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Pressemeldung

Nr. 119 / 2009

08. April 2009 : Ein Beispiel römischer Außenpolitik - Uni Osnabrück lädt mit VHS und Stadt zu Vortrag in die Volkshochschule Osnabrück

Im Rahmen der Vortragsreihe »Römer und Germanen in Nordwestdeutschland«, organisiert von der Volkshochschule Osnabrück, der Stadt und der Universität Osnabrück, wird Prof. Dr. Michael Erdrich von der Universität Lublin am Mittwoch, 15. April, um 19 Uhr über die römische Außenpolitik im 1. Jahrhundert und die Einrichtung des Niedergermanischen Limes sprechen. Der Vortrag findet in der Volkshochschule, Bergstraße 8 statt; Eintritt: 4 Euro; Schüler und Studenten kostenlos.

Im Rahmen der Vortragsreihe »Römer und Germanen in Nordwestdeutschland«, organisiert von der Volkshochschule Osnabrück, der Stadt und der Universität Osnabrück, wird Prof. Dr. Michael Erdrich von der Universität Lublin am Mittwoch, 15. April, um 19 Uhr über die römische Außenpolitik im 1. Jahrhundert und die Einrichtung des Niedergermanischen Limes sprechen. Der Vortrag findet in der Volkshochschule, Bergstraße 8 statt; Eintritt: 4 Euro; Schüler und Studenten kostenlos.

Nach dem Untergang von insgesamt wohl mehr als 30.000 Soldaten in der Varusschlacht im Jahre 9 nach Chr. wurden alle römische Truppen auf das West- bzw. Südufer des Rheins zurückgezogen. Die Eroberung Germaniens war endgültig gescheitert. Im Laufe des 1. Jahrhunderts nach Chr. entsteht auf dem linken Ufer des Rheins eine geschlossene Kette römischer Militärlager, die über 400 Jahre die Nordwestgrenze des römischen Reiches bildet. Die an der Reichgrenze stationierten römischen Truppen garantierten bis weit in das 3. Jahrhundert hinein die militärische Sicherheit Galliens und der Rheinprovinzen vor germanischen Angriffen.

Im 5. Jahrhundert lassen sich germanische Siedler – teilweise von den römischen Autoritäten toleriert oder gar eingeladen – auf Reichsgebiet nieder und gründen hier ihre Siedlungen. Das Ende der römischen Herrschaft am im Rhein kommt in Sicht. Was aber führte dazu, dass im 1. Jahrhundert der Rhein als dauerhafte Grenze des Imperiums ausgebaut wurde? Wann fassten römische Autoritäten den Entschluss, den Rhein als Grenze mit einer dicht gereihten Kette von Militärlagern auszubauen? Allein in Niedergermanien waren zeitweise über 40.000 Soldaten stationiert. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse neuer archäologischer Forschungen unter Einbeziehung numismatischer und historischer Untersuchungen ergibt sich ein sehr facettenreiches Bild der römischen Germanienpolitik, deren vorrangiges Ziel die Sicherung Galliens und des römischen Rheinlandes war. Mit diesen Aspekten wird sich der renommierte Experte in seinem Vortrag befassen. Weitere Informationen: www.kongress-2009.uos.de

Weitere Informationen

Dr. Ralph Häussler, Universität Osnabrück,
Fachbereich Geschichte und Archäologie,
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück,
www.kongress-2009.uos.de