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Pressemeldung
Nr. 28 / 2011
19. January 2011 : Zur Gerichtsverhandlung nach Dublin und Zagreb - Uni Osnabrück: Jura-Studentinnen qualifizieren sich im Moot Court für Finalrunden vor den Europäischen Gerichtshof
Bereits zum wiederholten Male ist es der Universität Osnabrück gelungen, ihre fundierte juristische Ausbildung im Europarecht unter Beweis zu stellen. Acht Studentinnen des Fachbereiches Rechtswissenschaften haben sich in einem simulierten Gerichtsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), der European Law Moot Court Competition (ELMC), für die Finalrunden qualifiziert.
Bereits zum wiederholten Male ist es der Universität Osnabrück gelungen, ihre fundierte juristische Ausbildung im Europarecht unter Beweis zu stellen. Acht Studentinnen des Fachbereiches Rechtswissenschaften haben sich in einem simulierten Gerichtsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), der European Law Moot Court Competition (ELMC), für die Finalrunden qualifiziert.
Bei dem ELMC handelt sich um einen fiktiven Rechtsstreit im Bereich des Europarechts, der vor dem EuGH verhandelt wird. Die Teilnehmer der 1988 gegründeten Veranstaltung kommen aus aller Welt. Kern des diesjährigen Falls war die Frage, ob es einem Staat erlaubt ist, radikale politische Reden im Fernsehen zu verbieten. Diesen staatlichen Eingriff mussten die Studentinnen als Parteienvertreter auf eine Vereinbarkeit mit europäischen Rechtsgrundlagen hin überprüfen. Nachdem die Studentinnen Ende November des letzten Jahres die in englischer und französischer Sprache verfassten Schriftsätze eingereicht hatten, kam am Montag die erfreuliche Nachricht, dass sich beide Gruppen unter den besten 48 Teams aus Europa und Nordamerika befinden. Lohn für diesen Erfolg ist die Teilnahme an den Finalrunden in Zagreb und Dublin, welche im Februar stattfinden werden. Dort gilt es, sich etwa gegen Gegner aus Harvard, Oxford oder dem Europa-Kolleg Brügge zu beweisen.Die Teams, welche vom Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Oliver Dörr und seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Dr. Daniela Heinemann und Jan-Bernd Seeger betreut werden, zeigten sich über diesen Zwischenerfolg sichtlich erfreut und hoffen nun, die Universität Osnabrück würdig zu vertreten. Im Falle des Erfolges winkt die Teilnahme am so genannten All European Final in Luxemburg. Dann würden die Studentinnen die Möglichkeit haben, ihre Sichtweise vor dem »wirklichen« EuGH zu präsentieren, um aus allen Teilnehmern den Gesamtsieger zu ermitteln.
Prof. Dr. Oliver Dörr: »Eine Qualifikation beider Teams war keineswegs selbstverständlich. Immerhin hat weniger als die Hälfte aller angemeldeten Gruppen diese Zwischenrunden erreichen können. Dass wir erstmals gleich zwei Teams in diesem fremdsprachlichen Wettbewerb stellen und sich beide qualifizieren konnten, erfüllt uns natürlich mit Stolz. Die weiteren Herausforderungen, die sich angesichts der hochkarätigen Konkurrenz stellen werden, nehmen wir gerne an.« Bevor es allerdings nach Kroatien und Irland geht, steht am 4. Februar um 10 Uhr eine öffentliche Proberunde im European Legal Studies Institute, Süsterstraße 28, Raum E03, gegen die Studenten der Freien Universität Berlin an. Hierzu sind Interessierte herzlich eingeladen.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Oliver Dörr LL.M., Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6051, Fax +49 541 969 6049
LS-doerr@uni-osnabrueck.de
