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Pressemeldung

Nr. 116 / 2010

03. Mai 2010 : Die Entdeckung der Kunststoffe - Uni Osnabrück: Vortrag für die breite Öffentlichkeit

Kunststoffe sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Hermann Staudinger stellte 1920 in einem Zeitschriftenartikel, der die moderne Polymerchemie begründen sollte, fest, dass Kunststoffe aus langen Kettenmolekülen bestehen, für deren Entdeckung er 1953 den Chemie-Nobelpreis erhielt. In einem Vortrag in der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise« des Fachbereichs Physik der Universität Osnabrück wird Prof. Dr. Martin Steinhart am 6. Mai über diese Entdeckung und ihre weitreichenden Folgen referieren.

Kunststoffe sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Hermann Staudinger stellte 1920 in einem Zeitschriftenartikel, der die moderne Polymerchemie begründen sollte, fest, dass Kunststoffe aus langen Kettenmolekülen bestehen, für deren Entdeckung er 1953 den Chemie-Nobelpreis erhielt. In einem Vortrag in der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise« des Fachbereichs Physik der Universität Osnabrück wird Prof. Dr. Martin Steinhart am 6. Mai über diese Entdeckung und ihre weitreichenden Folgen referieren. Der Vortrag findet um 19.30 Uhr in der Barbarastraße 7, Raum 32/102 (großer Hörsaal), statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

Als Volumenmaterialien dienen Kunststoffe zur Herstellung von Gegenständen des täglichen Bedarfs, vom Plastikeimer bis zum Gartenschlauch. Bauteile aus Hochleistungspolymeren mit besonderen mechanischen Eigenschaften oder großer Hitzebeständigkeit werden zunehmend im Automobilbau und in der Luftfahrtindustrie verwendet, wohingegen bioabbaubare Kunststoffe für biomedizinische Anwendungen von großem Interesse sind. Während Kunststoffe wie synthetischer Kautschuk schon länger hergestellt wurden, war über deren Struktur wenig bekannt – man hielt sie fälschlicherweise für Kolloide.

Steinhart studierte Chemie in Hamburg und Marburg, die Promotion folgte in Marburg. Später war er als Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) tätig, es folgte ein Forschungsaufenthalt am Oak Ridge National Laboratory (USA). Seit 2009 ist Steinhart Professur für Physikalische Chemie an der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Sebastian Schlücker, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik,
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 3592, Fax +49 541 969 13592,
sebastian.schluecker@uni-osnabrueck.de