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Pressemeldung
Nr. 1 / 2011
04. January 2011 : Strategien pflanzlicher Verteidigung - Uni Osnabrück: Vortrag im Rahmen des Biologischen Kolloquiums
Wie schützen sich Pflanzen vor Fressfeinden? Können Pflanzen sich überhaupt verteidigen? Diese und andere Fragen beantwortet Prof. Dr. Martin Heil im Rahmen des Biologischen Kolloquiums der Universität Osnabrück. Der Vortrag findet am Donnerstag, 13. Januar, um 16.15 Uhr im Hörsaal 35/E01, Barbarastraße 11, unter dem Titel »Strategie pflanzlicher Verteidigung: indirekte und induzierte Verteidigung im natürlichen Ökosystem« statt. Die interessierte Zuhörerschaft ist herzlich eingeladen.
Wie schützen sich Pflanzen vor Fressfeinden? Können Pflanzen sich überhaupt verteidigen? Diese und andere Fragen beantwortet Prof. Dr. Martin Heil im Rahmen des Biologischen Kolloquiums der Universität Osnabrück. Der Vortrag findet am Donnerstag, 13. Januar, um 16.15 Uhr im Hörsaal 35/E01, Barbarastraße 11, unter dem Titel »Strategie pflanzlicher Verteidigung: indirekte und induzierte Verteidigung im natürlichen Ökosystem« statt. Die interessierte Zuhörerschaft ist herzlich eingeladen.
Der Referent wurde von apl. Prof. Dr. Klaus Mummenhoff aus der Abteilung Botanik der Universität Osnabrück eingeladen. Heil arbeitet am Departmento de Ingenieria Genetica, CINVESTAV in Irapuato, Mexico, und forscht schon seit langem auf diesem spannendem Gebiet der Pflanzenökologie.
Zum Inhalt des Vortrags: Pflanzen können vor ihren Feinden nicht weglaufen. Daher haben sie zahlreiche Strategien entwickelt, um sich vor Fressfeinden und Krankheitserregern zu schützen. So nutzen sie beispielsweise Ameisen und andere Prädatoren, welche sich an ihrer indirekten Verteidigung beteiligen. Schutzsymbiosen zwischen Ameisen und Pflanzen existieren in vielerlei Formen. Da hier Nektar und andere Ressourcen ausgetauscht werden, die auch für andere Arten von Interesse sind, müssen besonders die obligaten Mutualismen, also das Zusammenleben von Arten mit beiderseitigem Nutzen, durch zahlreiche wechselseitige Anpassungen vor der Ausbeutung wie durch Nektarräuber oder den Nektar befallende Hefen geschützt werden.
In anderen Fällen geben infizierte oder befallene Pflanzen bestimmte Duftstoffe ab, die unter anderem von den Nachbarpflanzen aufgenommen werden, die daraufhin ihre eigene Resistenz erhöhen. Obwohl dieses Phänomen wie eine Kommunikation zwischen Pflanzen wirkt, haben wir mittlerweile gelernt, dass es sich eher um »belauschte Selbstgespräche« handelt: Pflanzen können Duftstoffe als schnelle und effiziente Signale nutzen, um eine systemische Resistenzinduktion auf lokalen Schaden hin zu ermöglichen. »Pflanzen sind viel aktiver als wir gemeinhin denken und gehen zahlreiche Interaktionen mit verschiedenen Partnern ein. Wir werden zukünftig mehr Untersuchungen im natürlichen Ökosystem und mit Nicht-Modellpflanzen benötigen, um diese Vielfalt zu erkennen. Die Vielfalt der Mechanismen, die Pflanzen nutzen, um in der Gegenwart ihrer zahlreichen und äußerst agilen Feinde zu überleben«, meint Heil. »Wir sind froh, Prof. Dr. Heil für einen Vortrag für unser Biologisches Kolloquium gewinnen zu können«, so apl. Prof. Dr. Hans Merzendorfer von der Universität Osnabrück.
Weitere Informationen
apl. Prof. Dr. Hans Merzendorfer, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 3502, Fax +49 541 969 3503
merzendorfer@biologie.uni-osnabrueck.de
