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Pressemeldung

Nr. 217 / 2010

02. July 2010 : Wege aus der Krise?! - Uni Osnabrück: Antrittsvorlesungen von neu berufenen Politikwissenschaftlern

Am Montag, 5. Juli, halten die neu berufenen Professoren des Fachbereichs Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Matthias Bohlender und Prof. Dr. Ulrich Schneckener, ihre Antrittsvorlesungen.

Am Montag, 5. Juli, halten die neu berufenen Professoren des Fachbereichs Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Matthias Bohlender und Prof. Dr. Ulrich Schneckener, ihre Antrittsvorlesungen. Zunächst geht Bohlender der Frage nach was Kritik sei. Anschließend befasst sich Schneckener mit dem Thema »Globale Ordnungspolitik: Zwischen Westfalia, Post-Westfalia und „Westfailure“«. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu der Veranstaltung um 18 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16/Kamp, herzlich eingeladen.

Matthias Bohlender studierte bis 1993 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main Philosophie, Politische Wissenschaften und Germanistik. Dort promovierte er 1994 mit einer Arbeit über »Die Rhetorik des Politischen. Zur Kritik der politischen Theorie«. 1995 wechselte er an die Humboldt Universität zu Berlin. Hier habilitierte er 2005 zu dem Thema »Metamorphosen liberalen Regierungsdenkens« Seit April 2009 hat er die Professur für Politische Theorie im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück inne. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Genealogien des Sozialen, Geschichte und Kritik der politischen Vernunft sowie Sprache der Politik - Rhetoriken der Macht.

Ulrich Schneckener ist seit September 2009 Professor für Internationale Beziehungen am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück. Zuvor war er seit 2002 Mitarbeiter bei der renommierten Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Dort leitete er von 2006 bis 2009 auch die Forschungsgruppe »Globale Fragen«. Schneckener, geboren 1968 in Hannover, studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Soziologie und International Relations in Mainz, Leipzig, Berlin und London. 1995 schloss er sein Studium mit dem Diplom ab, 2000 folgte an der Universität Bremen die Promotion mit einer Arbeit zur Regulierung von ethnischen Konflikten. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Friedens- und Konfliktforschung, insbesondere der internationalen Konfliktbearbeitung, sowie des State- und Peacebuilding. Darüber hinaus beschäftigt sich Schneckener auch mit Fragen des globalen Regierens und der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik.

In seiner Antrittsvorlesung geht Prof. Dr. Bohlender von einer aktuellen Debatte in Sozialphilosophie, Soziologie und politischer Theorie aus, die eine gegenwärtige »Krise der Kritik« konstatiert. Wie muss heute eine Praxis der Kritik beschaffen sein? Was sind ihre Bedingungen und worauf kann sich das kritische Unternehmen noch berufen? Diese Fragen nimmt er auf und versucht anhand einer umrisshaften Archäologie der Kritik jene drei wesentlichen Schichten, Formationen und Segmente ausfindig zu machen, die unsere aktuellen Praktiken der Kritik bestimmen und ermöglichen können.

Prof. Dr. Ulrich Schneckener möchte die Probleme globaler Ordnungspolitik betrachten. Diese Probleme sind größer und komplexer geworden, die Aussichten auf eine Lösung aber eher schlechter. Es fehlt an den notwendigen globalen Ordnungsstrukturen, die man im vergangenen Jahrzehnt noch relativ »kostengünstig« hätte schaffen können. Jetzt wird es für alle Beteiligten vermutlich deutlich »teurer«.

Weitere Informationen

Dekanin Prof. Dr. Andrea Lenschow, Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4632, Fax: +49 541 969 4017
andrea.lenschow@uni-osnabrueck.de