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Pressemeldung
Nr. 218 / 2009
17. Juni 2009 : Dem Gehirn bei der Arbeit zusehen - Uni Osnabrück: Antrittsvorlesung von Prof. Gruber im Institut für Psychologie
Mit Hilfe des EEG ist es möglich, Hirnaktivitäten genauer zu beobachten. Dabei sind die verschiedenen Hirnströme klassifiziert nach bestimmten Frequenzbereichen. Eines der Frequenzbänder ist das sogenannte Gamma-Band. Prof. Dr. Thomas Gruber, seit Oktober 2008 Leiter des Fachgebiets Allgemeine Psychologie I der Universität Osnabrück, wird auf diesen speziellen Frequenzbereich in Bezug auf die kortikale Informationsverarbeitung in seiner Antrittsvorlesung am 15. Juli eingehen.
Mit Hilfe des EEG ist es möglich, Hirnaktivitäten genauer zu beobachten. Dabei sind die verschiedenen Hirnströme klassifiziert nach bestimmten Frequenzbereichen. Eines der Frequenzbänder ist das sogenannte Gamma-Band. Prof. Dr. Thomas Gruber, seit Oktober 2008 Leiter des Fachgebiets Allgemeine Psychologie I der Universität Osnabrück, wird auf diesen speziellen Frequenzbereich in Bezug auf die kortikale Informationsverarbeitung in seiner Antrittsvorlesung am 15. Juli eingehen. Der Wissenschaftler spricht um 16.15 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16; die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Geboren 1968 in Böblingen, absolvierte Gruber nach dem Abitur zunächst ein Studium zum Diplom-Ingenieur an einer Berufsakademie, in dem er sich insbesondere mit der Signalverarbeitung befasste. »Dort lernte ich die Grundlagen kennen, die mir später beim Verständnis der Informationsverarbeitung im Gehirn zugute kamen.« Von 1992 bis 1998 folgte dann das Studium der Psychologie an der Universität Konstanz, welches Gruber mit einer Diplomarbeit über Aufmerksamkeitsmechanismen abschloss. Nach einem Interregnum an der neuropsychologischen Rehabilitationsklinik Ichenhausen, nahe der Stadt Ulm, begann er seine Promotion. Thema der 2001 eingereichten Untersuchungen waren mit Hilfe des EEG gemessene Zusammenhänge von unbewussten und bewussten Gedächtnisinhalten.
Die nächsten drei Jahre verbrachte Gruber am Lehrstuhl für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Liverpool. Zurück in Deutschland war Gruber zunächst in Leipzig tätig, bis ihn der Ruf nach Osnabrück erreichte. Hier sieht er unter anderem durch die Möglichkeit von Kooperationen mit dem Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) und den renommierten anderen Lehrstühlen des Instituts für Psychologie hervorragende Arbeitsbedingungen: »Die Erforschung der neuronalen Grundlagen von Wahrnehmungs- und Gedächtnismechanismen liegt ja an einer Schnittstelle zwischen Psychologie und den kognitiven Neurowissenschaften.« Weitere Schwerpunkte beziehen sich vor allem auf die Entwicklung neuer Methoden zur Analyse von EEG Daten und deren Anwendung in Forschung und Praxis.
Weitere Informationen
Dekan Prof. Dr. Hartmut Remmers, Universität Osnabrück,
Fachbereich Humanwissenschaften,
Seminarstraße 20, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2474,
hartmut.remmers@uni-osnabrueck.de
