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Pressemeldung
Nr. 320 / 2010
05. November 2010 : Wie sie sich wahrnehmen - Uni Osnabrück lädt ein zu literaturwissenschaftlichem Kolloquium
Der französische Blick auf die deutsche und der deutsche Blick auf die französische Literatur stehen im Mittelpunkt eines Kolloquiums, das vom 11. bis 13. November im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück, Alte Münze 16/Kamp, stattfinden wird. Veranstalter sind Prof. Dr. Wolfgang Asholt von der Universität Osnabrück zusammen mit Prof. Dr. Didier Alexandre (Paris IV Sorbonne). Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen, nähere Informationen unter http:// www.uni-osnabrueck.de (»Tagungen und Kongresse«)
Der französische Blick auf die deutsche und der deutsche Blick auf die französische Literatur stehen im Mittelpunkt eines Kolloquiums, das vom 11. bis 13. November im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück, Alte Münze 16/Kamp, stattfinden wird. Veranstalter sind Prof. Dr. Wolfgang Asholt von der Universität Osnabrück zusammen mit Prof. Dr. Didier Alexandre (Paris IV Sorbonne). Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen, nähere Informationen unter http:// www.uni-osnabrueck.de (»Tagungen und Kongresse«)
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des ANR (Agence Nationale de la Recherche)-Projekts mit dem Titel »Die Geschichte der Idee der Literatur – Histoire de l'idée de littérature«. Das Projekt läuft mit Osnabrücker Beteiligung seit 2006. Zum thematischen Hintergrund: Franzosen und Deutsche nehmen die Literatur des jeweils Anderen verständlicherweise höchst unterschiedlich wahr. Dies hat sowohl historisch-politische als auch literarisch-ästhetische Gründe, denen die Tagung am Beispiel des Blickes auf das 19. Jahrhundert des jeweils Anderen nachgehen will. Die Geschichte der französischen Literatur wird aus französischer Sicht als ein Kontinuum betrachtet, das im 19. Jahrhundert durch eine unablässige Modernisierung charakterisiert wird. Dem stellt man die deutsche und andere Literaturen gegenüber, die von Zentralfiguren wie Dante, Shakespeare, Cervantes oder Goethe geprägt würden: »Wir haben keinen (eigenen) Goethe, sagen die Franzosen, aber seht unser großes Bataillon von Klassikern«, so viele Franzosen.
Das Osnabrücker Kolloquium will die Konstruktion und Entwicklung solcher Ideen von der Literatur des Anderen analysieren, indem es von dieser Asymmetrie ausgeht, die durch die historischen Entwicklungen noch gesteigert wird. Ein Teil der Tagung ist dem Bild Goethes in Frankreich gewidmet, auf der anderen Seite wird die französische Literatur aus der teilweise problematischen Sicht der Romanistik untersucht.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Wolfgang Asholt, Universität Osnabrück
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4443
wolfgang.asholt@uni-osnabrueck.de
