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Pressemeldung

Nr. 178 / 2012

02. Juli 2012 : Ein bundesweit renommierter Rechtswissenschaftler - Universität Osnabrück: Prof. Dr. Jörn Ipsen wird mit Festvortrag emeritiert

Prof. Dr. Jörn Ipsen gilt als bundesweit renommierter Experte für Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Anlässlich seiner Emeritierung laden das Institut für Kommunalrecht und der Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück am Freitag, 6. Juli, um 15.30 Uhr in die Aula des Schlosses zu einer Abschiedsvorlesung ein.

Prof. Dr. Jörn Ipsen gilt als bundesweit renommierter Experte für Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Anlässlich seiner Emeritierung laden das Institut für Kommunalrecht und der Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück am Freitag, 6. Juli, um 15.30 Uhr in die Aula des Schlosses zu einer Abschiedsvorlesung ein.

Ipsen,1944 geboren, studierte nach seinem Abitur im Jahr 1964 und einem zweijährigen Wehrdienst als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes Rechtswissenschaften in München und Göttingen. Nach dem ersten Staatsexamen 1970 arbeitete er an einer Dissertation mit dem Titel »Richterrecht und Verfassung«, mit der er 1974 an der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen zum Dr. iur. promoviert wurde. Nach Absolvierung des juristischen Vorbereitungsdienstes in den Jahren 1973 bis 1976 und Ablegung der Zweiten Juristischen Staatsprüfung im Februar 1976 wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen. Es folgte ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den Jahren 1978 bis 1980. Im Anschluss wurde er mit der Schrift »Rechtsfolgen der Verfassungswidrigkeit von Norm und Einzelakt« für die Fächer »Öffentliches Recht und Juristische Methodenlehre« habilitiert.

Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Tübingen und Göttingen nahm Prof. Ipsen 1981 einen Ruf auf die Professur für Öffentliches Recht der Universität Osnabrück an. Sechs Jahre später lehnte er einen an ihn ergangenen Ruf an die Universität Marburg ab. Von 1990 bis 1992 war der Wissenschaftler Mitglied der Aufbaukommission der Juristischen Fakultät der Universität Greifswald, von 1991 bis 1992 gehörte er der Evaluationskommission der Universität Jena an. Am 1. Oktober 2002 wurde Prof. Ipsen zum stellvertretenden Mitglied des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs ernannt und ist seit dem 5. Mai 2006 reguläres Mitglied. Am 7. Dezember 2006 wurde der Wissenschaftler vom Niedersächsischen Landtag zum Präsidenten des Staatsgerichtshofs gewählt.

Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers zählen das Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt legt er außerdem auf das in Deutschland geltende Kommunalrecht. In zahlreichen Publikationen befasst er sich mit kommunalwissenschaftlichen Fragen. »Für mich war insbesondere die Frage interessant, wie sich die demokratische Willensbildung in der örtlichen Gemeinschaft vollzieht«, so der Rechtswissenschaftler. »Mit diesen Fragestellungen werde ich mich auch in Zukunft weiter befassen.«

Auf der Verabschiedung werden neben Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus R. Rollinger, der Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius sowie der Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften, Prof. Dr. Ralf Krack, sprechen. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Robert Alexy von der Universität Kiel über das Thema »Vom Wert der Grundrechtsdogmatik«. Im Anschluss hält Prof. Ipsen seine Abschiedsvorlesung mit dem Titel »Hannoverscher Staatsstreich und Osnabrücker Verfassungsbeschwerde«. In ihr werden die Ereignisse des Jahres 1837 im ehemaligen Königreich Hannover behandelt.

Weitere Informationen

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Fachbereich Rechtswissenschaften
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Tel.: +49 541 969 6127
instkr@uni-osnabrueck.de