ENGLISCH Navigation und Suche


ENGLISCH Hauptinhalt

ENGLISH TOPCONTENT

Pressemeldung

Nr. 223 / 2011

10. June 2011 : Wie geht es dem Watt? - Uni Osnabrück: Geoinformatiker untersuchen in Kooperation mit dem Nationalpark das niedersächsische Wattenmeer

Im Rahmen des vom Land Niedersachsen geförderten Verbundprojektes WIMO (Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht) nahmen Wissenschaftler und Studierende der Universität Osnabrück zusammen mit dem Nationalpark Wattenmeer vor Kurzem an einer Messkampagne zum aktuellen Zustand des Watts teils.

Im Rahmen des vom Land Niedersachsen geförderten Verbundprojektes WIMO (Wissenschaftliche Monitoringkonzepte für die Deutsche Bucht) nahmen Wissenschaftler und Studierende der Universität Osnabrück zusammen mit dem Nationalpark Wattenmeer vor Kurzem an einer Messkampagne zum aktuellen Zustand des Watts teils.

Das WIMO-Projekt mit zwölf teilnehmenden Forschungsinstitutionen und Universitäten aus Niedersachsen und Norddeutschland verfolgt das Ziel, Umweltparameter im Watt und ihre Wirkungsbeziehungen zu definieren, sie zu beobachten sowie über den Zustand und die Qualitätsentwicklung der deutschen Meeresgebiete zu berichten. WIMO-Wissenschaftler sollen Entscheidungsträger beraten und für die Öffentlichkeit geeignete Darstellungsformen entwickeln.

Aufgabe der Osnabrücker Wissenschaftler vom Institut für Geoinformatik und Fernerkundung (IGF) ist die Erfassung der Wattoberflächen durch moderne Satellitensysteme wie das deutsche RapidEye System. Projektleiter Prof. Dr. Manfred Ehlers vom IGF: »RapidEye besteht aus fünf Satelliten, die zeitnahe häufige Aufnahmen der Erdoberfläche ermöglichen.« Mit den auf den Satelliten installierten Aufnahmesystem werden nicht nur Informationen des sichtbaren Lichts, sondern auch Informationen im infraroten Wellenlängenbereich aufgezeichnet und aus dem Weltraum zur Erde übertragen. »Hierüber lassen sich im Ergebnis hervorragend Veränderungen an organischen Materialien feststellen und Aussagen über den Zustand des Watts ableiten«, so Prof. Ehlers.

Bei diesem Projekt werden die Forscher von einer Studentengruppe des Studiengangs »Geoinformatik« der Universität Osnabrück unterstützt. So testen die Master-Studenten Software für mobile Datenerfassungssysteme im Watt sowie innovative Auswertemethoden für Satellitenbilddaten. Ortskundig geleitet wurde die Exkursion von Dr. Hubert Farke und Dr. Gerald Millat vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, die ebenfalls Partner im WIMO-Verbundprojekt sind. Die Studierenden erhielten im Nationalparkhaus in Dornumersiel und danach im Watt einen Einblick über die Eigenschaften des Lebensraums Wattenmeer. Insbesondere die Schlickwattflächen gaben dem Begriff ‚vertiefend‘ eine wortwörtliche Bedeutung. »Für die Beurteilung der von Satelliten erfassten Flächen ist die Kenntnis des Geländes unerlässlich – nur vom Computer lassen sich die speziellen Bedingungen des Watts gar nicht nachvollziehen«, erläutern die Diplom-Umweltwissenschaftler Sascha Klonus und Daniel Tomowski, beide IGF-Mitarbeiter im WIMO-Projekt. Die Messkampagne diente allerdings nicht nur dem Kennenlernen, die Studenten führten Spektrometermessungen durch und entnahmen Bodenproben. Mit dem Studienprojekt wird ein wichtiger Grundstein für eine regelmäßige großflächige Überwachung des Wattenmeers gelegt und die mobile Erfassung von wichtigen Informationen im Watt erleichtert.

Das Verbundprojekt wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz (MU) gefördert.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Manfred Ehlers, Universität Osnabrück
Fachbereich Mathematik/Informatik, Institut für Geoinformatik und Fernerkundung
Barbarastraße 22b, 49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 3910
mehlers@igf.uni-osnabrueck.de
www.wimo-nordsee.de