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Pressemeldung
Nr. 264 / 2010
10. September 2010 : Erforschung der Kirchenburg in Ankum geht weiter - Universität und Kreisarchäologie Osnabrück erhalten rund 200.000 Euro aus Landesmitteln
Die Erforschung der Geschichte der Kirchenburg in Ankum geht weiter. Möglich wird dies durch eine Landesförderung in Höhe von rund 200.000 Euro für die Fortsetzung der interdisziplinären Zusammenarbeit von Kreisarchäologie Osnabrück und dem Fachgebiet Geschichte des Mittelalters der Universität Osnabrück. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Johanna Wanka war höchstpersönlich in die Gemeinde im nördlichen Osnabrücker Land gekommen, um den entsprechenden Bewilligungsbescheid zu überreichen.
Die Erforschung der Geschichte der Kirchenburg in Ankum geht weiter. Möglich wird dies durch eine Landesförderung in Höhe von rund 200.000 Euro für die Fortsetzung der interdisziplinären Zusammenarbeit von Kreisarchäologie Osnabrück und dem Fachgebiet Geschichte des Mittelalters der Universität Osnabrück. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Dr. Johanna Wanka war höchstpersönlich in die Gemeinde im nördlichen Osnabrücker Land gekommen, um den entsprechenden Bewilligungsbescheid zu überreichen.
Bevor sie dies aber tat, blickte der Pfarrer der örtlichen katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus, zugleich Eigentümerin der Kirchenburg, in die Geschichte. Zusammen mit oder kurz nach der Gründung des Bistums und dem Bau der Kathedralkirche in Osnabrück Ende des achten Jahrhunderts sei auf dem umfriedeten Gelände eine erste Taufkirche entstanden, so Pfarrer Bernd Heuermann. »In ganz Europa blicken Forscher auf diese Zeit des achten bis elften nachchristlichen Jahrhunderts.« In der Region jedoch bestehe in dieser Hinsicht ein Informationsdefizit. Dies gelte es »abzutragen«, denn Ziel sei es, die Ergebnisse der interdisziplinären Zusammenarbeit nicht nur für wissenschaftliche Zwecke, sondern auch für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten. Vorstellen konnte sich der Pfarrer dabei langfristig eine Dokumentation im geplanten Erweiterungsbau des Pfarrzentrums, kurzfristig aber auch einen Informationscontainer auf der Kirchenburg.
Diesem Anliegen konnte Grabungsleiter Dr. Daniel Hockmann nur zustimmen: »Wir haben noch nie so viel Interesse aus der Bevölkerung für archäologische Forschung erlebt, wie in Ankum!« Das Informationsbedürfnis sei groß, ebenso die Bereitschaft, als Grabungshelfer ehrenamtlich mitzuwirken.
Als einen »Zentralort des Hochstiftes Osnabrück« wertete Prof. Dr. Thomas Vogtherr vom Fachgebiet Geschichte des Mittelalters an der Universität Osnabrück Ankums Rolle im Mittelalter. Zusammen mit dem Leiter der Kreisarchäologie Osnabrück, Bodo Zehm, freute sich der Historiker über die Zuwendung aus dem Programm »ProNiedersachen«. Und Freude gab es auch beim Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen (CDU). Schließlich ergründen die Grabungen nicht nur die Bedeutung seines Heimatortes Ankum, sondern dienen darüber hinaus auch der Erforschung der regionalen Herrschaftsstrukturen.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Thomas Vogtherr, Universität Osnabrück,
Fachbereich Kultur- und Geowissenschaften,
Geschichte des Mittelalters,
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück,
Tel.: + 49 541 969 4396
thomas.vogtherr@uni-osnabrueck.de
