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Pressemeldung

Nr. 420 / 2009

10. December 2009 : Deutsches Strafrecht und europäisch-internationale Integration - Uni Osnabrück gründet Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS)

Wie wirkt sich die zunehmende europäische Integration auf das deutsche Strafrecht aus? Und wie kann das Strafrecht auf die Herausforderungen durch transnationale Kriminalität reagieren? Ist nationales Strafrecht noch leistungsfähig genug? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich künftig das Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) an der Universität Osnabrück, das mit einer Feierstunde nun eröffnet wurde.

Wie wirkt sich die zunehmende europäische Integration auf das deutsche Strafrecht aus? Und wie kann das Strafrecht auf die Herausforderungen durch transnationale Kriminalität reagieren? Ist nationales Strafrecht noch leistungsfähig genug? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst sich künftig das Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) an der Universität Osnabrück, das mit einer Feierstunde nun eröffnet wurde.

»Unser Ziel ist es, ein engmaschiges und globales Wissenschaftsnetzwerk zu knüpfen, das sich auch als Ansprechpartner für Wissenschaftler und Praktiker aus dem In- und Ausland versteht. Vom ZEIS sollen Forschungsvorhaben, Vorträge und Symposien ausgehen, wobei die Beteiligung der Praxis von unerlässlicher Bedeutung sein wird«, so der Direktor der neuen Einrichtung, der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Arndt Sinn. Vorgesehen sind unter anderem Forschungsvorhaben zu Themen wie der sogenannten Vorverlagerung der Strafbarkeit in Deutschland und Ungarn. Damit gemeint ist die in vielen Ländern zu beobachtende Ausweitung der Strafbarkeit auf das Vorfeld der Tatbegehung. Ein weiteres Projekt befasst sich mit Kriminalität und Strafrecht im Zeitalter der Globalisierung. In einem internationalen Forum werden Grundlagenfragen zu den Strafrechtssystemen erörtert und konkrete Kriminalitätsfelder wie Organisierte Kriminalität und Terrorismus diskutiert.

Darüber hinaus geht es den Wissenschaftlern besonders um die Ausbildung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. Sinn: »Dabei wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem ermöglichen, sich zeitig in internationale Forschungsvorhaben einzubringen und Erfahrungen zu sammeln.« Bereits jetzt bestehen erste Kooperationen mit Institutionen aus dem In- und Ausland. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Terrorismus und organisierte Kriminalität der Universität Bejing in China. Der Vorteil gerade dieser Kooperation liegt nach Meinung Sinns in erster Linie darin, China auf dem Weg zu einem neuen Strafrecht zu begleiten und bei der Etablierung von Menschenrechtsstandards zu unterstützen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Arndt Sinn, Universität Osnabrück,
Fachbereich Rechtswissenschaften,
Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS),
Heger-Tor-Wall 14, 49074 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 6135,
sinn@uni-osnabrueck.de