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Pressemeldung
Nr. 32 / 2009
22. January 2009 : Das Bild des Priesters in der frühjüdischen Literatur - Universität Osnabrück: Forschungsprojekt am Institut für Evangelische Theologie
Wie hat sich das Bild des jüdischen Priesters in der Zeit nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahre 70 n.Chr. entwickelt? Damit befasst sich ein Forschungsprojekt der evangelischen Theologin Prof. Dr. Beate Ego an der Universität Osnabrück. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert das Projekt mit rund 184.000 Euro.
Wie hat sich das Bild des jüdischen Priesters in der Zeit nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahre 70 n.Chr. entwickelt? Damit befasst sich ein Forschungsprojekt der evangelischen Theologin Prof. Dr. Beate Ego an der Universität Osnabrück. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert das Projekt mit rund 184.000 Euro.
Ziel der Untersuchung ist vor allem eine systematische Bestandsaufnahme priesterlicher Traditionen und Motive in den unterschiedlichen literarischen Werken des Frühjudentums. Grundsätzliche Fragestellungen hierbei sind: Wie haben sich die Traditionen der jüdischen Priester in der tempellosen Zeit verändert? Was bestimmte das Bild vom Priester, seine Abstammung, seine religiöse oder politische Bedeutung? »Die Arbeit soll vor allem der Erforschung des antiken Judentums dienen, stellt dabei aber auch einen wichtigen Beitrag für die allgemeine Religionswissenschaft dar, da an diesem Beispiel exemplarisch die religionsgeschichtlichen Transformationsprozesse untersucht werden können«, so Ego.
Die Arbeit konzentriert sich auf das Bild der jüdischen Priester nach der Zerstörung des Zweiten Tempels, da für diesen Zeitabschnitt bisher kaum Forschungen über das jüdische Priestertum vorliegen. Die Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahre 70 n.Chr., zu dessen Überresten die sogenannte Klagemauer zählt, markiert einen zentralen Punkt in der Geschichte des Judentums, da sie eine Neuorganisation der jüdischen Religion bewirkte.
Prof. Dr. Beate Ego ist seit 1998 Professorin für »Altes Testament und Antikes Judentum« im Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind die Beschäftigung mit religionsgeschichtlichen und theologischen Themen des frühen Judentums.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Beate Ego, Universität Osnabrück,
Institut für Evangelische Theologie,
Neuer Graben/Schloss, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4012,
bego@uni-osnabrueck.de
