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Pressemeldung

Nr. 409 / 2011

02. December 2011 : Rom und die Piraten - Althistorische Vortragsreihe »Rom und seine Feinde« wird an der Universität Osnabrück fortgesetzt

Die althistorische und archäologische Vortragsreihe »Rom und seine Feinde« wird am Dienstag, 6. Dezember, fortgesetzt. Es spricht Philip de Souza von der Universität Dublin (UCD) über »Rom und die Piraten«. Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16/Kamp. Der Eintritt ist frei.

Die althistorische und archäologische Vortragsreihe »Rom und seine Feinde« wird am Dienstag, 6. Dezember, fortgesetzt. Es spricht Philip de Souza von der Universität Dublin (UCD) über »Rom und die Piraten«. Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16/Kamp. Der Eintritt ist frei.

Ohne Zweifel hat die Eroberung, Befriedung und politische Vereinigung der Mittelmeerwelt unter den Römern große Vorteile für Seeleute und Mittelmeeranrainer gebracht. Jahrhundertelang war das Mittelmeer frei von Piraten und deren Angriffe auf Küstenstädte. Aber Rom war nicht der Wohltäter, der hier als maritimer Polizist agierte und zum Wohl der Menschen die Meere frei von Piraten hielt. »Wir müssen die Überlieferungen aus römischer Zeit genauer betrachten, um zu erkennen, wie Roms Feinde dämonisiert wurden, um Roms aggressive Außenpolitik zu rechtfertigen«, so der Referent.

Im 1. Jahrhundert entstand das auch noch heute bekannte Piratenbild, wonach Piraten als apolitische Gesetzlose gebrandmarkt werden: Piraterie wird als ein Übel angesehen, dass es auszurotten gilt, da es den Wohlstand und das friedliche Zusammenleben aller zivilisierten Völker gefährdet. »Die Römer entwarfen dieses Piratenbild, um die wirklichen Gründe ihrer militärischen Aktionen in der späten Republik zu verschleiern.«

Professor Philip de Souza ist ein ausgesprochener Kenner der Materie: Schon in seiner Doktorarbeit am University College London 1992 befasste er sich mit dem Piratentum in der Antike. Krieg und Gesellschaft in der Antike ist sein Forschungsschwerpunkt, zu dem er mehre Standardwerke publizierte, beispielsweise über die Perserkriege, den Peloponnesischen Krieg zwischen Athen und Sparta sowie »Die Beherrschung der Meere. Wie die Seefahrt die Menschheitsgeschichte prägte« (München 2006). Er unterrichtete zwölf Jahre lang am St Mary’s University College im Südwesten Londons und ist sei 2002 Professor für griechische und römische Geschichte am University College Dublin.

Weitere Informationen

Dr. Utz Lederbogen,
Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben / Schloss, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370,
utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de