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Pressemeldung
Nr. 184 / 2012
09. July 2012 : Ein passionierter Wissenschaftler und geschätzter Kollege - Die Universität Osnabrück trauert um Hochschuldozent (a. D.) Dr. Klaus Gilgenmann
Nach kurzer Krankheit verstarb am 29. Juni 2012 völlig unerwartet Hochschuldozent (a.D.) Dr. Klaus Gilgenmann. Von 1975 bis 2008 war er als Akademischer Rat am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück in den Gebieten Allgemeine Soziologie, Bildungssoziologie und Organisationssoziologie in Lehre und Forschung tätig. Als langjähriger Studiendekan für das Fachgebiet Soziologie prägte er die Neustrukturierung des Studiums im Übergang zu den Bachelor- und Masterstudiengängen am Fachbereich in federführender Rolle mit.
Nach kurzer Krankheit verstarb am 29. Juni 2012 völlig unerwartet Hochschuldozent (a.D.) Dr. Klaus Gilgenmann. Von 1975 bis 2008 war er als Akademischer Rat am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück in den Gebieten Allgemeine Soziologie, Bildungssoziologie und Organisationssoziologie in Lehre und Forschung tätig. Als langjähriger Studiendekan für das Fachgebiet Soziologie prägte er die Neustrukturierung des Studiums im Übergang zu den Bachelor- und Masterstudiengängen am Fachbereich in federführender Rolle mit.
Klaus Gilgenmann, geboren 1943, studierte von 1963 bis 1970 Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Danach arbeitete er bis 1975 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie des dortigen Fachbereichs Philosophie und Sozialwissenschaften. 1975 promovierte er zum Dr. rer. pol. und wechselte als Akademischer Rat an den Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, zu dessen Hochschullehrern er korporationsrechtlich seit 1984 zählte.
Neben Themen aus dem Bereich der Bildungssoziologie, die er in den Kontext der funktionalistischen Theorie sozialer Systeme stellte, galt sein primäres Forschungsinteresse der Ausarbeitung eines evolutionstheoretischen Modells sozialen Wandels, das mikro- und makrotheoretische Ansätze der sozialwissenschaftlichen Theorietradition verknüpfen sollte. Seit seiner Pensionierung widmete er sich dieser Aufgabe mit gesteigerter Intensität. Zahlreiche Publikationen sowie eine Serie von neueren und über seine Homepage zugänglichen Manuskripten, die als Etappen auf dem Weg zu einem größeren Werk gedacht waren, dokumentieren das Engagement, mit dem er dieses Ziel verfolgte. Seine Krankheit erlebte er vor allem als Schwächung seiner Arbeitskraft, von der er hoffte, sie bald zu überwinden. Bis zuletzt war er am Fachbereich aktiv. Noch vor wenigen Wochen moderierte er das von ihm 2008 ins Leben gerufene und seitdem geleitete Sozialwissenschaftliche Kolloquium des Fachbereichs Sozialwissenschaften, das zum Ort des kontinuierlichen fachlichen Austauschs zwischen den Lehrenden und Forschenden des Fachbereichs geworden ist.
Universität und Fachbereich verlieren mit Klaus Gilgenmann einen passionierten Wissenschaftler und geschätzten Kollegen, der durch sein Engagement nicht nur die fachliche Diskussion belebte, sondern auch zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts wesentlich beitrug.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Wolfgang Ludwig Schneider, Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4634
wolfgang.ludwig.schneider@uni-osnabrueck.de
