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Pressemeldung

Nr. 331 / 2011

06. Oktober 2011 : Anonymes Online-Angebot für Frauen mit Essstörungen - Universität Osnabrück: Teilnehmerinnen für Wirksamkeitsstudie gesucht

Unter der Leitung der soeben an die Universität Osnabrück berufenen Professorin für Klinische Psychologie Dr. Silja Vocks haben die Diplom-Psychologinnen Katrin Hötzel und Ruth von Brachel das Internet-Programm »ESS-KIMO« für Frauen, die an Essstörungen leiden, an der Ruhr Universität Bochum entwickelt. In einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekt soll die Wirksamkeit dieses anonymen und niederschwelligen Angebots überprüft werden. Das Forschungsprojekt wird nun an der Universität Osnabrück in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Um die Wirksamkeit des Programms weiter zu untersuchen, werden nun Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, die an Magersucht (Anorexie) oder Bulimie (Ess-Brechsucht) leiden oder die den Eindruck haben, Schlankheit, Essen und Diät spielen eine zu große Rolle in ihrem Leben, gesucht.

Unter der Leitung der soeben an die Universität Osnabrück berufenen Professorin für Klinische Psychologie Dr. Silja Vocks haben die Diplom-Psychologinnen Katrin Hötzel und Ruth von Brachel das Internet-Programm »ESS-KIMO« für Frauen, die an Essstörungen leiden, an der Ruhr Universität Bochum entwickelt. In einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekt soll die Wirksamkeit dieses anonymen und niederschwelligen Angebots überprüft werden. Das Forschungsprojekt wird nun an der Universität Osnabrück in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt.

Im Rahmen des Programms können sich Frauen anonym mit ihrem Essverhalten und ihren Einstellungen zum Thema Essen und Figur auseinandersetzen. Katrin Hötzel erklärt, dass Frauen mit Essproblemen oft sehr ambivalent seien. »Einerseits leiden sie unter der Essstörung und den damit verbundenen Stimmungsproblemen, den Konflikten im Umfeld oder den ständigen Gedanken an Essen. Andererseits ist ihnen Schlankheit sehr wichtig für die eigene Selbstbewertung oder das Hungern gibt ihnen ein Gefühl von Kontrolle.« Aus diesem Grund fühlen sich die Betroffenen hin- und hergerissen und eine Entscheidung für eine Veränderung fällt ihnen sehr schwer. Hier setzt »ESS-KIMO« an und gibt interessierten Frauen die Möglichkeit, mit Unterstützung von Diplom-Psychologinnen mehr Klarheit über die eigenen Wünsche und die eigene Motivation, etwas an der Essstörung zu verändern, zu erlangen.

Das Programm besteht aus sechs Sitzungen, in denen die Teilnehmerinnen Informationen erhalten und sich in Übungen mit ihren Einstellungen auseinandersetzen können. Sie erhalten zu jeder Übung ein detailliertes und individuelles Feedback der Diplom-Psychologinnen.

Viele Frauen schämen sich auch für ihre Essstörung und zögern deswegen, Hilfe aufzusuchen, ergänzt Ruth von Brachel. Aus diesem Grund bleibt während der gesamten Teilnahme bei ESS-KIMO die Anonymität der Frauen gewährt. »ESS-KIMO« sei keine Therapie, so Prof. Silja Vocks, könne aber vor einer solchen durchlaufen werden oder auch dafür genutzt werden zu entscheiden, ob sich eine Frau wegen ihrer Essstörung in eine Psychotherapie begeben möchte.

Um die Wirksamkeit des Programms weiter zu untersuchen, werden nun Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, die an Magersucht (Anorexie) oder Bulimie (Ess-Brechsucht) leiden oder die den Eindruck haben, Schlankheit, Essen und Diät spielen eine zu große Rolle in ihrem Leben, gesucht. »ESS-KIMO« richtet sich nicht an Frauen, die ausschließlich an starkem Übergewicht (Adipositas) leiden. Vor einer Teilnahme wird anhand von Fragebogenangaben geprüft, ob das Programm passend ist. Einige Frauen können dann direkt mit dem Programm starten, andere müssen acht Wochen auf den Beginn des Programms warten. Die bisherigen Teilnehmerinnen bewerteten das Programm sehr positiv und berichteten, dass sie nach Beendigung von »ESS-KIMO« Veränderungen in der großen Bedeutung von Essen und Schlankheit bemerkten. Darüber hinaus waren sich die meisten Frauen nach Teilnahme an dem Programm bewusster über die Kosten und Nutzen ihrer Essstörung. Weitere Informationen unter www.ess-kimo.ruhr-uni-bochum.de

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4462
christian.v.bar@uni-osnabrueck.de