ENGLISCH Hauptinhalt
ENGLISH TOPCONTENT
Pressemeldung
Nr. 282 / 2009
07. September 2009 : Uni-Studentin untersucht Altlast auf Schulgelände - Beispiel erfolgreicher Kooperation zwischen Osnabrücker Hochschulen und dem Gymnasium »In der Wüste«
Mehr Praxiserfahrung für künftige Pädagogen und Unterstützung bei der Schulentwicklung sind erklärte Ziele der Anfang August 2009 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität Osnabrück und dem Gymnasium »In der der Wüste« (GidW). Eva-Maria Uchtmann, Uni-Studentin im Fach Erdkunde, hat sich dieser Herausforderung gestellt. Im Rahmen ihrer Masterarbeit mit dem Titel »Von der Altlastenbrache zum nachhaltig bewirtschafteten Schulgarten« verband sie ihr Interesse für die Bodenwissenschaften mit ihrem künftigen Lehrerberuf. Die Ergebnisse präsentierte sie nun Schülerinnen und Schülern sowie einem interessierten Fachpublikum.
Auf dem Schulhof des Gymnasiums befindet sich eine gut 800 Quadratmeter große Altlastenbrache, die im Sinne der »Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)« weiterentwickelt werden soll. »Hierzu war eine Klärung der von der Altlast ausgehenden Gefahren unter Berücksichtigung der zukünftigen Nutzung erforderlich, damit die Schüler später ohne Belastungen für ihre Gesundheit den schulischen Projekten nachgehen können«, so Uchtmann. Zur Untersuchung der Altlast wurden mit Schülergruppen Bohrstockproben genommen und eigens Profile ausgehoben, die einen Blick in den geschichtsträchtigen Boden im Stadtteil Wüste ermöglichten, wo dann auch prompt Bauschutt- und Hausmüllablagerungen gefunden wurden. Die Proben wurden in den Laboratorien der Fachhochschule in Haste, teilweise auch unter Schülerbeteiligung, chemisch analysiert.
Betreut wurde die Masterarbeit von Prof. Dr. Helmut Meuser (Dozent an der Fachhochschule und Universität Osnabrück) und Dr. Gisbert Döpke, Lehrbeauftragter für Fachdidaktik am Institut für Geographie der Universität Osnabrück. »Wir können inzwischen auf eine mehrjährige erfolgreiche Tradition gemeinsamer Arbeiten zwischen Bodenschutz / Bodensanierung der FH Osnabrück, physischer Geographie der Universität Osnabrück und schulischen Projekten am Gymnasium »In der Wüste« zurückblicken, die sich nun auch auf die Lehramtsausbildung positiv niederschlägt«, erläutert Döpke, der gleichzeitig Lehrer für die Fächer Erdkunde und Chemie am Gymnasium »In der Wüste« ist.
Schulleiter Christoph Schüring ist beeindruckt von den Ergebnissen: »Diese Arbeit bringt uns ein großes Stück weiter auf dem Weg unseres schulischen Vorhabens, zumal neben dem Vergleich möglicher konkreter Maßnahmen auch die jeweils zu erwartenden Kosten abgeschätzt worden sind.« Döpke bedauerte in der abschließenden Diskussion, dass Lehramtsstudierende bei ihren Bachelor- und Masterarbeiten viel zu selten eine Verbindung ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Praxis suchten. »Heute wurde uns allen vorgeführt, wie motivierend und erfolgreich diese Kombination für alle Beteiligten sein kann.«
Weitere Informationen
Dr. Yoshiro Nakamura, Universität Osnabrück,
Zentrum für Lehrerbildung,
StudiOS, Neuer Graben 27, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4117,
E-Mail: yoshiro.nakamura@uni-osnabrueck.de
Prof. Dr. Helmut Meuser, Fachhochschule Osnabrück
Bodenschutz und Bodensanierung,
Oldenburger Landstr. 24, 49090 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969-5028, Fax: +49 541 969 5170,
E-Mail: h.meuser@fh-osnabrueck.de
Dr. Gisbert Döpke, Universität Osnabrück,
Geographiedidaktik,
Seminarstr. 19 a/b, 49074 Osnabrück,
E-Mail: gdoepke@uni-osnabrueck.de
Gymnasium "In der Wüste",
Kromschröderstraße 33, 49080 Osnabrück,
Telefon: +49 541 323 4386, Fax: +49 541 323 4366
