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Pressemeldung
Nr. 214 / 2011
06. June 2011 : Optimierte Containerterminals - Uni Osnabrück startet mit Kooperationspartner Forschungsprojekt zur Logistik
Wie lässt sich der Umschlag von Gütern in Terminals effizienter und umweltschonender gestalten? Antworten auf diese Frage suchen Wissenschaftler der Universität Osnabrück. Das Forschungsprojekt »Optimierungsmethoden zur Kran- und Lagerplanung in Umschlagterminals des Kombinierten Verkehrs« wird durch die Berghof Automationstechnik GmbH (Mühlhausen) gefördert.
Wie lässt sich der Umschlag von Gütern in Terminals effizienter und umweltschonender gestalten? Antworten auf diese Frage suchen Wissenschaftler der Universität Osnabrück. Das Forschungsprojekt »Optimierungsmethoden zur Kran- und Lagerplanung in Umschlagterminals des Kombinierten Verkehrs« wird durch die Berghof Automationstechnik GmbH (Mühlhausen) gefördert. Es wird in der Arbeitsgruppe »Kombinatorische Optimierung« am Institut für Informatik von der Mathematikerin Prof. Dr. Sigrid Knust (Leitung) und dem Diplom-Systemwissenschaftler Florian Bruns bearbeitet.
Gemeinsam mit dem Auftraggeber Berghof und dem Terminalbetreiber Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) wird die Optimierungssoftware der Universität in einem Pilotprojekt am Terminal Kornwestheim erprobt. Die fertige Software soll dann später auf großen deutschen Terminals wie Hamburg Billwerder oder Köln Eifeltor eingesetzt werden.
Zum Hintergrund: Beim Kombinierten Verkehr werden Transportvolumina gebündelt und größtenteils mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie der Eisenbahn oder Schiffen transportiert. Die Güter werden in standardisierte Behälter geladen und zwischen den Verkehrsträgern (z.B. Schiene/Straße) umgeschlagen. Bei der operativen Planung in Umschlag-Terminals müssen unter anderem die Kran- und die Lagerplanung optimiert werden. Bei der Kranplanung wird für jeden der bis zu drei Kräne pro Kranbahn, eine Menge von zu transportierenden Ladeeinheiten und deren Reihenfolge festgelegt. Ein Problem besteht dabei darin, dass die Kräne nicht aneinander vorbei fahren können. »Ziel der Kranplanung ist es, die Länge der Leerfahrwege sowie zeitraubende Veränderungen von Spreadereinstellungen zu minimieren und somit Kosten für den Betrieb der Terminals ebenso wie Umweltbelastungen zu verringern«, erläutert Knust. Bei der Planung werden Plätze für abzustellende Ladeeinheiten bestimmt, wobei vor allem die notwendigen Transportwege der Kräne optimiert werden. Als Nebenbedingungen müssen diverse Sicherheitsvorschriften, wie die Stapelbarkeit von Ladeeinheiten oder spezielle Regeln für Gefahrgüter beachtet werden.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Sigrid Knust, Universität Osnabrück
Fachbereich Mathematik/Informatik
Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2483, Fax: +49 541 969 2799
sigrid@informatik.uni-osnabrueck.de
