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Mentoring an der Universität Osnabrück

Schaubild zur Definition des Begriffes Mentoring

Die Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftlerinnen zählen zu den zielgerichteten Instrumenten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück. Die Universität trägt mit den Programmen dazu bei, hochqualifizierten Frauen optimale Chancen zur Verwirklichung ihrer Karrierewünsche zu bieten. Die Programme kombinieren die individuelle Mentoring-Beziehung zwischen Mentees und Mentorinnen bzw. Mentoren mit einem bedarfsorientierten Qualifizierungs-Programm, in dem der Netzwerkgedanke eine wichtige Rolle spielt. Die Mentoring-Programme sind im Zentrum für Promovierende und promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen an der Universität Osnabrück (ZePrOs) angesiedelt.

 

 

Poster des Mentoring-Programms für Doktorandinnen 2016

Start des Bewerbungsverfahrens im Mentoring für Doktorandinnen

Programmflyer DE, EN

Weitere Informationen

Einladung zur Abschlussfeier im Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Anlässlich des Abschlusses des Mentoring-Programmdurchlaufes für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen sowie des aktuellen Durchlaufes für Doktorandinnen laden wir alle Mentoring-Interessierten herzlich ein zur
Abschlussfeier
am 25. Juni 2015 ab 15.30 Uhr
im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück

Im Rahmen der Veranstaltung werden Tandems rückblickend über ihre Erfahrungen mit dem Mentoring berichten und es werden erste Ergebnisse einer Befragung ehemaliger Mentees vorgestellt. Darüber hinaus wird das Programm des kommenden Mentoring-Durchlaufes für Doktorandinnen präsentiert. Das Bewerbungsverfahren startet im Juni. Ebenso laden wir Sie herzlich ein zum anschließenden öffentlichen Vortrag von Prof.in Dr. Inken Lind, Professorin für Psychologie am Institut für Geschlechterstudien (IFG) an der Fachhochschule Köln zum Thema: "Lebensplanung (un)möglich? - Wissenschaftliche Laufbahn an deutschen
Hochschulen unter Lebenslaufperspektive"

In dem Vortrag wird herausgestellt, unter welchen Bedingungen Familiengründung / Familienzeit und akademische Laufbahn möglich sind und welche Bedeutung der Gender-Kategorie dabei zukommt. Beide parallele biographische Verläufe, sowohl Familienverantwortung als auch wissenschaftliche Tätigkeit, werden unter dem Aspekt von Zeitstrukturen und Zeitentgrenzung betrachtet.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung  bis zum 17. Juni 2015!

Netzwerkabend zum Thema "Auslandserfahrungen während und nach der Promotion"

Am 3. März um 18.00 Uhr sind alle Mentees und MentorInnen des Mentoring-Programms für Doktorandinnen eingeladen, um über die Einbindung von Auslandsaufenthalten in berufliche Laufbahnen zu diskutieren.

Der internationale Austausch während und nach der Promotionsphase wird in vielen universitären und außeruniversitären Bereichen als ein Qualitätsmerkmal für die berufliche Karriere angesehen. Die Wahl einer geeigneten Form des Auslandsaufenthaltes und der Aufbau internationaler Kontakte sind von individuellen Faktoren abhängig. Im Rahmen des Netzwerkabends werden in Kurzvorträgen Finanzierung­smöglichkeiten und Formen internationaler Aktivitäten sowie Möglichkeiten der Anbahnung internationaler Kontakte vorgestellt. In der anschließenden Podiumsdiskussion sprechen WissenschaftlerInnen über ihre Auslandsaufenthalte und ihre persönlichen Erfahrungen.

Der Diskussionsabend findet im Gästehaus der Universität Osnabrück (Lürmannstraße 33, Osnabrück) statt.

Aktuelle Programme

Doktorandinnen
(Juni 2014 - Juni 2015)

Aktuelles Programm

Programmflyer DE, EN

Leitfaden für Mentorinnen, Mentoren und Mentees DE, EN

Bedeutung des Mentoring

Mentoring lässt sich definieren als eine Förderbeziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft (Mentorin oder Mentor) und einer Nachwuchskraft mit Führungspotenzial (Mentee). In der Mentoring-Beziehung geht es um die individuelle Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung der Mentee. Mentoring ist eine Form informellen Lernens, bei dem Erfahrungen und Wissen zwischen Menschen unterschiedlicher Entwicklungs- und Hierarchiestufen ausgetauscht werden.

Während Mentoring-Programme in Wirtschaft und Politik schon länger etabliert sind, haben sie seit den 1990er Jahren zunehmend Verbreitung an Universitäten gefunden und sich als Instrumente zur effektiven und zielgerichteten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengerechtigkeit bewährt.

Ziele des Mentoring

Qualitätsstandards

Die Mentoring-Programme der Universität Osnabrück sind auf der Grundlage der Qualitätsstandards des Bundesverbandes Forum Mentoring e.V. konzipiert.

Mit steigender Qualifizierungsstufe lässt sich innerhalb des Wissenschaftssystems ein sinkender Anteil an Frauen feststellen. Mit diesem als "leaky pipeline" bekannten Phänomen geht beträchtliches wissenschaftliches Potential für Universitäten verloren. So verzeichnet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) für 2011 einen bundesweiten durchschnittlichen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der Professuren von 18% Prozent. Zu den Ursachen zählen oft fehlende Netzwerke und Vorbilder für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen oder eine zielgerichtete Unterstützung bei der Karriereplanung. Mit den Mentoring-Programmen möchte die Universität Osnabrück einen Beitrag dazu leisten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Entsprechend ihres spezifischen Beratungsbedarfs sollen hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Führungspositionen individuell gefördert werden. Hierbei sollen ihre Kompetenzen und Potenziale gestärkt und sichtbar gemacht werden. Mittelfristig soll das Mentoring-Programm zum Erreichen einer größeren Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen beitragen.

Vorteile des Mentoring

Von einem Mentoring-Programm profitieren alle Beteiligten. Der Gewinn liegt vor allem auf Seiten der Mentees, die eine individuelle akademische Karriereberatung erhalten. Aber auch Mentorinnen und Mentoren, die sich ehrenamtlich in der Nachwuchsförderung engagieren und die Universitäten, die das Programm in ihr Angebot zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufgenommen haben, ziehen einen Nutzen daraus.

Nutzen für Mentees:

  • Individuelle Unterstützung bei der strategischen Karriereplanung
  • Qualifizierung in wissenschaftsspezifischen und fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen
  • Stärkung von Management- und Führungskompetenzen
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Akquise von Forschungsfördermitteln
  • Informationen über informelle „Spielregeln“ innerhalb des Wissenschaftssystems
  • Erschließung interdisziplinärer Netzwerke

Nutzen für Mentorinnen und Mentoren:

  • Aktive Rolle in der akademischen Nachwuchsförderung und Spaß, einen jungen Menschen beruflich voranzubringen
  • Feedback und Information aus einer anderen Hierarchieebene, die eigene Mitarbeiterinnen nicht so offen zurückspiegeln
  • Reflexion des eigenen Karriereweges und der eigenen Führungserfahrungen
  • Weiterentwicklung der Beratungskompetenzen und Gewinn neuer Impulse für die eigene Arbeit
  • Erweiterung interdisziplinärer wissenschaftlicher Netzwerke

Nutzen für die Universität

  • Qualitätssteigerung in der Nachwuchsförderung
  • Vorteile im Wettbewerb um wissenschaftlichen Nachwuchs durch eine zielorientierte und bedarfsgerechte Förderung
  • Beitrag zu gleichstellungsorientierter Wissenschaftskultur durch Förderung von Chancengerechtigkeit
  • Erzeugung von Synergien durch Networking (z.B. neue Forschungskooperationen zu interdisziplinären Fragen)