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Pressemeldung

Nr. 227 / 2011

10. June 2011 : Vision einer Reform der Familienbesteuerung - 2. Niedersächsische Regionalkonferenz mit Prof. Dr. Ute Sacksofsky und Prof. Dr. Rudolf Wendt

Wie lässt sich die Besteuerung von Ehegatten, Familien mit Kindern und anderen Lebensgemeinschaften praxisgerecht reformieren? Diesen Fragen gingen am 9. Juni 2011 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Niedersächsischen Regionalkonferenz der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft e.V. (DStJG) nach. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für Finanz- und Steuerrecht der Universität Osnabrück mit dem Osnabrücker Steuerforum und dem Niedersächsischen Finanzgericht in den Räumen der Sparkasse Osnabrück.

Wie lässt sich die Besteuerung von Ehegatten, Familien mit Kindern und anderen Lebensgemeinschaften praxisgerecht reformieren? Diesen Fragen gingen am 9. Juni 2011 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Niedersächsischen Regionalkonferenz der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft e.V. (DStJG) nach. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für Finanz- und Steuerrecht der Universität Osnabrück mit dem Osnabrücker Steuerforum und dem Niedersächsischen Finanzgericht in den Räumen der Sparkasse Osnabrück.

Als Veranstalterin konnte die Direktorin des Instituts für Finanz- und Steuerrecht Prof. Dr. Heike Jochum zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Justiz und den steuerberatenden Berufen begrüßen. »Tagungen der Steuerjuristischen Gesellschaft sind besonders spannend, weil sie Vertreter aller mit dem Steuerrecht befassten Berufsgruppen zusammenführen«, erklärt Prof. Jochum. Zum Auftakt der Veranstaltung konnte die Prädekanin der Fakultät eine ganz besondere Ehrung vornehmen. Es sei ihr eine Freude und eine Ehre zugleich im Rahmen dieser Veranstaltung den Kreis der Honorarprofessoren der Fakultät um eine weitere verdiente Persönlichkeit erweitern zu können. Mit Dr. Jutta Förster, Richterin am Bundesfinanzhof in München, die seit nun rund 20 Jahren in Osnabrücker einen aktiven Beitrag in der Steuerwissenschaft leiste, werde erstmals eine Dame in diesen Kreis aufgenommen, erläutere sie.

Prof. Dr. Ute Sacksofsky von der Universität Frankfurt eröffnete im Anschluss den fachlichen Teil der Veranstaltung mit einem kritischen Vortrag, der insbesondere die derzeitige steuerliche Behandlung von Ehegatten in Frage stellte. Einen Gegenpol bildete der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Wendt, Universität des Saarlandes. Das Ehegattensplitting sei nach seiner Auffassung zwar verfassungsrechtlich nicht zwingend geboten. Gleichwohl handele es sich um eine sachgerechte Behandlung der als Ehe verfassten Erwerbs- und Verbrauchsgemeinschaft. Spannend sei die Frage, inwiefern andere Lebensgemeinschaften und -partnerschaften eine gleiche Behandlung beanspruchen können. Im Anschluss diskutierte das hochkarätig besetzte Podium unter der Moderation von Jörg Grune, Richter und Pressesprecher am Niedersächsischen Finanzgericht in Hannover, die vorgetragenen Thesen und Ergebnisse. Cora Hermenau, Staatssekretärin im Niedersächsischen Finanzministerium, Dr. Harald Grürmann, Präsident der Steuerberaterkammer Niedersachsen, sowie Dr. Volker Kreft ebenfalls Richter am Niedersächsischen Finanzgericht leuchteten kritisch die Chance einer sachgerechten Reform der Familienbesteuerung aus.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden vom Vorstand des Osnabrücker Steuerforums erstmals zwei junge Nachwuchswissenschaftler mit je einem Malte-Schindhelm-Fellowship ausgestattet. Es handelt sich dabei um Forschungsstipendien, um die sich besonders qualifizierte Osnabrücker Absolventen aus dem Bereich des Steuerrechts bewerben können, die zu Forschungszwecken einen Auslandsaufenthalt planen. Jedes Stipendium ist mit 20.000 Euro dotiert. Im Schlusswort konnte Prof. Heike Jochum feststellen: »Mit dieser erfolgreichen Vortragsveranstaltung können wir rundum zufrieden sein. Die spannenden Vorträge und Diskussionen befördern die Weiterentwicklung der Familienbesteuerung sehr. Und die Ernennung von Frau Dr. Jutta Förster zur ersten Honorarprofessorin der Fakultät ist natürlich ebenso ein Highlight des heutigen Tages wie die Vergabe der beiden ersten Malte-Schindhelm-Fellowships.«

Weitere Informationen

Prof. Dr. Heike Jochum, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Institut für Finanz- und Steuerrecht
Martinistraße 10, 49069 Osnabrück
Telefon: +541 969 6168
instfsr@uni-osnabrueck.de