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Pressemeldung

Nr. 305 / 2008

06. November 2008 : Hohe Bedeutung für neue Fernerkundungssysteme - Uni Osnabrück: Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Projekt in der Geoinformatik

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt dem Institut für Geoinformatik und Fernerkundung (IGF) der Universität Osnabrück in Kooperation mit der HafenCityUniversität (HCU) Hamburg ein Projekt für die Entwicklung neuartiger Bewertungsmethoden in der Fernerkundung. Im Mittelpunkt steht dabei die Beurteilung der Qualität hoch auflösender Satelliten- oder Luftbilddaten. Geleitet wird das zweijährige Projekt »CLAIM« (CLassification Assessment using an Integrated Method) von Prof. Dr.-Ing. Manfred Ehlers (IGF) und Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe (HCU).

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt dem Institut für Geoinformatik und Fernerkundung (IGF) der Universität Osnabrück in Kooperation mit der HafenCityUniversität (HCU) Hamburg ein Projekt für die Entwicklung neuartiger Bewertungsmethoden in der Fernerkundung. Im Mittelpunkt steht dabei die Beurteilung der Qualität hoch auflösender Satelliten- oder Luftbilddaten. Geleitet wird das zweijährige Projekt »CLAIM« (CLassification Assessment using an Integrated Method) von Prof. Dr.-Ing. Manfred Ehlers (IGF) und Prof. Dr.-Ing. Jochen Schiewe (HCU).

»Die rasante technologische Entwicklung in der Fernerkundung macht den Einsatz neuer Methoden in der Qualitätsbewertung notwendig«, stellt der Osnabrücker Wissenschaftler Prof. Ehlers fest. Neue höchstauflösender Satelliten- und Flugzeugsensoren liefern Bilder von extremer Detailschärfe. Vom Weltraum aus sind derzeit Bilddaten mit einer Auflösung von 40 Zentimeter möglich, eine digitale Flugzeugkamera bringt es sogar auf fünf Zentimeter. »Diese neuartigen Sensoren werden jetzt verstärkt zur detaillierten Messung von Umweltveränderungen, wie die Beurteilung des Zustandes von Schutzgebieten oder zur Verbesserung des Katastrophenschutzes eingesetzt«, ergänzt der Projekt-Mitarbeiter Daniel Tomowski. Mit der gewachsenen Bedeutung dieser Informationen für Planungs- und Entscheidungsprozesse steigt aber gleichzeitig auch die Notwendigkeit, verbindliche und fundierte Aussagen zur Datenqualität herzuleiten. »Die herkömmlichen Methoden können dies nicht mehr zufriedenstellend leisten, da unsere Kalibrierungsdaten am Boden von ähnlicher Qualität sind wie die Fernerkundungsdaten«, so Ehlers.

Hier setzt das Projekt an, welches die Entwicklung einer integrierten Methode zur Bewertung von Fernerkundungsergebnissen zum Ziel hat. Innovative Methoden wie Fuzzy Logic und objektbasierte Verfahren sollen eingesetzt werden, um Klassifikationsresultate zu bewerten, die aus aktuellen Luftbild- und Satellitenbilddaten abgeleitet werden. In diesem Kontext entwickeln die Wissenschaftler entsprechende Detailkonzepte, die prototypisch implementiert und mit unterschiedlichen Daten getestet werden. Schließlich soll eine Übertragung der Bewertungsaufgabe Qualitätsparameter liefern, um Veränderungsanalysen exakt bewerten zu können. »DFG-Projekte sind wissenschaftlich hoch angesehen, da sie erst nach sorgfältiger Bewertung des Projektantrages durch Fachkollegen bewilligt werden«, so Prof. Ehlers. »Wir sind daher sehr stolz über diesen Erfolg.«

Weitere Informationen

Prof. Dr. Manfred Ehlers, Universität Osnabrück,
Institut für Geoinformatik und Fernerkundung,
Seminarstraße 19 a/b, D-49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4591, Fax +49 541 969 4061,
mehlers@igf.uni-osnabrueck.de