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Pressemeldung

Nr. 296 / 2008

04. November 2008 : Die Welt der Termiten - Universität Osnabrück: Antrittsvorlesung einer neu berufenen Biologin

Termiten sind höchst soziale Insekten. »Sie sind die ältesten sozialen Lebewesen. Ihre komplexen Gemeinschaften entstanden lange vor denen der uns vertrauteren Ameisen oder Bienen«, erklärt Prof. Dr. Judith Korb von der Universität Osnabrück. In ihrer Antrittsvorlesung am Donnerstag, 27. November, wird die neu berufene Verhaltensforscherin über ihr Arbeitsgebiet berichten. Die Vorlesung findet in der Barbarastraße 11, Hörsaal 35/E01, um 17.15 Uhr statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Termiten sind höchst soziale Insekten. »Sie sind die ältesten sozialen Lebewesen. Ihre komplexen Gemeinschaften entstanden lange vor denen der uns vertrauteren Ameisen oder Bienen«, erklärt Prof. Dr. Judith Korb von der Universität Osnabrück. In ihrer Antrittsvorlesung am Donnerstag, 27. November, wird die neu berufene Verhaltensforscherin über ihr Arbeitsgebiet berichten. Die Vorlesung findet in der Barbarastraße 11, Hörsaal 35/E01, um 17.15 Uhr statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Prof. Korb, geboren 1967 in Wertheim, studierte Diplombiologie an der Universität Würzburg. Nach der Promotion über den Einfluss stochastischer und deterministischer Faktoren auf die Verbreitung einer Termitenart in Westafrika untersuchte die Wissenschaftlerin von 1997 bis 1998 als Postdoc-Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) die Sozialstruktur von Tüpfelhyänen in einem westafrikanischen Nationalpark. Von 1999 bis 2000 erforschte sie in Australien die Evolution von Kooperation in Termitenstaaten. In den darauf folgenden Jahren war die Wissenschaftlerin als Emmy Noether-Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Regensburg tätig. In ihrer 2004 eingereichten Habilitation befasste sie sich mit der Frage, wie und warum Kooperation in Termitenstaaten entstehen konnte. »Es interessiert mich, wie Kooperation, ein Charakteristikum aller großen ‚Neuheiten’ in der Evolution des Lebens, stabil entstehen kann, obwohl ‚Betrüger’ einen kurzfristigen Selektionsvorteil haben.«

Seit April 2008 ist die Biologin an der Universität als Professorin für Verhaltensbiologie tätig. Dabei liegen ihre Forschungs- und Lehrschwerschwerpunkte neben der Evolution von Sozialsystemen und Konfliktlösungsmechanismen besonders im Bereich der Wechselwirkung zwischen ökologischen und evolutionären Prozessen. Ein weiteres Interessengebiet ist die Regulation tropischer Ökosysteme.

In ihrer Antrittsvorlesung wird Prof. Korb insbesondere die Problematik der Evolution von Kooperation näher darstellen und erläutern, welche neuen und überraschenden Erkenntnisse uns das Studium von Termitenstaaten liefert. »Hier handelt es sich um einen Bereich, in dem noch viele Fragen offen sind. Aber erste Schritte sind gemacht, die es uns erlauben, nun auch die molekularen Grundlagen der Evolution von Termitensozialsystemen zu untersuchen.«

Weitere Informationen

Dekan Prof. Dr. Christian Ungermann, Universität Osnabrück,
Fachbereich Biologie/Chemie,
Barbarastraße 11, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2834, Fax: +49 541 969 2433,
dekan@biologie.uni-osnabrueck.de