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Pressemeldung
Nr. 311 / 2010
01. November 2010 : Politikwissenschaft im postkommunistischen Ost-Mittel-Europa - Politologen aus Osnabrück und Ottawa veröffentlichen erstmalige Bestandsaufnahme
Empfohlen durch den internationalen Politologenverband - International Political Science Association, IPSA -, von IPSA-Präsident Leonardo Morlino, Florenz, auf dem Umschlag als »Modell für derartige Untersuchungen« bezeichnet – solche Auszeichnung wird nur wenigen politikwissenschaftlichen Werken zuteil. Sie gilt einer soeben erschienenen, von dem emeritierten Politologen Prof. Dr. Rainer Eisfeld (Universität Osnabrück) gemeinsam mit seinem kanadischen Kollegen Leslie Pal (Universität Ottawa) in englischer Sprache herausgegebenen Bestandsaufnahme von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Fachentwicklung in 19 post-kommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas.
Empfohlen durch den internationalen Politologenverband - International Political Science Association, IPSA -, von IPSA-Präsident Leonardo Morlino, Florenz, auf dem Umschlag als »Modell für derartige Untersuchungen« bezeichnet – solche Auszeichnung wird nur wenigen politikwissenschaftlichen Werken zuteil. Sie gilt einer soeben erschienenen, von dem emeritierten Politologen Prof. Dr. Rainer Eisfeld (Universität Osnabrück) gemeinsam mit seinem kanadischen Kollegen Leslie Pal (Universität Ottawa) in englischer Sprache herausgegebenen Bestandsaufnahme von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Fachentwicklung in 19 post-kommunistischen Ländern Mittel- und Osteuropas.
Unter dem Titel »Political Science in Central-East Europe – Diversity and Convergence« (Barbara Budrich Publishers, 2010) haben 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den betreffenden Ländern an diesem erstmaligen Überblick mitgewirkt. Der Leser erhält Auskunft über Forschung, Lehre, Publikationen, internationale Zusammenarbeit und Arbeitsmarktchancen der Disziplin. Private Hochschulen und Forschungsinstitute sind ebenso berücksichtigt wie staatliche Universitäten. Statistiken informieren über Studierende, Lehrpersonal und Veranstaltungsangebot.
Besonderes Augenmerk gilt westlicher Einwirkung auf den Etablierungsprozess des Fachs in Form finanzieller Unterstützung ebenso wie konzeptioneller Einflussnahme. Spitzenplätze unter den internationalen Akteuren nehmen selbstredend die Europäische Union ein – Stichwort: Bologna-Prozess -, aber auch eine private Stiftung: das Open Society Institute des milliardenschweren amerikanischen Finanziers George Soros. Er unterstützt nach wie vor die private Central European University in Budapest und hat sich bei der Förderung des Fachs Politikwissenschaft - ob in Albanien oder Armenien, Bulgarien oder Georgien, Lettland oder Litauen, Weißrußland oder der Ukraine – in außerordentlichem Maß engagiert.
Negativ ausgewirkt haben sich dagegen Rückschläge bei dem politischen Demokratisierungsprozess der Region. Wo – wie in Russland, der Ukraine, Armenien, Georgien, Moldawien, Weißrussland – sogenannte „hybride“, gemischte Regime mit mehr oder minder ausgeprägten autoritären Anteilen entstanden sind, hat auch die Disziplin gelitten.
Die beiden Herausgeber haben ein Einführungskapitel verfasst, das noch vor Erscheinen des Buchs von der Zeitschrift »European Political Studies« (EPS) veröffentlicht wurde. EPS ist das Organ des European Consortium of Political Research, des größten politikwissenschaftlichen Forschungsnetzwerks im gesamten Europa, dem über 300 Institute angehören. »Sie alle«, so Eisfeld, »beziehen EPS. Ein breiteres Echo hätten wir uns beim besten Willen nicht wünschen können«.
Weitere Informationen
Prof. em. Dr. Rainer Eisfeld, Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Kolpingstraße 7, Raum 222, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4149, Fax +49 541 969 4600
rainer.eisfeld@uni-osnabrück.de
