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Pressemeldung

Nr. 206 / 2012

07. August 2012 : Forschungsbezogene Lehrerausbildung - Universität Osnabrück erhält 213.000 Euro Landesmittel – Praxis- und Forschungsbezug im Studium ausbauen

Rund eine Million Euro setzt das Land jetzt an Hochschulen in Niedersachsen für eine verbesserte Lehrerbildung ein, die Universität Osnabrück erhält mit 213.000 Euro den größten Anteil. Ziel des Landes wie der Universität ist es, die Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften zu stärken sowie den Praxis- und Forschungsbezug in den lehrerbildenden Studiengängen auszubauen. »Wollen wir die Bildungsangebote verbessern, kommt der Unterrichtsqualität eine entscheidende Rolle zu«, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke.

Rund eine Million Euro setzt das Land jetzt an Hochschulen in Niedersachsen für eine verbesserte Lehrerbildung ein, die Universität Osnabrück erhält mit 213.000 Euro den größten Anteil. Ziel des Landes wie der Universität ist es, die Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften zu stärken sowie den Praxis- und Forschungsbezug in den lehrerbildenden Studiengängen auszubauen. »Wollen wir die Bildungsangebote verbessern, kommt der Unterrichtsqualität eine entscheidende Rolle zu«, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke.

Studierende erhalten in größerem Maße die Möglichkeit, Fragestellungen der Schulpraxis wissenschaftlich nach Modellen des »Forschenden Lernens« zu bearbeiten. Zudem wird der Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern und Lehrenden im Vorbereitungsdienst verbessert. »Lehramtstudierende werden entdecken, dass die Auseinandersetzung mit Fragen der Schulpraxis unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden einen Vorteil gegenüber einem unreflektierten Anwenden von Anweisungen und Routinen darstellt. Wir sehen darin einen wertvollen Schlüssel für die Bewältigung der Anforderungen in der späteren Lehrertätigkeit«, so Prof. Dr. Ingrid Kunze, Vorstandsvorsitzende des Zentrums für Lehrerbildung.

Die Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen hat die Forschung der Universität Osnabrück in einigen Fachdidaktiken als »exzellent« bewertet. Sie regt an, die Forschung auch auf weitere Arbeitsgruppen auszudehnen. Innerhalb der vergangenen Jahre gelang es zudem, mehrere forschungsaktive Fachdidaktiker an die Universität zu berufen. Durch die Aufnahme des Kompetenzzentrums Unterrichtsqualität in die Zielvereinbarungen der Universität mit dem Land wurde diese Schwerpunktsetzung auch nach außen hin sichtbar.

Gerade bei der Untersuchung von Fragestellungen aus der Schulpraxis – sei es die Analyse von kognitiven Prozessen im Unterricht oder speziellen Förder-Lernumgebungen – sollen studentische Hilfskräfte und Studierende noch stärker direkt in die Forschung einbezogen werden. »Das schafft ein wunderbares Fundament für Netzwerke forschungsorientierter Lehrkräfte an Schulen«, erläutert Andrea Dittert, Projektkoordinatorin am Zentrum für Lehrerbildung der Universität Osnabrück.

Insgesamt elf Projekte »Forschenden Lernens« und fünf interdisziplinäre Forschungsprojekte werden durch die eingeworbenen Mittel gefördert. Das Spektrum reicht von der computerbasierten Simulation fallbezogener Unterrichtsarbeit bis zur Untersuchung altersgemischter Lerngruppen.

Vizepräsidentin Blasberg-Kuhnke: »Es wird jetzt eine Lehrergeneration heranwachsen, die prinzipiell offener gegenüber fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen, aber auch fachwissenschaftlichen Forschungsergebnissen zur Bewältigung ihrer Berufspraxis ist. Das ist ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.«

Weitere Informationen

Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Universität Osnabrück,
Vizepräsidentin für Studium und Lehre,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4855,
vp.sl@Uni-Osnabrueck.de