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Pressemeldung
Nr. 173 / 2010
03. June 2010 : Erneute Hörsaal-Besetzung an der Uni Osnabrück beendet - Hochschulleitung wird das Gespräch mit den Studierenden fortsetzen
Am Mittwochabend (2.6.) wurde erneut der Hörsaal 01/E01 in der Kolpingstraße von rund 30 Studierenden der Universität Osnabrück besetzt. Die Hochschulleitung machte unmissverständlich deutlich, dass sie keine weiteren Raumbesetzungen dulde und ließ den Hörsaal in der Osnabrücker Innenstadt mit polizeilicher Unterstützung räumen. »Wir mussten schnell handeln, da der Hörsaal für den Lehrbetrieb dringend gebraucht wird«, so Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger.
Am Mittwochabend (2.6.) wurde erneut der Hörsaal 01/E01 in der Kolpingstraße von rund 30 Studierenden der Universität Osnabrück besetzt. Die Hochschulleitung machte unmissverständlich deutlich, dass sie keine weiteren Raumbesetzungen dulde und ließ den Hörsaal in der Osnabrücker Innenstadt mit polizeilicher Unterstützung räumen. »Wir mussten schnell handeln, da der Hörsaal für den Lehrbetrieb dringend gebraucht wird«, so Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger.
Die erneute Besetzung begründeten die Studierenden unter anderem mit dem Hinweis, dass ihnen keine frei zugänglichen Räumlichkeiten für ihre gemeinsamen Aktivitäten zur Verfügung ständen. »Wir sind sehr bestrebt, die Arbeitsbedingungen der Studierenden so studierfreundlich wie möglich zu gestalten«, so Rollinger. Zusätzliche Arbeits- und Kommunikationsflächen werden in den Foyers und Eingangsbereichen der großen Gebäude geschaffen. Die Mensa am Schlossgarten wurde bereits mit Geldern der Universität entsprechend umgebaut. Das Erweiterungsgebäude in der Seminarstraße soll noch in diesem Jahr folgen. Das gesamte Programm ist über einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt. Präsident Rollinger: »In der Innenstadt sind wir so beengt, dass wir Hörsäle und Seminarräume, die frei zugänglich sind, nicht zur Verfügung stellen können.«
Inzwischen hat es an der Universität Osnabrück umfangreiche Aktivitäten zur Verbesserung der »Qualität in der Lehre« gegeben, die die Empfehlungen des Wissenschaftsrates aufgreifen. Sechs Arbeitsgruppen befassen sich unter Mitwirkung von Studierenden mit verschiedenen Aspekten, wie zum Beispiel der Beratung und Unterstützung von Lehrenden und Studierenden, der Qualitätssicherung sowie der Qualifizierung des Lehrpersonals.
»Die Studierenden haben uns ihre Interessen deutlich artikuliert und uns auf Missstände aufmerksam gemacht«, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. »Wir haben immer wieder signalisiert, dass wir ihren Protest ernst nehmen. Wo es ging, haben wir sofort reagiert.« So wird bei allen Prüfungsordnungen, die zur Genehmigung anstehen, untersucht, ob die Anzahl der Prüfungen wirklich nötig ist, Mobilitätsfenster für einen Auslandsaufenthalt enthalten sind und eine größtmögliche Flexibilität im Studium gewährleistet wird.
Andere Bereiche, wie die Verlängerung des Masterstudiums beim Lehramt für Grund-, Haupt- und Realschulen, müssen mit dem Land verhandelt werden. Auch gilt es, Missverständnisse aufzuklären. »Die Regelung, Anwesenheitslisten zu führen, brauchen wir nicht zurückzunehmen. Diesen Beschluss hat es bei uns an der Universität Osnabrück nie gegeben«, so die Vizepräsidentin im Gespräch mit den Studierenden. »Unser gemeinsames Ziel muss es sein, an unserer Universität eine Entwicklung in Gang zu setzen, an deren Ende eine neue Lernkultur steht.«
Weitere Informationen
Dr. Utz Lederbogen,
Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben / Schloss, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370; Fax +49 541 969 4570
utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
