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Pressemeldung

Nr. 1 / 2010

04. January 2010 : Wenn es kritisch wird - Uni Osnabrück: Vortrag über Phasenumwandlungen und Katastrophen

An Kritischen Punkten können kleinste Störungen gewaltige Reaktionen auslösen. Obwohl solche Punkte bei Phasenumwandlungen seit langem bekannt sind, beispielsweise in Zusammenhang mit der uns allgegenwärtigen Umwandlung flüssigen Wassers im gasförmigen Wasserdampf, gab es bis Anfang 1970 keine befriedigende systematische Theorie zur Erklärung ihres Auftretens. Für die Entwicklung einer solchen Theorie wurde Kenneth G. Wilson 1982 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. In einem Vortrag in der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise« des Fachbereichs Physik der Universität Osnabrück wird Prof. Dr. Philipp Maaß am 14. Januar die Ursachen und Auswirkungen Kritischer Punkte allgemeinverständlich darstellen.

An Kritischen Punkten können kleinste Störungen gewaltige Reaktionen auslösen. Obwohl solche Punkte bei Phasenumwandlungen seit langem bekannt sind, beispielsweise in Zusammenhang mit der uns allgegenwärtigen Umwandlung flüssigen Wassers im gasförmigen Wasserdampf, gab es bis Anfang 1970 keine befriedigende systematische Theorie zur Erklärung ihres Auftretens. Für die Entwicklung einer solchen Theorie wurde Kenneth G. Wilson 1982 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. In einem Vortrag in der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise« des Fachbereichs Physik der Universität Osnabrück wird Prof. Dr. Philipp Maaß am 14. Januar die Ursachen und Auswirkungen Kritischer Punkte allgemeinverständlich darstellen. Der Vortrag findet um 19.30 Uhr in der Barbarastraße 7, Raum 32/102 (großer Hörsaal), statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

Maaß studierte Physik in Hamburg, wo er auch promovierte. Seine Habilitation folgte 1997 an der Universität Konstanz. Als Wissenschaftler war er an der Universität Hamburg, der University of California at Los Angeles, der Boston University und der Universität Konstanz tätig. Von 1999 bis 2001 forschte er als Heisenbergstipendiat unter anderem in Paris und Tel Aviv. Nach einer Zeit als Professor für Theoretische Physik an der Technischen Universität Ilmenau von 2001 bis 2009, ist er nun seit März 2009 an der Universität Osnabrück tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Untersuchungen zu Relaxations- und Transportvorgängen in ungeordneten Materialien, zur Dynamik in Systemen fern des thermodynamischen Gleichgewichts und zur Modellierung physiologischer Prozesse. In seinem Vortrag wird er auch wird auf Analogien zu Katastrophen wie Erdbeben oder Börsencrashs eingehen, die zur Entwicklung von Modellen einer sich selbst organisierenden Kritikalität geführt haben.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Sebastian Schlücker, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik,
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 3592, Fax +49 541 969 13592,
sebastian.schluecker@uni-osnabrueck.de