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Pressemeldung

Nr. 34 / 2009

22. January 2009 : Die kleinsten Fußbälle der Welt - Universität Osnabrück: Fachbereich Physik lädt zu Vortrag ein

»Fullerene« oder »bucky balls« nennt man Moleküle, welche aus 60 Kohlenstoffatomen aufgebaut sind, die so angeordnet sind wie die Eckpunkte eines Fußballs, nur dass ein solches Molekül 200 Millionen mal kleiner ist als ein Fußball. Fullerene hat man 1985 entdeckt, und im Jahr 1996 wurden die Forscher Robert Curl, Sir Harold Kroto und Richard Smalley hierfür mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. In einem Vortrag beschreibt der Physiker Prof. Dr. Michael Reichling von der Universität Osnabrück die Entdeckung, Herstellung, Eigenschaften und Anwendungen von Fullerenen und verwandter Kohlenstoffmoleküle, die heute wichtige Materialien für die Nanotechnologie sind.

»Fullerene« oder »bucky balls« nennt man Moleküle, welche aus 60 Kohlenstoffatomen aufgebaut sind, die so angeordnet sind wie die Eckpunkte eines Fußballs, nur dass ein solches Molekül 200 Millionen mal kleiner ist als ein Fußball. Fullerene hat man 1985 entdeckt, und im Jahr 1996 wurden die Forscher Robert Curl, Sir Harold Kroto und Richard Smalley hierfür mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. In einem Vortrag beschreibt der Physiker Prof. Dr. Michael Reichling von der Universität Osnabrück die Entdeckung, Herstellung, Eigenschaften und Anwendungen von Fullerenen und verwandter Kohlenstoffmoleküle, die heute wichtige Materialien für die Nanotechnologie sind. Der Vortrag in der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise« findet am Donnerstag, 29. Januar, um 20 Uhr im Fachbereich Physik, Barbarastraße 7, Raum 32/102 (großer Hörsaal), statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

»Der Ball ist rund« lautet einer der gängigen Sprüche aus der Fußballwelt, und für den Zuschauer eines Fußballspiels sieht das auch durchaus so aus. Betrachtet man allerdings einen klassischen Lederfußball aus der Nähe, stellt man fest, dass dieser keineswegs rund ist, sondern zahlreiche Ecken und Kanten besitzt, da seine Oberfläche aus 20 Sechsecken und 12 Fünfecken zusammengesetzt ist. Diese Konstruktion ermöglicht es, aus nicht gekrümmten Materialstücken eine annährend kugelförmige und damit sehr stabile, geschlossene Hülle aufzubauen. Dieses Prinzip wird auch in der Architektur beim Bau geodätischer Kuppeln angewandt, deren Pionier der amerikanische Architekt Richard Buckminster Fuller (1895-1983 war. Ihm zu Ehren nennt man diese besonderen Moleküle »Fullerene«.

Seit 2004 ist Reichling Professor für Experimentalphysik an der Universität Osnabrück. 2005 war er Gastprofessor am iNANO-Institut der Universität Aarhus (Dänemark). Derzeit ist er als Dekan am Fachbereich Physik der Universität Osnabrück tätig.

Weitere Informationen

Apl. Prof. Dr. Heinz-Jürgen Schmidt, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik,
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2693, Fax +49 541 969 2670,
hschmidt@uni-osnabrueck.de