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Pressemeldung

Nr. 306 / 2008

07. November 2008 : Die Aufgabe der Erinnerung in der Pädagogik - Uni Osnabrück: Symposium zu Ehren des Erziehungswissenschaftlers Klaus Mollenhauer

»Die Aufgabe der Erinnerung für die Pädagogik« war das Thema eines Symposions, das vor kurzem anlässlich des 80. Geburtstags eines der bekanntesten deutschen Erziehungswissenschaftler der Nachkriegszeit, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Mollenhauer (1928-1998), im Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück durchgeführt wurde.

Die umfassende Umgestaltung des Erziehungs- und Bildungswesens in unserer sogenannten »Wissensgesellschaft« verlangt allen Beteiligten ein großes Maß an Innovationsbereitschaft ab. Sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Fachdiskussion wird angesichts der insbesondere im internationalen Vergleich sichtbaren Defizite des deutschen Bildungswesens nach neuen Modellen und Lösungen gesucht. Dabei wird häufig vergessen, was für die Pädagogik eigentlich selbstverständlich sein sollte: »Nur wenn wir aus der Vergangenheit lernen, können wir auch erfolgreich die Zukunft gestalten«, erklärt der Osnabrücker Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller. »Die Aufgabe der Erinnerung für die Pädagogik« war daher das Thema eines Symposions, das vor kurzem anlässlich des 80. Geburtstags eines der bekanntesten deutschen Erziehungswissenschaftler der Nachkriegszeit, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Mollenhauer (1928-1998), im Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück durchgeführt wurde.

Unter der Leitung von Vertretungsprofessorin PD Dr. Cornelie Dietrich und Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller, die beide zu den letzten Mitarbeitern Klaus Mollenhauers gehörten, beteiligten sich etwa 30 namhafte Kolleginnen und Kollegen aus der Zunft. Zu den Referentinnen und Referenten gehörten unter anderem Prof. Dr. Micha Brumlik (Frankfurt), Prof. Dr. Yasuo Imai (Tokio) und Prof. Dr. Theodor Schulze (Bielefeld), die neben vielen anderen Teilnehmenden ehemalige Schüler oder Wegbegleiter Mollenhauers waren. Im Zentrum der Beiträge und Diskussion stand die Frage, welche Zwecke, Funktionen und Formen die Erinnerung für die Bildungs- und Lerngeschichte des Einzelnen wie auch für unsere Kultur insgesamt hat.

Das dreitägige Symposion wurde von der Familie Mollenhauer, die ebenfalls anwesend war, mit dem Preisgeld unterstützt, das Klaus Mollenhauer posthum mit der Verleihung des Ernst-Christian-Trapp-Preises durch die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft zugesprochen wurde. Auch die Fritz-Thyssen-Stiftung beteiligte sich an der Finanzierung der Veranstaltung, deren Ergebnisse demnächst in einer Buchpublikation veröffentlicht werden.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Hans-Rüdiger Müller, Universität Osnabrück,
Institut für Erziehungswissenschaft,
Heger-Tor-Wall 9, 49074 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4558, Fax +49 541 969 4561,
ruediger.mueller@uni-osnabreuck.de