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Pressemeldung

Nr. 41 / 2010

01. Februar 2010 : Das Uniformitätsprinzip - Uni Osnabrück lädt ein zu Vortrag

Erstmals gemeinsam stellen im Wintersemester die Vertreter der verschiedenen Fächer, die an der Universität Osnabrück zur mittelalterlichen Geschichte arbeiten, einen Aspekt ihrer Forschung und Lehre vor und erläutern dabei im Rahmen einer Ringvorlesung auch die unterschiedlichen fachspezifischen Frageansätze, Quellen und Forschungsperspektiven. Am Mittwoch, 3. Februar, spricht um 18 Uhr der Osnabrücker Anglist Prof. Dr. Alexander Bergs über »Das Uniformitätsprinzip und das Risiko des Anachronismus in der historischen Linguistik«.

Erstmals gemeinsam stellen im Wintersemester die Vertreter der verschiedenen Fächer, die an der Universität Osnabrück zur mittelalterlichen Geschichte arbeiten, einen Aspekt ihrer Forschung und Lehre vor und erläutern dabei im Rahmen einer Ringvorlesung auch die unterschiedlichen fachspezifischen Frageansätze, Quellen und Forschungsperspektiven. Am Mittwoch, 3. Februar, spricht um 18 Uhr der Osnabrücker Anglist Prof. Dr. Alexander Bergs über »Das Uniformitätsprinzip und das Risiko des Anachronismus in der historischen Linguistik«. Beginn des Vortrages ist um 18 Uhr im Erweiterungsgebäude in der Seminarstraße 20, Vorlesungsraum 15 / E 10; die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Eine der Grundlagen historischer Arbeit ist das Prinzip der Uniformität, wie es von der Geologie im 18. Jahrhundert entwickelt wurde. Die (Natur-)Gesetze der Gegenwart haben auch in der Vergangenheit ihre Gültigkeit. Etwas, das heute unmöglich ist, muss auch in der Vergangenheit unmöglich gewesen sein. Und umgekehrt. Es gibt und gab also keine »Wunder«. Dieser Vortrag erläutert das Prinzip der Uniformität etwas näher und veranschaulicht seinen Nutzen in der historischen Linguistik und Sprachwandelforschung am Beispiel des englischen Spätmittelalters. Dabei sollen aber auch Probleme und Grenzen, speziell im Bereich der historischen Soziolinguistik aufzeigt werden. Hier gerät man bei der blinden Anwendung des Prinzips schnell in die Gefahr des Anachronismus, also der fälschlichen Vordatierung von Ereignissen, Faktoren und Zuständen.

Weitere Informationen

Apl. Prof. Dr. Gudrun Gleba Universität Osnabrück,
Historisches Seminar,
Schloßstraße 8, D-49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4396,
gudrun.gleba@uni-osnabrueck.de