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Pressemeldung

Nr. 10 / 2011

12. January 2011 : Neue Dimension der Zusammenarbeit - Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit startet gemeinsames Projekt mit deutschen, französischen und schweizerischen Partnern

Die deutsch-französischen Kulturbeziehungen vom letzten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zum Beginn der Französischen Revolution 1789 sind Gegenstand eines neuen internationalen literaturwissenschaftlichen Kooperationsprojekts, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der französischen ANR (Agence Nationale de la Recherche) finanziert wird. Es steht unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Adam von der Universität Osnabrück und Prof. Dr. Jean Mondot von der Université Michel de Montaigne Bordeaux 3.

Die deutsch-französischen Kulturbeziehungen vom letzten Drittel des 17. Jahrhunderts bis zum Beginn der Französischen Revolution 1789 sind Gegenstand eines neuen internationalen literaturwissenschaftlichen Kooperationsprojekts, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der französischen ANR (Agence Nationale de la Recherche) finanziert wird. Es steht unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Adam von der Universität Osnabrück und Prof. Dr. Jean Mondot von der Université Michel de Montaigne Bordeaux 3.

Zum Hintergrund des Forschungsprojektes: Anders als die schematischen Begriffe der älteren »Einflussforschung», welche die Beziehung zwischen deutscher und französischer Kultur mit den Begriffen der Bewunderung (»Gallophilie«) und Ablehnung (»Gallophobie«) beschrieben hat, soll dabei der Begriff des »Gallotropismus« als neutrales Untersuchungsinstrument neue Perspektiven eröffnen, indem er allgemein die Orientierung einer kulturellen Einheit an einem fremden Zivilisationsmodell bezeichnet.

An dem auf drei Jahre bewilligten Forschungsverbund sind Literaturwissenschaftler und Historiker aus Frankreich (Paris IV, Amiens, Toulouse, Nancy, Metz), Deutschland (Göttingen, Halle, Hamburg, Marburg, Paderborn, Braunschweig, Wolfenbüttel) und der Schweiz (Bern) beteiligt. Ziel ist die Publikation eines mehrbändigen Kompendiums zu den deutsch-französischen Kulturbeziehungen in der Frühen Neuzeit. Über mehrere international besetzte Workshops, die sich beispielsweise mit der deutsch-französischen Briefpraxis und dem »Gallotropismus« Friedrichs des Großen beschäftigen, sind Nachwuchswissenschaftler in die Konzeption und Durchführung des Projektes einbezogen.

Das Vorhaben wurde von Osnabrücker Seite als Antrag des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) auf den Weg gebracht. Die Direktorin des IKFN, Prof. Dr. Siegrid Westphal, stellt dazu fest: »Dieses anspruchsvolle und von den beiden nationalen Förderungseinrichtungen der jeweiligen Länder evaluierte Projekt erweitert die bereits bestehende internationale Verflechtung des IKFN mit Skandinavien, Polen, Russland und den baltischen Ländern um den Bereich der Romania. Da die Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert in der Arbeit des IKFN einnimmt, begrüße ich insbesondere die in Deutschland, Frankreich und der Schweiz geplanten internationalen Seminare für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.« Das Volumen des Projekts beträgt auf deutscher Seite 99.126 Euro, auf französischer 74.000 Euro.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wolfgang Adam, Universität Osnabrück
Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel. +49 5407 6236
wadam@uni-osnabrueck.de