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Pressemeldung
Nr. 392 / 2011
21. November 2011 : Rom und die Karthager - Althistorische Vortragsreihe »Rom und seine Feinde« startet an der Universität Osnabrück
An der Universität Osnabrück startet am Dienstag, 22. November, eine althistorische und archäologische Vortragsreihe »Rom und seine Feinde«. Zum Auftakt spricht Prof. Dr. Pedro Barceló von der Universität Potsdam über »Rom und die Karthager«. Die öffentliche Vortragsveranstaltung beginnt um 19 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16/Kamp. Der Eintritt ist frei.
An der Universität Osnabrück startet am Dienstag, 22. November, eine althistorische und archäologische Vortragsreihe »Rom und seine Feinde«. Zum Auftakt spricht Prof. Dr. Pedro Barceló von der Universität Potsdam über »Rom und die Karthager«. Die öffentliche Vortragsveranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Seminarstraße 20, Raum 15/113 (EW-Gebäude). Der Eintritt ist frei.
Einen unverstellten Blick auf die karthagische Politik und Strategie im zweiten römisch-karthagischen Krieg erlaubt erst die Befreiung von der prorömischen, auf Hannibal fixierten Deutung der schriftlichen Quellen. Nicht nur er, sondern eine leistungsfähige Militärelite gestaltete unter Gesamtleitung der karthagischen Regierung die Kriegsführung. Deren strategische Prämisse war die Vermeidung eines Krieges auf afrikanischem Boden. Grundlage dafür waren Hannibals Erfolge in Italien, die Gewährleistung der Truppenversorgung sowie die Aktivierung und Gewinnung von Verbündeten. Dieses strategische Konzept geriet jedoch ins Wanken, als die Bündnisverpflichtungen Karthagos und die römischen Erfolge in Hispanien die karthagischen Ressourcen zu überfordern begannen. Das karthagische Kriegsziel eines Mächtegleichgewichts im westlichen Mittelmeerraum rückte in weite Ferne. Mit zunehmender Dauer des Krieges konnte Rom sein weit überlegenes strategisches und demographisches Potential ausspielen und schließlich in einen umfassenden Sieg ummünzen.
Prof. Barceló ist ein ausgewiesener Kenner des antiken Karthagos. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Biographien antiker Persönlichkeiten, insbesondere über Hannibal, Alexander den Grossen und Constantin II. Neben Karthago und dem römischen Hispanien beschäftigt er sich mit spätantiker Religionsgeschichte, Herrscherverehrung in der Spätantike und der Rolle des Christentums in der alten Welt. Er leitet die internationale Forschungsgruppe POTESTAS. Sie beschäftigt sich mit der politischen Machtbildung und religiösen Legitimationsstrategien von der Antike bis in die Moderne.
Weitere Informationen
Dr. Malte Steinbrink, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19ab, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4556
malte.steinbrink@uni-osnabrueck.de
