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Pressemeldung
Nr. 250 / 2009
13. July 2009 : Kognitive Diagnose- und Therapieansätze - Uni Osnabrück: Internationale Konferenz am Institut für Psychologie
Vom 20. bis 23. Juli findet am Institut für Psychologie der Universität Osnabrück die »12te Internationale Biannual Conference« der »International Association for Cognitive Education and Psychology« (IACEP) statt. Das Programm spiegelt die Zielbereiche der IACEP und ihre Entwicklung und Erweiterung wieder. Im Fokus stehen unter anderem die klassischen Fragestellungen der sonderpädagogischen und pädagogischen Psychologie zur schulischen Förderung kognitiver Fähigkeiten, der kulturelle Kontext von Kognition sowie die Entwicklung neuer Untersuchungsverfahren, die stärker als die herkömmlichen auf die Erfassung von kognitiven Potentialen gerichtet sind.
Vom 20. bis 23. Juli findet am Institut für Psychologie der Universität Osnabrück die »12te Internationale Biannual Conference« der »International Association for Cognitive Education and Psychology« (IACEP) statt. Das Programm spiegelt die Zielbereiche der IACEP und ihre Entwicklung und Erweiterung wieder. Im Fokus stehen unter anderem die klassischen Fragestellungen der sonderpädagogischen und pädagogischen Psychologie zur schulischen Förderung kognitiver Fähigkeiten, der kulturelle Kontext von Kognition sowie die Entwicklung neuer Untersuchungsverfahren, die stärker als die herkömmlichen auf die Erfassung von kognitiven Potentialen gerichtet sind. Letzteres ist vor allem wichtig bei der Untersuchung von Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihr geistiges Leistungsvermögen in einer Untersuchungssituation nicht angemessen oder vollständig zum Ausdruck bringen können.
Zur Geschichte: Die IACP wurde vor 20 Jahren gegründet, ihren Sitz hat sie in New York. Besonders engagiert hatten sich seinerzeit vor allem israelische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, da in dem neu gegründeten Staat die psychologische Auseinandersetzung mit Störungen bei Kindern von Holocaust-Überlebenden und Migranten stark vorangetrieben wurde. Im Vordergrund standen dabei nicht allein neue Diagnoseverfahren, sondern zugleich auch kognitive Ansätze der Behandlung und Förderung der betroffenen Jungen und Mädchen. Im Laufe der Jahre wurde deutlich, dass insbesondere die neu entwickelten Diagnosemöglichkeiten auch für andere Altersgruppen sowie bei weiteren Störungsbildern weitreichende Chancen eröffnen, die therapeutisch genutzt werden können. Im Mittelpunkt dabei steht die kognitive Forschung. »Gerade im Bereich der Diagnose zeigt sich immer mehr, dass die herkömmliche Diagnostik den besonderen Gegebenheiten bei bestimmten Menschen oder Personengruppen, wie beispielsweise Migranten, nicht vollends gerecht wird«, erklärt der Osnabrücker Psychologe Prof. Dr. Karl Heinz Wiedl. »Und dies lässt sich auch für die Behandlung nutzen, indem die kognitiven Fähigkeiten stärker als in früheren Behandlungsansätzen gefördert werden.«
Die Konferenz startet am Sonntag, 19. Juli, mit einem inoffiziellen Empfang durch den IACP-Präsidenten und Tagungsleiter, Prof. Wiedl, im Kulturhistorischen Museum. In zahlreichen Symposien und Workshops geht es unter anderem um die kognitive Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten, die Unterstützung von Eltern in der Förderung ihrer Kinder, die Verbesserung der Gedächtnisfunktion im hohen Alter sowie die Untersuchung des geistigen Potentials bei schweren psychischen Störungen. Besonderer Höhepunkt sind die Hauptvorträge, die sich mit Fragen zu Kultur und Kognition aus entwicklungspsychologischer Perspektive, der Förderung von Kindern mit Schreibproblemen, und der Beziehung zwischen Hochbegabung und Persönlichkeit befassen. Insgesamt werden rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter aus Asien, Israel sowie den Vereinigten Staaten, erwartet.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Karl Heinz Wiedl, Universität Osnabrück,
Fachbereich Humanwissenschaften, Institut für Psychologie,
Knollstraße 15, D-49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4752; Fax: +49 541 969 4028,
wiedl@uni-osnabrueck.de
