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Pressemeldung

Nr. 260 / 2010

08. September 2010 : Die Rolle der Frauen in den Moscheegemeinden - 3. Fachkonferenz »Religiöse Bildung und Integration« an der Uni Osnabrück

Die Stellung der Frau im Islam wird kontrovers diskutiert, auch in den islamischen Ländern. »Die Rolle der Frauen in den Moscheegemeinden« ist daher das Thema der dritten Fachkonferenz »Religiöse Bildung und Integration«, die das Zentrum für Interkulturelle Islamstudien der Universität Osnabrück in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der kommenden Woche in Osnabrück veranstaltet. Die zweitägige Konferenz beginnt am Montag, 13. September um 13 Uhr in Anwesenheit der Integrationsbeauftragten des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi. Gäste sind nach Voranmeldung (E-Mail: info-ipr.uni-osnabrueck.de) willkommen.

Die Stellung der Frau im Islam wird kontrovers diskutiert, auch in den islamischen Ländern. »Die Rolle der Frauen in den Moscheegemeinden« ist daher das Thema der dritten Fachkonferenz »Religiöse Bildung und Integration«, die das Zentrum für Interkulturelle Islamstudien der Universität Osnabrück in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der kommenden Woche in Osnabrück veranstaltet. Die zweitägige Konferenz beginnt am Montag, 13. September um 13 Uhr in Anwesenheit der Integrationsbeauftragten des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi. Gäste sind nach Voranmeldung (E-Mail: info-ipr.uni-osnabrueck.de) willkommen.

Was kann aus einer Gesellschaft werden, deren weibliche Hälfte von derselben und vom Wissen ferngehalten wird, kritisierte bereits der Philosoph Gamal al Din al Afgani im 19. Jahrhundert. Er sah dies als eine der Ursachen für die Stagnation der Muslime in allen Bereichen des Lebens. »Diese Entwicklung wird sich nur ändern, wenn die Mehrheitsgesellschaft junge muslimische Frauen nicht von Bildung und Beruf ausschließt und am Ende überkommenen patriarchalen Strukturen und deren Vertretern in die Hände arbeitet«, erläutert Tagungsleiter Prof. Dr. Bülent Ucar.

In den rund 2500 deutschen Moscheegemeinden sind diese Änderungen bereits zu spüren. »Deutschland verändert sich und so auch die muslimische Jugend. Wir müssen die Ängste und Nöte insbesondere der jungen Frauen ernst nehmen und verstehen und ergründen, warum sie oftmals mehr Konflikte austragen müssen als die gleichaltrigen Männer«, so die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Honey Deihimi. »Es ist beachtlich welchen Beitrag Frauen zur Integration in den Moscheen erbringen. Dieser Beitrag ist zu honorieren und würdigen.«

Die Osnabrücker Konferenz wird sich nicht nur mit der dogmatisch-rechtlichen Seite beschäftigen, sondern auch über die praktische Mitwirkung und Mitgestaltung der muslimischen Frauen im Gemeindeleben sprechen. »Es gibt eine Entwicklung, dass junge, gebildete und selbstbewusste muslimische Frauen auch Führungsaufgaben in den Moscheegemeinden übernehmen«, so Prof. Ucar. An der Universität Osnabrück startet deshalb zum Wintersemester 2010 das erste universitäre zweisemestrige Weiterbildungsprogramm für Imame und Seelsorgerinnen sowie religionspädagogisches Betreuungspersonal in Moscheegemeinden.

Osnabrück entwickelt sich zu einem wichtigen Zentrum der Islam-Studien. »Unser Ziel ist es, eine nach europäischen Maßstäben konzipierte Islamische Theologie an der Universität Osnabrück zu etablieren, die sich den Menschenrechten und der Demokratie verpflichtet fühlt«, sagt Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin der Universität Osnabrück. Für die Ansiedlung eines vom Wissenschaftsrat geforderten »Instituts für Islamische Theologie« hat die Hochschule bereits erhebliche Vorarbeiten geleistet.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung beteiligt sich verstärkt mit unterschiedlichsten Projekten, Veranstaltungen und Publikationen am Integrationsprozess und beleuchtet dabei verschiedene Aspekte der Integration. Dazu zählen ein neues Förderprogramm, das sich gezielt an Abiturienten, Studierende und Promotionsanwärter mit Migrationshintergrund richtet, aber auch Imamschulungen in der Türkei.

Weitere Informationen

Dr. Utz Lederbogen,
Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben / Schloss, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370; Fax +49 541 969 4570,
utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
www.islamische-religionspaedagogik.uni-osnabrueck.de/files/Tagung_-_Frauen_Programm_final.pdf