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Energie

Strom und Wärme

PV-Anlage auf dem Dach der umgebauten Reithalle

Seit 1990 erfasst die Universität Osnabrück kontinuierlich ihren Strom- und Wärmeverbrauch. Die Universität schneidet hinsichtlich des Stromverbrauchs im Vergleich mit dem Durchschnittsverbrauch der Liegenschaften des Landes Niedersachsen bemerkenswert gut ab. Vor allem, wenn man bedenkt, dass in Osnabrück energieintensive naturwissenschaftliche Studiengänge und Forschungseinrichtungen angesiedelt sind, die einen erheblich höheren Stromverbrauch als herkömmliche Verwaltungsgebäude haben. Auch der spezifische Wärmeverbrauch zeigt, das Energieeffizienz möglich ist, und dass obwohl die Universität zu einem großen Teil alte Bausubstanz nutzt. Die Bemühungen um einen effizienten und energiesparenden Betrieb der Gebäude kollidieren dort nicht selten mit den Zielen der Denkmalpflege und der Gebäudegestaltung. Zudem wird der Einsatz erneuerbarer Energien kontinuierlich an der Universität gefördert. Dieser Klima schonende Umgang mit Energie ist unter anderem dem Einsatz modernster Technik sowie dem ambitionierten Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dezernates für Gebäudemanagement zu verdanken.

Energie-Spar-Tipps

Hinweise und Informationen zum Energiesparen finden Sie an der Universität Osnabrück in Form von Plakaten und Informationsmaterialien (siehe Umwelt-Tipps / Flyer / TU WAS Karten). Für spezielle Fragen steht die Umweltkoordinatorin zur Verfügung.

Photovoltaikanlage - 460 Quadratmeter  auf der ehemaligen Reithalle am Westerberg

Ende 2004 ging die Photovoltaikanlage (PV) auf dem Dach der umgebauten Reithalle am Westerberg ans Netz. Es ist die größte Anlage auf einem historischen Gebäude in der Region Osnabrück. Die Module wurden direkt auf einer traditionellen Dachstuhl-Unterkonstruktion befestigt. Das Grundprinzip des Systems besteht darin, Solarzellen auf Stahlblech zu laminieren. So entsteht ein intelligentes Bauelement mit integrierter Solarstromerzeugung. Aktuelle Daten zur Sonnenstromerzeugung unter www.dez6.uos.de/pvanlage/src/web/pvan.php

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Die Universität hat 2012 den Betrieb des Fernheizwerkes am Campus Westerberg übernommen. Der selbsterzeugte Strom und die Wärme werden vollständig am gemeinsamen Campus Westerberg von Universität und Hochschule Osnabrück verbraucht. Neben der eigentlichen Versorgung mit Energie durch Wärme sowie Strom dienen die BHKW-Module außerdem als Netzersatzanlage bei einem Stromausfall. Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass eine Erhöhung der elektrischen Anschlussleistung der BHKW-Module sinnvoll und wirtschaftlich ist.
Neues Anlagenkonzept 2013: In das vorhandene Gebäude werden zwei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von 240 KW sowie 400 KW in die Heizanlage eingebunden. Ein altes BHKW-Modul wird demontiert. Das zweite funktionsfähige BHKW-Modul wird im Gebäude belassen, dient jedoch nicht mehr der Deckung des Energiebedarfs im normalen Betriebszustand, sondern ausschließlich im Bedarfsfall Netzersatz zur Lieferung von elektrischer Energie. Durch das Belassen des Bestand-BHKW-Moduls und der zwei neuen Aggregate erhöht sich die mindestens zur Verfügung stehende elektrische Netzersatzleistung erheblich, wenn gleichzeitig davon ausgegangen wird, dass eines der beiden neuen BHKWs zum Beispiel aus Wartungsgründen gerade nicht zur Verfügung steht.

Gebäudeleittechnik (GLT)

Der Vorläufer der GLT, die Zentrale Leittechnik (ZLT), etablierte sich an der Universität Osnabrück bereits in den 80er Jahren. Mittlerweile liegt die Deckungsrate der DDC-Technik (Direct-Digital-Control) der betriebstechnischen Anlagen bei etwa 85 Prozent. Dank des Einsatzes dieser modernen Technik und des Engagements des Dezernates für Gebäudemanagement können die gebäudetechnischen Anlagen der Universität Osnabrück möglichst bedarfsgerecht betrieben und gesteuert werden.

CO2-Ampeln in Geb. 15/EW

Seit Mai 2012 werden in den Seminarräumen 15/130 und 15/133 sowie dem CIP-Pool 15/502 CO2-Ampeln getestet. Die Geräte sollen helfen, durch effektives Lüften ein gesundes Lernklima in den Räumen zu schaffen und gleichzeitig Energie zu sparen. (siehe TU WAS Karten)