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Mentoring an der Universität Osnabrück

Schaubild zur Definition des Begriffes Mentoring

Das Mentoring-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen zählt zu den zielgerichteten Instrumenten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück. Die Universität trägt mit dem Programm dazu bei, hochqualifizierten Frauen optimale Chancen zur Verwirklichung ihrer Karrierewünsche zu bieten. Das Programm kombiniert die individuelle Mentoring-Beziehung zwischen Mentees und Mentorinnen bzw. Mentoren mit einem bedarfsorientierten Qualifizierungs-Programm, in dem der Netzwerkgedanke eine wichtige Rolle spielt. Das Mentoring-Programm ist im Zentrum für Promovierende und promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen an der Universität Osnabrück (ZePrOs) angesiedelt. Es wird in enger Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro umgesetzt.

Faktoren erfolgreicher Karriereentwicklung für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Podiumsdiskussion zum Programmauftakt des zweiten Mentorings für Doktorandinnen

Anlässlich des Auftaktes des zweiten Programm­durchlaufes des Mentorings für Doktoran­dinnen trafen sich Mentorinnen, Mentoren, Mentees und Interes­sierte der Universität Osna­brück am 21. Juli zu einer Podiumsdiskussion im Zimeliensaal. Das Thema des Abends lautete „Karriereverläufe erfolg­reicher Frauen“.

"Staffelstab-Übergabe" im Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Zum Abschluss des ersten Mentoring-Programms für Doktorandinnen an der Universität Osnabrück luden das ZePrOs und das Gleichstellungsbüro im März zur feierlichen „Staffelstab-Übergabe“ ein. Im Rahmen der Veranstaltung berichteten erfahrene Mentees und Mentorinnen über ihre Zusammenarbeit. Sie übergaben den „Staffelstab“ symbolisch an die Teilnehmerinnen des folgenden Programmdurchlaufs, der mit 12 Postdoktorandinnen und Juniorprofessor­innen unterschiedlicher Fachdisziplinen zu Beginn des Jahres an den Start ging. Die Vizepräsidentin für Forschung- und Nachwuchsförderung, Prof.in Dr. May-Britt Kallenrode, dankte insbesondere den Mentorinnen für die Unterstützung des Programms, deren Engagement den Erfolg von Mentoring-Programmen im Wesentlichen ausmacht. Anlässlich der „Staffelstab-Übergabe“ referierte Marion Knaths (sheboss, Hamburg), im Anschluss vor über 230 Gästen zum Thema „Spiele mit der Macht“.

Programm

Aktuelle Programme

Doktorandinnen
(Juni 2014 - Juni 2015)

Aktuelles Programm

Programmflyer DE, EN

Leitfaden für Mentorinnen, Mentoren und Mentees DE, EN

Bedeutung des Mentoring

Mentoring lässt sich definieren als eine Förderbeziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft (Mentorin oder Mentor) und einer Nachwuchskraft mit Führungspotenzial (Mentee). In der Mentoring-Beziehung geht es um die individuelle Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung der Mentee. Mentoring ist eine Form informellen Lernens, bei dem Erfahrungen und Wissen zwischen Menschen unterschiedlicher Entwicklungs- und Hierarchiestufen ausgetauscht werden.

Während Mentoring-Programme in Wirtschaft und Politik schon länger etabliert sind, haben sie seit den 1990er Jahren zunehmend Verbreitung an Universitäten gefunden und sich als Instrumente zur effektiven und zielgerichteten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengerechtigkeit bewährt.

Ziele des Mentoring

Qualitätsstandards

Das Mentoring der Universität Osnabrück ist nach den Qualitätsstandards des Vereins Forum Mentoring e.V. konzipiert.

Mit steigender Qualifizierungsstufe lässt sich innerhalb des Wissenschaftssystems ein sinkender Anteil an Frauen feststellen. Mit diesem als "leaky pipeline" bekannten Phänomen geht beträchtliches wissenschaftliches Potential für Universitäten verloren. So verzeichnet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) für 2011 einen bundesweiten durchschnittlichen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der Professuren von 18% Prozent. Zu den Ursachen zählen oft fehlende Netzwerke und Vorbilder für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen oder eine zielgerichtete Unterstützung bei der Karriereplanung. Mit dem Mentoring-Programm möchte die Universität Osnabrück einen Beitrag dazu leisten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Entsprechend ihres spezifischen Beratungsbedarfs sollen hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Führungspositionen individuell gefördert werden. Hierbei sollen ihre Kompetenzen und Potenziale gestärkt und sichtbar gemacht werden. Mittelfristig soll das Mentoring-Programm zum Erreichen einer größeren Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen beitragen.

Vorteile des Mentoring

Von einem Mentoring-Programm profitieren alle Beteiligten. Der Gewinn liegt vor allem auf Seiten der Mentees, die eine individuelle akademische Karriereberatung erhalten. Aber auch Mentorinnen und Mentoren, die sich ehrenamtlich in der Nachwuchsförderung engagieren und die Universitäten, die das Programm in ihr Angebot zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufgenommen haben, ziehen einen Nutzen daraus.

Nutzen für Mentees:

  • Individuelle Unterstützung bei der strategischen Karriereplanung
  • Qualifizierung in wissenschaftsspezifischen und fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen
  • Stärkung von Management- und Führungskompetenzen
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Akquise von Forschungsfördermitteln
  • Informationen über informelle „Spielregeln“ innerhalb des Wissenschaftssystems
  • Erschließung interdisziplinärer Netzwerke

Nutzen für Mentorinnen und Mentoren:

  • Aktive Rolle in der akademischen Nachwuchsförderung und Spaß, einen jungen Menschen beruflich voranzubringen
  • Feedback und Information aus einer anderen Hierarchieebene, die eigene Mitarbeiterinnen nicht so offen zurückspiegeln
  • Reflexion des eigenen Karriereweges und der eigenen Führungserfahrungen
  • Weiterentwicklung der Beratungskompetenzen und Gewinn neuer Impulse für die eigene Arbeit
  • Erweiterung interdisziplinärer wissenschaftlicher Netzwerke

Nutzen für die Universität

  • Qualitätssteigerung in der Nachwuchsförderung
  • Vorteile im Wettbewerb um wissenschaftlichen Nachwuchs durch eine zielorientierte und bedarfsgerechte Förderung
  • Beitrag zu gleichstellungsorientierter Wissenschaftskultur durch Förderung von Chancengerechtigkeit
  • Erzeugung von Synergien durch Networking (z.B. neue Forschungskooperationen zu interdisziplinären Fragen)