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Pressemeldung

Nr. 166 / 2010

01. June 2010 : Den interkulturellen Dialog leben - Theologin der Uni Osnabrück fördert deutsch-lateinamerikanischen Kultur-Austausch

Seit Ende der 60er Jahre existiert ein Dialogprogramm, das den Austausch zwischen deutschen und lateinamerikanischen Universitäten fördert und entwicklungspolitische Perspektiven besonders für das Feld der Wissenschaft aufzeigt. Ein wichtiger Bereich sind dabei neben der Theologie und Philosophie die Erziehungs- und Bildungsmöglichkeiten in Lateinamerika. Das von Prof. Dr. Margit Eckholt, katholische Theologin an der Universität Osnabrück, geleitete Projekt »Lateinamerika« umfasst ein wissenschaftliches Netzwerk in den Fächern Theologie, Philosophie, Pädagogik und den Sozialwissenschaften.

Seit Ende der 60er Jahre existiert ein Dialogprogramm, das den Austausch zwischen deutschen und lateinamerikanischen Universitäten fördert und entwicklungspolitische Perspektiven besonders für das Feld der Wissenschaft aufzeigt. Mittlerweile zählt das Projekt 13 bilaterale Partnerschaften mit Sitzen unter anderem in Mexiko, Chile, Peru oder Argentinien. Ein wichtiger Bereich sind dabei neben der Theologie und Philosophie die Erziehungs- und Bildungsmöglichkeiten in Lateinamerika. Das von Prof. Dr. Margit Eckholt, katholische Theologin an der Universität Osnabrück, geleitete Projekt »Lateinamerika« umfasst ein wissenschaftliches Netzwerk in den Fächern Theologie, Philosophie, Pädagogik und den Sozialwissenschaften.

Prof. Eckholt reist regelmäßig für Vorträge und Kongresse nach Südamerika, vor allem auch, um die dortigen Projekte zu begleiten und die Kontakte mit den Partnern zu pflegen. Der Blick des Projektes ist ganz bewusst nicht nur auf religionsspezifische Aspekte gerichtet. Ziel ist es, die lateinamerikanische Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zu erfassen und Religion als einen wichtigen Teilaspekt dessen zu betrachten. So standen die jüngsten Treffen der deutschen und lateinamerikanischen Wissenschaftler in Lima, Córdoba und Quito (2007 bis 2009) unter dem Leitmotiv »Citizenship und Menschenrechte«. Darüber hinaus beobachtet Eckholt bei ihrer Arbeit die religiösen, kulturellen und sozialen Transformationsprozesse in Lateinamerika, wie den schwindenden Einfluss des Katholizismus, die Entwicklung der Megacities oder das Umweltbewusstsein der Menschen. Das Projekt steht also nicht nur in einem philosophisch-theologischen Zusammenhang, sondern stellt Religion auch immer in einen kulturellen und ethischen Kontext. Alle Projekte geschehen in enger Zusammenarbeit mit vor Ort arbeitenden Wissenschaftlern, die auf Kongressen zusammenkommen, dort neue Ergebnisse präsentieren und ihre Publikationen vorstellen. »Es reicht nicht, den Dialog nur auf theoretischer Ebene zu führen, es gilt auch ihn zu leben«, so Eckholt.

Bereits seit vielen Jahren pflegt Prof. Eckholt intensive Kontakte zu Wissenschaftlern in Lateinamerika. 1986 schloss sie ihr Studium in Katholischer Theologie, Romanistik und Philosophie an der Universität Tübingen ab. 1988 organisierte sie erstmals einen theologischen Kongress in Brasilien. 1993 bis 1994 war sie Gastdozentin an der Facultad de Teología der Pontificia Universidad Santiago de Chile. Im Jahr 2000 gelang der Abschluß ihrer Habilitation an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. 2009 nahm Eckholt ihre Tätigkeit als Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Universität Osnabrück auf.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Margit Eckholt, Universität Osnabrück
Institut für Katholische Theologie
Schloßstraße 4, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4286, Fax: +49 541 969 4376