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Pressemeldung

Nr. 296 / 2009

21. September 2009 : Qualitätssiegel für Islamische Religionspädagogik - Bundesweit einmaliger Studiengang an der Universität Osnabrück akkreditiert

An der Universität Osnabrück ist der bundesweit einmalige Studiengang »Islamische Religionspädagogik« mit hervorragenden Bewertungen akkreditiert worden. Die Hochschule erhielt jetzt die entsprechende Urkunde. Seit dem Wintersemester 2007/2008 werden an der Universität Osnabrück im Master-Studiengang islamische Religionspädagogen für Grund-, Haupt- und Realschulen ausgebildet. Es handelt sich um einen Erweiterungsstudiengang mit einem viersemestrigen Präsenzstudium, das zurzeit berufsbegleitend angeboten wird.

An der Universität Osnabrück ist der bundesweit einmalige Studiengang »Islamische Religionspädagogik« mit hervorragenden Bewertungen akkreditiert worden. Die Hochschule erhielt jetzt die entsprechende Urkunde. Seit dem Wintersemester 2007/2008 werden an der Universität Osnabrück im Master-Studiengang islamische Religionspädagogen für Grund-, Haupt- und Realschulen ausgebildet. Es handelt sich um einen Erweiterungsstudiengang mit einem viersemestrigen Präsenzstudium, das zurzeit berufsbegleitend angeboten wird.

Mit dem Abschluss erweitern Lehrerinnen und Lehrer ihre bereits erworbene Lehrbefähigung um das Fach »Islamischer Religionsunterricht«, das bislang im Rahmen eines Schulversuchs an ausgewählten Grundschulen in Niedersachsen unterrichtet wird. Vorgesehen ist, den Islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache parallel zum Religionsunterricht der anderen Konfessionen sowie dem Fach Werte und Normen in den niedersächsischen Schulen anzubieten. In dem Studiengang sind zurzeit 25 Studierende eingeschrieben.

Über die erfolgreiche Zertifizierung dieses Studiengangs freut sich Prof. Dr. Thomas Vogtherr, Vizepräsident für Studium und Lehre an der Universität Osnabrück. »Noch vor nicht allzu langer Zeit haben viele die universitäre Ausbildung von Religionspädagogen islamischen Bekenntnisses in Deutschland für utopisch gehalten.«

Die Gutachtergruppe, bestehend aus ausgewiesenen Wissenschaftlern und einer Vertreterin des Kultusministeriums kam zu Bewertungen wie »vorbildlich« und »hervorragend«. Das Studiengangskonzept umfasse auf gleichermaßen hohem Qualitäts- und Reflexionsniveau die Vermittlung von islamischem Fachwissen und interreligiösen Wissen sowie von didaktischen, pädagogischen und methodischen Kompetenzen. Damit sei der Studiengang »Islamische Religionspädagogik« vom Anforderungsprofil her mit den entsprechenden Studiengängen der christlichen Religionen in der Lehramtsausbildung vergleichbar. Auch halten die Gutachter die Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs im besonderen Maße befähigt zu zivilgesellschaftlichem Engagement im Bereich der Völkerverständigung, der sozialen Integration und Begegnung unterschiedlicher Kulturen und Religionen.

Nach dem niedersächsischen Hochschulgesetz müssen alle Studiengänge ein so genanntes Akkreditierungsverfahren durchlaufen. Ziel ist es, die Qualität von Studienprogrammen zu bewerten und die Einhaltung der ländergemeinsamen Strukturvorgaben sowie fachlich-inhaltlicher Standards zu überprüfen. Erst wenn die Gutachter zu einem positiven Ergebnis kommen, wird der Studiengang auf Dauer eingerichtet. Er erhält dann das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates und gilt als akkreditiert. Zuständig für das Verfahren war in diesem Fall die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Thomas Vogtherr, Universität Osnabrück,
Vizepräsident für Studium und Lehre,
Neuer Graben/Schloss, D-49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4795, Fax +49 541 969 4888,
vp.sl@uni-osnabrueck.de