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Profilelemente der Universität Osnabrück
Die Profilelemente der Universität Osnabrück beschreiben die wissenschaftlichen Schwerpunktsetzungen, die als institutionalisierte Verbundforschung in besonderer Weise profilbildend wirken. Die Stärkung der vorhandenen Profilelemente sowie der Aufbau neuer forschungsbezogener Profilelemente sind dabei ein strategisches Kernziel der Universität Osnabrück und entsprechend Gegenstand im 2009 von Senat, Präsidium und Hochschulrat beschlossenen Hochschulentwicklungsplan.
Bestehende Profilelemente der Universität Osnabrück
1. Europäische Rechtswissenschaft
Das European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück wurde zum Wintersemester 2003/04 durch die Universität Osnabrück mit Mitteln des Landes Niedersachsen aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagenstiftung als wissenschaftliche Einrichtung des Fachbereichs Rechtswissenschaften gegründet. Das Institut widmet sich neben dem Europäischen Gemeinschaftsrecht und dem Internationalen Privatrecht vor allem der innereuropäischen Rechtsvergleichung auf den Gebieten des Privatrechts und des öffentlichen Rechts.
2. Frühe Neuzeit-Forschung und Kulturhistorische Friedensforschung
Das Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit der Universität Osnabrück (IKFN) hat sich schon vor dem sogenannten cultural turn der Geisteswissenschaften kulturgeschichtlich international positioniert. Der Forschungsschwerpunkt Europäische Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit erfordert einen explizit interdisziplinäreren Zuschnitt. Im Institut sind daher die Professuren für mittelalterliche sowie frühneuzeitliche Geschichte, evangelische Kirchengeschichte, Kunst-, Musik- sowie Rechtsgeschichte, für Latinistik, Germanistik, Romanistik und Anglistik vertreten.
3. Frühkindliche Bildung und Entwicklung
In Niedersächsischen Institut für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), ein An-Institut der Universität Osnabrück, werden Entwicklung und Lernen in einem holistischen Prozess systematisch aufeinander bezogen, um Bildungsprozesse in ihrem dynamischen Verlauf zu verstehen. Das landesweit vernetzte nifbe bearbeitet in diesem Sinne die frühkindliche Bildung und Entwicklung, einschließlich der Begabungsförderung, von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung von Forschungsergebnissen.
4. Kognitionswissenschaft
1993 wurde das Institut für semantische Informationsverarbeitung gegründet. Aus diesem ist zu Beginn dieses Jahrzehnts das breiter aufgestellte Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) hervorgegangen, in dem Arbeitsgruppen aus Computerlinguistik, Kognitiver Psychologie, Künstlicher Intelligenz, Neuroinformatik, Neurokybernetik, Neurobiopsychologie und Philosophie des Geistes und der Kognition wegweisend integriert sind. Das IKW sieht seine Stärke darin, dass gleichermaßen niedere und höhere kognitive Fähigkeiten erforscht werden.
5. Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente
Seit Januar 2011 fördert die DFG einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB 944) mit dem Titel Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente. Die Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung der Organisation von Proteinen und Lipiden im zellulären Kontext. Die am SFB beteiligten Gruppen versuchen aufzuklären, wie die jeweilige Mikroumgebung eines Proteins die Funktionsweise eines Organells und letztlich der ganzen Zelle beeinflusst. Von besonderem Interesse ist die raum/zeitliche Veränderung solcher Mikroumgebungen auch Mikrokompartimente genannt und ihre Bedeutung für das (Über-) leben von Organismen.
6. Migrationsforschung
Migration, Integration, Interkulturalität und die Begegnung von Mehrheiten und Minderheiten bilden zentrale Problembereiche und Gestaltungsaufgaben von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Seit 1991 beschäftigt sich das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück mit den vielfältigen Aspekten räumlicher Mobilität und interkultureller Begegnung in Geschichte und Gegenwart mit dem Schwerpunkt Europa. Das exzellent evaluierte und in Evaluationen als mustergültig empfohlene IMIS war in Deutschland das erste einschlägige, mit festem und dauerhaftem Personal und Haushalt etatisierte reguläre Universitätsinstitut dieser interdisziplinären und interfakultären Bandbreite.
7. Umweltsystemwissenschaft
Das Institut für Umweltsystemforschung hat sich aus bescheidenen Anfängen im Jahr 1994 zu einer national und international anerkannten wissenschaftlichen Einrichtung entwickelt. Bereits 1989 war der bundesweit einmalige Diplom-Studiengang Angewandte Systemwissenschaft eingerichtet worden. Forschung und Lehre in der Angewandten Systemwissenschaft sind eng mit der Mathematik und Informatik sowie natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern vernetzt.
8. Virtuelle Lehre und Informationsmanagement
Das Zentrum für Informationsmanagement und virtuelle Lehre der Universität Osnabrück (virtUOS) ist eine zentrale Forschungs- und Serviceeinrichtung der Universität. Aufgabe ist es, innovative Technologien im Umfeld von Lehre und Hochschulorganisation zu erforschen bzw. zu entwickeln und in Kooperation mit anderen Institutionen der Hochschule prozessbasiert einzuführen. Mittlerweile ist die Institution in Niedersachsen und darüber hinaus (so z.B. insbesondere im ELAN-Kontext) dicht vernetzt. Ziel ist es, die erreichte, bundesweit anerkannte Spitzenposition der Universität Osnabrück in allen Bereichen des Einsatzes elektronischer Werkzeuge zu halten und auszubauen.
9. Islamische Theologie
Die Universität Osnabrück ist Vorreiterin im Bereich der Islamischen Religionspädagogik und Theologie in Deutschland und in Europa. Bereits 2002 begann mit Unterstützung der muslimischen Verbände und des Landes Niedersachsen die Ausbildung von muslimischen Religionslehrerinnen und -lehrern. 2007 ging daraus der Studiengang Islamische Religionspädagogik hervor und 2010 startete das bundesweit erste Weiterbildungsprogramm für Imame und Seelsorgerinnen. Im 2008 gegründeten Zentrum für Interkulturelle Islamstudien (ZIIS) wurde die Forschung zu Beziehungen der abrahamischen Religionen und die Rückbindung der Theologien an ihre (religions-)pädagogische Vermittlung unter Einbezug von Studien zu interreligiösen Grundlagen der Religionspädagogik sowie der Migrationsforschung institutionalisiert. Ziel des 2012 gegründeten Instituts für Islamische Theologie ist es, eine wissenschaftliche Einrichtung zu schaffen, die mit Partnern aus nationalen und internationalen Hochschulen, muslimischen Verbänden und renommierten Theologien vernetzt ist und die islamische Theologie im europäischen und globalen Kontext sowohl in Forschung als auch Lehre kompetent vertritt.
