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Pressemeldung

Nr. 19 / 2009

15. Januar 2009 : Das Ende der Welt oder Drehscheibe der Kulturen? - Uni Osnabrück lädt ein zu einem Gastvortrag

Am Dienstag, 27. Januar, hält die Frankfurter Archäologin Jeanette Werning einen Vortrag zum Thema »Ende der Welt oder Drehscheibe der Kulturen? Neues zur Archäologie in Xinjiang, VR China«. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen den Gebieten Archäologie der Römischen Provinzen und Textiles Gestalten der Universität Osnabrück. Der Vortrag findet um 19 Uhr in der Seminarstraße 33 in Raum 217 (Eingang Große Rosenstraße) statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Am Dienstag, 27. Januar, hält die Frankfurter Archäologin Jeanette Werning einen Vortrag zum Thema »Ende der Welt oder Drehscheibe der Kulturen? Neues zur Archäologie in Xinjiang, VR China«. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen den Gebieten Archäologie der Römischen Provinzen und Textiles Gestalten der Universität Osnabrück. Der Vortrag findet um 19 Uhr in der Seminarstraße 33 in Raum 217 (Eingang Große Rosenstraße) statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Die Neufunde aus der autonomen Region Xinjiang im Nordwesten Chinas werfen ein neues Licht auf bisher unbekannte Kulturen und Verbindungen einer spektakulären Vor- und Frühgeschichte Xinjiangs seit der Bronzezeit (ca. 1800 v. Chr.). Werning: »Die Archäologen entdeckten einige Funde mit skurrilem Charakter, wie bootsförmige Särge, die nicht nur wohlerhaltene Mumien bargen, sondern auch mit Luchshaut bezogene Holzfiguren als Nachahmungen menschlicher Körper.« Andere Funde weisen auf Bezüge zu anderen Regionen wie dem heutigen Kasachstan oder dem Kernland Chinas hin. »Die archäologischen Grabungen bezeugen nicht nur den Wandel und Austausch der Kulturen, sondern liefern auch Indizien für Veränderungen von Umwelt und Wirtschaft, deren Folgen bis heute fortdauern«, so Werning.

In der Zeit zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. wird die Region Xinjiang zum Kreuzungspunkt vielfältiger Kulturen. Etablierte Fernverbindungen blühen auf: ins Kernland von China ebenso wie ins westliche angrenzende Zentralasien und in die Region des heutigen Nordpakistan/ Kaschmir. Die »Seidenstraße« entsteht, und neben die Tradition der Wolltextilien treten Seide und Baumwolle.

Weitere Informationen

PD Dr. Günther Moosbauer, Universität Osnabrück,
Fachbereich Kultur- und Geowissenschaften,
Schloßstraße 8, D-49069 Osnabrück,
Telefon: + 49 541 969 4395 / 4387; Fax: +49 541 969 4397,
guenther.moosbauer@uni-osnabrueck.de