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Pressemeldung
Nr. 88 / 2011
03. March 2011 : In ein hohes Amt berufen - Uni Osnabrück: Gastprofessor Fryderyk Zoll wird Mitglied der polnischen Kodifikationskommission für Zivilrecht
Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. Fryderyk Zoll: Der polnische Rechtswissenschaftler, der zurzeit eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Mercator-Gastprofessur an der Universität Osnabrück innehat, wurde vom polnischen Ministerpräsidenten zum Mitglied der polnischen Kodifikationskommission für Zivilrecht ernannt. Die Kommission ist beim polnischen Justizministerium tätig, und setzt sich aus einer Gruppe von Richtern und Professoren zusammen, die für die Vorbereitung der wichtigsten Gesetze im Bereich des Privatrechts zuständig ist.
Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. Fryderyk Zoll: Der polnische Rechtswissenschaftler, der zurzeit eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Mercator-Gastprofessur an der Universität Osnabrück innehat, wurde vom polnischen Ministerpräsidenten zum Mitglied der polnischen Kodifikationskommission für Zivilrecht ernannt. Die Kommission ist beim polnischen Justizministerium tätig, und setzt sich aus einer Gruppe von Richtern und Professoren zusammen, die für die Vorbereitung der wichtigsten Gesetze im Bereich des Privatrechts zuständig ist.
»Ich freue mich, dass ich an den Arbeiten am neuen polnischen Zivilgesetzbuch teilnehmen kann. Die Polnische Kodifikationskommission, die mit ihrem Namen an die Kodifikationskommission aus den zwanziger und dreißiger Jahren erinnert, war immer ein Organ, in welchem sich die Praxis und die Forschung getroffen haben und auch die rechtsvergleichenden Recherchen einen ganz hohen Wert genossen haben. Dadurch kann ich auch einen Beitrag zur weiteren Europäisierung des polnischen Rechts leisten«, so der renommierte Wissenschaftler.
1970 in Krakau geboren, studierte Zoll an der Jagiellonen-Universität in Krakau, der Universität Wien und der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Nachdem er 1995 sein Richterexamen abgeschlossen hatte, folgten 1997 die Promotion und 2001 die Habilitation. Daraufhin lehrte Zoll unter anderem an der Kozminski Universität Warschau und war Mitglied eines sehr angesehenen Lehrstuhls für Zivilrecht an der Jagiellonen-Universität Krakau. Seit Oktober 2010 ist er als Mercator-Gastprofessor an der Universität Osnabrück tätig. Mercator-Gastprofessuren werden von der DFG nur an besonders hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben. Ziel ist es, exzellente im Ausland tätige Wissenschaftler zu einem Aufenthalt an deutsche Institute einzuladen.
Auch nach dem Ende der Mercator-Gastprofessur wird Prof. Zoll der Universität Osnabrück erhalten bleiben. Prof. Zoll hat inzwischen einen Osnabrücker Ruf auf eine Professur für Europäisches und Polnisches Privatrecht sowie Rechtsvergleichung erhalten, den er angenommen hat. Auf dieser Grundlage wird er fünf weitere Jahre in Osnabrück lehren und forschen. Unter anderem bietet er Seminare und Vorlesungen zum Europäischen Privatrecht, aber auch zum deutschen Schuldrecht an. Darüber hinaus wird er über die Rechtsfragen des sogenannten Optionalen Instruments, sowie der modernen Gesetzgebung im Bereich des Schuldrechts (im Hinblick auf die polnischen Gesetzgebungsarbeiten) forschen. Zoll ist Mitglied der Research Group on the Existing EC Private Law (Acquis-Group) und der Academie internationale de droit compare.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Fryderyk Zoll, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Tel.: +49 541 969 4492
fzoll@uni-osnabrueck.de
