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Mentoring an der Universität Osnabrück

Schaubild zur Definition des Begriffes Mentoring

Die Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftlerinnen zählen zu den zielgerichteten Instrumenten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück. Die Universität trägt mit den Programmen dazu bei, hochqualifizierten Frauen optimale Chancen zur Verwirklichung ihrer Karrierewünsche zu bieten. Die Programme kombinieren die individuelle Mentoring-Beziehung zwischen Mentees und Mentorinnen bzw. Mentoren mit einem bedarfsorientierten Qualifizierungs-Programm, in dem der Netzwerkgedanke eine wichtige Rolle spielt. Die Mentoring-Programme sind im Zentrum für Promovierende und promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen an der Universität Osnabrück (ZePrOs) angesiedelt.

Das Mentoring für Doktorandinnen geht in die dritte Runde - Bewerbungen bis zum 31. August möglich

Bis zum 31. August können Sie sich für das Mentoring-Programm für Doktorandinnen "Karrierewege in Wissenschaft und Wirtschaft" bewerben. Das Programm startet im Januar 2016 und zielt darauf ab, Doktorandinnen im Hinblick auf ihre Karriereentwicklung individuell zu unterstützen.
Interessierte sind herzlich zu einem Informationsgespräch eingeladen (elke.bertke@uni-osnabrueck.de Tel.: +49 541 969 6219). Weitere Informationen zur Teilnahme finden Sie hier.

Programmflyer DE, EN

Vorläufiges Programm

Positive Bilanz: Erfolgreicher Programmabschluss im Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Die Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Osnabrück ziehen zum Abschluss der aktuellen Programmdurchläufe eine positive Bilanz.  Im Rahmen der diesjährigen Abschlussfeier wurden 24 Mentoring-Tandems mit einem Zertifikat für die erfolgreiche Programmteilnahme verabschiedet. Davon haben 13 Tandems das einjährige Programm für Doktorandinnen und elf das anderthalbjährige Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen durchlaufen.

Anlässlich der Abschlussfeier referierte Professorin Dr. Inken Lind vom Institut für Geschlechterstudien der Fachhochschule Köln zum Thema Lebensplanung (un)möglich? – Wissenschaftliche Laufbahn an deutschen Hochschulen unter Lebenslaufperspektive. Im Mittelpunkt des Vortrages standen die Fragen, unter welchen Bedingungen Familiengründung / Familienzeit und akademische Laufbahn möglich sind und welche Bedeutung der Gender-Kategorie dabei zukommt. 

Bedeutung des Mentoring

Mentoring lässt sich definieren als eine Förderbeziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft (Mentorin oder Mentor) und einer Nachwuchskraft mit Führungspotenzial (Mentee). In der Mentoring-Beziehung geht es um die individuelle Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung der Mentee. Mentoring ist eine Form informellen Lernens, bei dem Erfahrungen und Wissen zwischen Menschen unterschiedlicher Entwicklungs- und Hierarchiestufen ausgetauscht werden.

Während Mentoring-Programme in Wirtschaft und Politik schon länger etabliert sind, haben sie seit den 1990er Jahren zunehmend Verbreitung an Universitäten gefunden und sich als Instrumente zur effektiven und zielgerichteten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengerechtigkeit bewährt.

Ziele des Mentoring

Qualitätsstandards

Die Mentoring-Programme der Universität Osnabrück sind auf der Grundlage der Qualitätsstandards des Bundesverbandes Forum Mentoring e.V. konzipiert.

Mit steigender Qualifizierungsstufe lässt sich innerhalb des Wissenschaftssystems ein sinkender Anteil an Frauen feststellen. Mit diesem als "leaky pipeline" bekannten Phänomen geht beträchtliches wissenschaftliches Potential für Universitäten verloren. So verzeichnet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) für 2011 einen bundesweiten durchschnittlichen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der Professuren von 18% Prozent. Zu den Ursachen zählen oft fehlende Netzwerke und Vorbilder für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen oder eine zielgerichtete Unterstützung bei der Karriereplanung. Mit den Mentoring-Programmen möchte die Universität Osnabrück einen Beitrag dazu leisten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Entsprechend ihres spezifischen Beratungsbedarfs sollen hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Führungspositionen individuell gefördert werden. Hierbei sollen ihre Kompetenzen und Potenziale gestärkt und sichtbar gemacht werden. Mittelfristig soll das Mentoring-Programm zum Erreichen einer größeren Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen beitragen.

Vorteile des Mentoring

Von einem Mentoring-Programm profitieren alle Beteiligten. Der Gewinn liegt vor allem auf Seiten der Mentees, die eine individuelle akademische Karriereberatung erhalten. Aber auch Mentorinnen und Mentoren, die sich ehrenamtlich in der Nachwuchsförderung engagieren und die Universitäten, die das Programm in ihr Angebot zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufgenommen haben, ziehen einen Nutzen daraus.

Nutzen für Mentees:

  • Individuelle Unterstützung bei der strategischen Karriereplanung
  • Qualifizierung in wissenschaftsspezifischen und fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen
  • Stärkung von Management- und Führungskompetenzen
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Akquise von Forschungsfördermitteln
  • Informationen über informelle „Spielregeln“ innerhalb des Wissenschaftssystems
  • Erschließung interdisziplinärer Netzwerke

Nutzen für Mentorinnen und Mentoren:

  • Aktive Rolle in der akademischen Nachwuchsförderung und Spaß, einen jungen Menschen beruflich voranzubringen
  • Feedback und Information aus einer anderen Hierarchieebene, die eigene Mitarbeiterinnen nicht so offen zurückspiegeln
  • Reflexion des eigenen Karriereweges und der eigenen Führungserfahrungen
  • Weiterentwicklung der Beratungskompetenzen und Gewinn neuer Impulse für die eigene Arbeit
  • Erweiterung interdisziplinärer wissenschaftlicher Netzwerke

Nutzen für die Universität

  • Qualitätssteigerung in der Nachwuchsförderung
  • Vorteile im Wettbewerb um wissenschaftlichen Nachwuchs durch eine zielorientierte und bedarfsgerechte Förderung
  • Beitrag zu gleichstellungsorientierter Wissenschaftskultur durch Förderung von Chancengerechtigkeit
  • Erzeugung von Synergien durch Networking (z.B. neue Forschungskooperationen zu interdisziplinären Fragen)