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Pressemeldung

Nr. 95 / 2009

17. March 2009 : Forschung 65 plus - Universität Osnabrück erhält zwei begehrte »Niedersachsenprofessuren« - Renommierte Wissenschaftler können ihre Lehr- und Forschungstätigkeit über die Altersgrenze hinaus fortsetzen

Exzellente Forschung kennt keine Altersgrenzen. Wissenschaftliche Leistungsfähigkeit endet nicht zu festgesetzten Stichtagen. Vor diesem Hintergrund hat das Land Niedersachsen zusammen mit der VolkswagenStiftung erstmals die »Niedersachsenprofessur – Forschung 65 plus« ausgeschrieben. Sie soll herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus in Forschung und Lehre tätig zu sein. Wie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur heute (17. März) bekannt gab, erhalten zwei Forscher der Universität Osnabrück, der Mikrobiologe Prof. Dr. Karlheinz Altendorf und der Biophysiker Prof. Dr. Wolfgang Junge die begehrte Förderung. Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger: »Wir betrachten es als große Auszeichnung, dass gleich zwei unserer international renommierten Wissenschaftler die Niedersachsenprofessur erhalten und damit der Universität Osnabrück in Forschung, Lehre und der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für weitere fünf Jahre erhalten bleiben.«

Exzellente Forschung kennt keine Altersgrenzen. Wissenschaftliche Leistungsfähigkeit endet nicht zu festgesetzten Stichtagen. Vor diesem Hintergrund hat das Land Niedersachsen zusammen mit der VolkswagenStiftung erstmals die »Niedersachsenprofessur – Forschung 65 plus« ausgeschrieben. Sie soll herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus in Forschung und Lehre tätig zu sein. Wie das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur heute (17. März) bekannt gab, erhalten zwei Forscher der Universität Osnabrück, der Mikrobiologe Prof. Dr. Karlheinz Altendorf und der Biophysiker Prof. Dr. Wolfgang Junge die begehrte Förderung. Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger: »Wir betrachten es als große Auszeichnung, dass gleich zwei unserer international renommierten Wissenschaftler die Niedersachsenprofessur erhalten und damit der Universität Osnabrück in Forschung, Lehre und der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für weitere fünf Jahre erhalten bleiben.«

Die Universität Osnabrück konnte von den sieben landesweit vergebenen Niedersachsenprofessuren zwei einwerben und erzielte nach der Universität Göttingen (drei Professuren) das zweitbeste Ergebnis. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die TU Clausthal erhalten je eine Niedersachsenprofessur. Das Programm wird mit rund 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des »Niedersächsischen Vorab« finanziert.

»Prof. Altendorf und Prof. Junge sind im In- und Ausland außerordentlich geschätzte und renommierte Wissenschaftler mit langjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit und hervorragenden Publikationen. Sie etablierten und prägten den ersten Osnabrücker Sonderforschungsbereich über Membranproteine und spielten auch im derzeitigen Sonderforschungsbereich bis zu ihrem Ausscheiden eine tragende Rolle. Damit trugen sie entscheidend dazu bei, dass die Biologie heute zu den stärksten Fachbereichen der Universität Osnabrück gehört«, so der Dekan des Fachbereiches Biologie/Chemie, Prof. Dr. Christian Ungermann in einer ersten Stellungnahme.

In der Forschungsevaluation der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen wurde die Osnabrücker Biologie ausdrücklich als »Highlight« gewürdigt. Sie belegt einen Spitzenplatz unter den niedersächsischen Universitäten und erzielt auch im bundesweiten Vergleich sehr gute Werte. Der Ausbau und die Stärkung des membranbiologischen Schwerpunkts sind strategische Kernziele der Universität Osnabrück.

Prof. Junge erhielt bei der Forschungsevaluation des Faches Biologie in Niedersachsen als einziger Wissenschaftler die Höchstbewertung. Besonders hervorzuheben ist sein Beitrag zur Aufklärung des enzymatischen Mechanismus der Adenosintriphoshatsynthese, eine Arbeit, die in der Festschrift für den Chemie-Nobelpreis 1997 Erwähnung fand. Der Biophysiker bekam zahlreiche Ehrungen, unter anderem den Röntgenpreis, die Peter-Mitchell-Medal, den Niedersachsenpreis und das Bundesverdienstkreuz. Er war Sprecher des ersten Osnabrücker Sonderforschungsbereichs, der von 1984 bis 1998 gefördert wurde.

Prof. Altendorf, dessen Forschung zu bakteriellen Transportprozessen und Signaltransduktion zur internationalen Spitze zählt, erhielt ebenfalls mehrere Preise, darunter den Max-Planck-Forschungspreis und die Auszeichnung »Welcome Visiting Professorship in the Basic Medical Sciences« der Canadian Federation of Biological Societies. Von 1999 bis 2004 war er Sprecher des zweiten durch die Biologie getragenen Sonderforschungsbereichs, der eine Laufzeit bis Ende 2010 hat.

Dem Wissenschaftler wird eine nebenberufliche Professur übertragen, die die Fortsetzung oder auch den Neustart von Forschungsarbeiten ermöglicht. Niedersachsenprofessuren werden bis zu fünf Jahren vergeben, eine Verlängerung ist möglich. Prof. Junge, dessen Dienstzeit regulär 2007 endete, will vor allem die Forschungskooperationen mit ausländischen Wissenschaftlern vertiefen, Seminare und Spezialvorlesungen anbieten. Sein Kollege Prof. Altendorf, dessen Dienstzeit am 30. September 2009 endet, wird seine Forschungsarbeiten, die sich mit der Reizaufnahme und Signalweiterleitung bei Bakterien beschäftigen, weiterführen, zum Lehrangebot des Fachbereichs Biologie/Chemie beitragen und als Mentor für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tätig sein.

Weitere Informationen

Dekan Prof. Dr. Christian Ungermann, Universität Osnabrück,
Fachbereich Biologie/Chemie,
Barbarastraße 11, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2834, Fax: +49 541 969 2433,
dekan@biologie.uni-osnabrueck.de