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Pressemeldung
Nr. 54 / 2011
03. February 2011 : Wer zitiert hier wen? - Uni Osnabrück untersuchte geographisches Wissenschaftsnetzwerk
Was haben eigentlich »Netzwerke« mit »Wissen« und »Wissenschaft« mit »Networking« zu tun? Mit diesen Fragen hat sich kürzlich ein Forschungsseminar des Instituts für Geographie der Universität Osnabrück unter der Leitung von Dr. Malte Steinbrink und Friederike Zigmann befasst »Wir wollten am Beispiel unseres eigenen Faches den möglichen Zusammenhang zwischen sozialen Netzwerkdynamiken innerhalb der disziplinären Wissenschaftsgemeinde und der Entstehung wissenschaftlicher Wahrheiten thematisieren«, so der Geograph Steinbrink. Die Ergebnisse werden am Donnerstag, 10. Februar, im Universitätsgebäude am Neuen Graben 19a/b, Raum 02/108, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Was haben eigentlich »Netzwerke« mit »Wissen« und »Wissenschaft« mit »Networking« zu tun? Mit diesen Fragen hat sich kürzlich ein Forschungsseminar des Instituts für Geographie der Universität Osnabrück unter der Leitung von Dr. Malte Steinbrink und Friederike Zigmann befasst »Wir wollten am Beispiel unseres eigenen Faches den möglichen Zusammenhang zwischen sozialen Netzwerkdynamiken innerhalb der disziplinären Wissenschaftsgemeinde und der Entstehung wissenschaftlicher Wahrheiten thematisieren«, so der Geograph Steinbrink. Die Ergebnisse werden am Donnerstag, 10. Februar, im Universitätsgebäude am Neuen Graben 19a/b, Raum 02/108, der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zum Hintergrund: Universitäre Disziplinen wollen Erkenntnisse generieren, Wissensbestände verwalten und die Weitergabe sowie den Austausch von disziplinärem Wissen organisieren. Man kann sich nun die Hochschulgeographie als ein Netzwerk vorstellen, in dem eben diese Aufgaben erfüllt werden. Die »gewichtigsten« Träger des reichen geographischen Wissensschatzes sind die geographischen Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen. Sie stellen formal die Hauptakteure in dem Wissensnetz der Geographie dar. »Es ist naheliegend, davon auszugehen, dass die Struktur der Beziehungsnetze zwischen diesen Hauptfiguren die zukünftige inhaltliche Entwicklung unserer Disziplin maßgeblich beeinflusst. Diese Grundannahme bildete den Ausgangspunkt unserer explorativen Untersuchung«, erklärt Steinbrink.
Methodologisch basierte die Forschung auf Konzepten der Sozialen Netzwerkanalyse (SNA). Konkret untersucht wurden spezifische Netzwerkbezüge zwischen 121 Humangeographieprofessorinnen und –professoren an deutschen Hochschulen. Gefragt wurde: Wer zitiert wen? Wer publiziert mit wem gemeinsam? Wer lädt wen auf Tagungen ein?
Ziel der Erhebung war zunächst eine systematische Beschreibung der Struktur des Wissenschaftlernetzwerkes sowie die Analyse der Positionen der Akteure und vorhandener Substrukturen im Wissensnetz der deutschen Hochschulgeographie. Eine kürzlich erschienene Publikation der Forschungsergebnisse hat für einige Aufregung im Backstage-Bereich des untersuchten Netzwerks gesorgt. Eine öffentliche Diskussion hat indes noch nicht stattgefunden. »Das geographische Kolloquium bietet eine gute erste Gelegenheit, die Methode, die Ergebnisse, die Implikationen und auch das Schweigen auf der Vorderbühne zu diskutieren«, so Steinbrink.
Weitere Informationen
Dr. Malte Steinbrink, Universität Osnabrück
Institut für Geographie
Neuer Garben 19ab, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4556
malte.steinbrink@uni-osnabrueck.de
