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Pressemeldung
Nr. 381 / 2011
14. November 2011 : »Kohlrauschs Hand« - Uni Osnabrück lädt ein zu Vortrag über Erinnerungskultur
Es gibt nicht nur die eine, einzig wahre Erinnerung. Es gibt derer ebenso viele wie es verschiedene Perspektiven auf ein Ereignis gibt. Dem gegenüber steht eine Erinnerungskultur, die heute ihresgleichen sucht. Hier noch eine Lücke zu finden für Tage an denen an etwas gedacht werden soll, ist schwierig. Ironisch gefragt könnte man einen Tag einfordern für die Erinnerung an die linke Hand des Berliner Rechtswissenschaftlers Kohlrausch (1874-1948). Zu diesem Thema wird am 21. November Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Dieter Simon an der Universität Osnabrück sprechen. Der Jurist von der Humboldt-Universität zu Berlin referiert um 18 Uhr in der Osnabrücker Schlossaula.
Es gibt nicht nur die eine, einzig wahre Erinnerung. Es gibt derer ebenso viele wie es verschiedene Perspektiven auf ein Ereignis gibt. Dem gegenüber steht eine Erinnerungskultur, die heute ihresgleichen sucht. Hier noch eine Lücke zu finden für Tage an denen an etwas gedacht werden soll, ist schwierig. Ironisch gefragt könnte man einen Tag einfordern für die Erinnerung an die linke Hand des Berliner Rechtswissenschaftlers Kohlrausch (1874-1948). Zu diesem Thema wird am 21. November Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Dieter Simon an der Universität Osnabrück sprechen. Der Jurist von der Humboldt-Universität zu Berlin referiert um 18 Uhr in der Osnabrücker Schlossaula.
Der 1935 in Ludwigshafen geborene Rechtshistoriker und Rechtstheoretiker war lange Jahre Inhaber des Lehrstuhls für Zivilrecht und Römisches Recht an der Universität Frankfurt am Main. Von 1980 bis 2003 fungierte er darüber hinaus als Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main. Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften war er von 1995 bis 2005. Seit 1996 ist Prof. Simon als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig.
In seinem Vortrag wird Simon an Beispielen insbesondere auf die unmerklichen und die merklichen Versuchungen eingehen, mit denen es totalitären Regimen gelingt, Arglose und Opportunistische in ihren Dienst zu ziehen und die Schwierigkeiten der Betroffenen, sich »post festum« aus ihrer Verstrickung zu befreien.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Jörn Ipsen, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Institut für Kommunalrecht
Martinistraße 12, D-49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6169, Fax. +49 541 969 6170
instkr@uni-osnabrueck.de
