel könnten sie als Erkundungsroboter für die Raumfahrt, Rettungs- oder Überwachungsroboter eingesetzt werden«, so Märtin.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Peter König, Universität Osnabrück,
Institut für Kognitionswissenschaft,
Albrechtstraße 28, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2399,
peter.koenig@uni-osnabrueck.de
