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Pressemeldung

Nr. 402 / 2009

07. December 2009 : Europaweite Ausstrahlungskraft - Uni Osnabrück: Fachgebiet Dermatologie übernimmt Federführung für europäische Aufklärungskampagne

Mit dem Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie und dem An-Institut für Interdisziplinäre und Dermatologische Prävention und Rehabilitation »iderm« existiert an der Universität Osnabrück die europaweit größte Institution zur Erforschung berufsbedingter Hauterkrankungen. Nun erhöht sich die Ausstrahlungskraft durch die 2010 anlaufende Kampagne »healthy skin @ work«, der European Academy of Dermatology an Venereology (EADV). Im EU-Parlament in Brüssel kamen soeben die führenden europäischen Experten zum Start der Kampagne mit EU-Politikern zusammen.

Mit dem Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie und dem An-Institut für Interdisziplinäre und Dermatologische Prävention und Rehabilitation »iderm« existiert an der Universität Osnabrück die europaweit größte Institution zur Erforschung berufsbedingter Hauterkrankungen. Nun erhöht sich die Ausstrahlungskraft durch die 2010 anlaufende Kampagne »healthy skin @ work«, der European Academy of Dermatology an Venereology (EADV). Im EU-Parlament in Brüssel kamen soeben die führenden europäischen Experten zum Start der Kampagne mit EU-Politikern zusammen. »Dabei wird deutlich, dass sich die hier in Osnabrück entwickelten Präventionsmaßnahmen großer Beachtung erfreuen«, so apl. Prof. Dr. Swen Malte John vom Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Osnabrück und Leiter des iDerm.

»Unser Ziel war es, wissenschaftlich gesicherte Errungenschaften der Prävention für jeden EU-Bürger verfügbar zu machen. Damit sind wir nun durch die Federführung der internationalen Kampagne ein großes Stück weiter gekommen«, so John. Unter dem Slogan »Your skin. The most important 2m² of your life« soll stärker als bislang die Öffentlichkeit über die Gefahren, aber auch Präventionsmaßnahmen von berufsbedingten Hauterkrankungen und Allergien aufgeklärt werden. Mit dem EU-Report 25 hat die Europäische Kommission im letzten Jahr auf das drängende Problem berufsbedingter Hauterkrankungen in allen Staaten der Europäischen Union aufmerksam gemacht. Zunehmend wird jetzt auch im europäischen Bereich die Nachfrage nach maßgeschneiderten interdisziplinären Angeboten für Menschen mit berufsbedingten Hauterkrankungen deutlich. John: »Von Prävention profitieren alle: Die Betroffenen, aber auch Arbeitgeber, Sozialversicherungssysteme, Steuerzahler!«

Hartnäckige Hauterkrankungen führen in allen europäischen Ländern zu erheblichen volkswirtschaftlichen Belastungen und zu Produktivitätsrückgang. Die Kosten werden auf etwa fünf Milliarden Euro im Jahr in der Europäischen Union geschätzt. »Gerade in Klein- und Mittelbetrieben sind Standards des Arbeitsschutzes häufig geringer; sie sind auch umso schlechter in der Lage, Kosten durch hohen Krankenstand zu kompensieren. Dies gilt besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Entsprechend wollen die bei der kick-off Veranstaltung anwesenden Abgeordneten jetzt eine Resolution in das EU-Parlament einbringen, um eine Verbesserung der Vorbeugung und Aufklärung bei berufsbedingten Hauterkrankungen zu erreichen«, erklärt John. »Für unsere Osnabrücker Dermatologie ist dies ein großer Schritt nach vorn. Nicht zuletzt bedeutet dies auch eine Bestätigung unserer Arbeit.«

In Osnabrück werden seit über zehn Jahren Modelle auf allen Ebenen der berufsdermatologischen Prävention interdisziplinär entwickelt, die in verschiedenen Risikoberufen bereits zu einer erheblichen Senkung der Erkrankungshäufigkeit geführt haben. Diese Konzepte sind mittlerweile bundesweit umgesetzt. Das 2008 gegründete »iDerm« verankert die erfolgreiche klinische Präventionsforschung langfristig an der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen

Apl. Prof. Dr. Swen Malte John, Universität Osnabrück,
Sedanstraße 115, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 405 1810, Fax +49 541 969 2445,
johnderm@uni-osnabrueck.de